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  • 1. FC Union Berlin, 11. Januar 2008

    „FĂŒr mich ist wichtig zu spielen und zu wissen, wo ich hingehöre“

    Nach dem ewigen Hin-und-Her um StĂŒrmer Shergo Biran zwischen den beiden Regionalliga-Konkurrenten SV Babelsberg 03 und dem 1. FC Union Berlin ist der 29-jĂ€hrige TorjĂ€ger endlich bei den Unionern angekommen. Offensichtlich erleichtert und hoch motiviert nahm Biran gestern das erste Mal am Mannschaftstraining an der Alten Försterei teil. Mit die-fans.de sprach Biran ĂŒber Hoffnungen, WĂŒnsche und Vorstellungen, die er mit einem Wechsel zu Union verbindet.

    Hallo, Herr Biran. Wie war Ihr erstes Training?

    Das war ganz gut, aber anstrengend. Wir sind gleich neun Kilometer gelaufen. Vorher noch Krafttraining, das war schon ziemlich anstrengend. Heute sind wir auch wieder fĂŒnf Kilometer gelaufen, aber diesmal schneller. Das wird jetzt immer heftiger.

    Herr Biran, Union hat ja keine Ablöse beim SV Babelsberg 03 zahlen wollen. Wie ist der Transfer denn nun von statten gegangen?

    Also dazu darf ich gar nichts sagen. Es wurde stillschweigend so vereinbart, dass darĂŒber nichts gesagt werden darf. Wir haben uns geeinigt. Ich habe die Freigabe und das ist fĂŒr mich wichtig. Ich bin ja auch fĂŒr das Sportliche zustĂ€ndig. FĂŒr mich ist wichtig, dass ich spielen kann und ich weiß, wo ich hingehöre.

    Warum wollten Sie unbedingt zu Union und haben das verbesserte Angebot von Babelsberg ausgeschlagen?

    Union ist einfach ein Kult-Verein. Ich bin ein Berliner Junge und da freut man sich natĂŒrlich, wenn man bei Union spielen kann. Die sportliche Perspektive war auch einfach besser. Bei Union in der dritten Liga will man auf jeden Fall spielen und da muss man das Maximale rausholen. Dann werden wir sehen, wo wir am Ende stehen. Aber die sportliche Perspektive, die Fans und das Stadion wie ich es erlebt habe, als ich mit Babelsberg hier gespielt habe, das war schon geil! Das muss ich ganz ehrlich sagen. Das hat mich schon begeistert. Da habe ich dann auch nicht lange gezögert und wollte zu Union.

    Warum haben Sie sich auf einen Vertrag, wie ihn Babelsberg damals mit Ihnen gemacht hat, ĂŒberhaupt eingelassen? Was haben Sie sich davon versprochen?

    Ich war noch nie arbeitslos gemeldet seit ich spiele. Es war so, dass sie mir im Sommer einen Vertrag angeboten haben, von dem ich aber nie hĂ€tte leben können. Dadurch haben sie mir dann angeboten, das ĂŒber die Arbeitslosenschiene zu machen. 150 Euro geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung aus versicherungstechnischen GrĂŒnden, das ich da abgesichert bin. Dann haben wir gesagt, wir machen das bis zum Winter. Da sollten neue Sponsoren frei gemacht werden und dann hĂ€tte man einen neuen Vertrag machen können.


    Shergo Biran im GesprÀch mit die-fans.de.

    Es war so, dass ich fĂŒr die paar Euros nicht bis zum Sommer, wo dann Geld da gewesen wĂ€re, spielen wollte. Ich wollte unbedingt Regionalliga spielen und in Berlin gibt es ja nur Union und Babelsberg. Ich hĂ€tte das auch ausschlagen können und hĂ€tte woanders, also eine Liga darunter, mehr Geld verdient. Viel mehr Geld als in Babelsberg. Aber ich wollte die Regionalliga auch als BĂŒhne fĂŒr mich nutzen, um weiter zu kommen oder um da einen Vertrag zu bekommen.

    Welche Vorstellungen und Hoffnungen verbinden Sie mit diesem Wechsel zu Union?

    Wir wollen als Mannschaft erfolgreich sein. Das ist ganz, ganz wichtig. Ich denke unter die ersten Zehn zu kommen, ist schon fast Pflicht. Das wollen wir auf jeden Fall schaffen. Ich persönlich setze mir das Ziel, dass ich eine gute Rolle spiele, dass ich das Maximale aus mir raushole und weiter meine Tore schieße. Ich habe jetzt in 15 Spielen neun Tore gemacht. Das ist ganz ordentlich, denke ich, mit so einer Mannschaft wie Babelsberg, die ganz unten steht. Ich hoffe, dass ich daran anknĂŒpfen kann. Wichtig ist ja, dass ich gut durch die Vorbereitung komme und mir hier dann die Kraft fĂŒr die Spiele hole.

    Glauben Sie denn, dass Sie Chancen haben Stammspieler zu werden?

    Also fĂŒr die Bank bin ich bestimmt nicht gekommen. Das ist klar. Jeder Fußballer will natĂŒrlich spielen, deswegen ist man im Fußballverein. Ich rechne mir natĂŒrlich schon aus, dass ich auch spiele. Aber das muss letztendlich der Trainer entscheiden. Ich gebe im Training Vollgas und dann wird der Trainer bestimmen, wen er auflaufen lĂ€sst und wen nicht.

    Die Fans wollten ja lieber den Ex-Unioner Steffen Baumgart haben. Denken Sie, Sie können sich die Gunst der Fans erspielen? Denken Sie, Sie werden sich gut integrieren? Passt Ihre Persönlichkeit zum Verein?

    Also ich denke schon. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Spielertyp bin, der Vollgas gibt. Hier bei Union muss man laufen, kĂ€mpfen, die Tugenden, die muss man reinwerfen. Das wollen die Leute sehen. Ich weiß das, ich war schon öfter hier. Ich habe mit Wolfsburg und Babelsberg hier gespielt. Ich kenne die AtmosphĂ€re, ich kenne auch die Leute. Ich hau mich voll rein und dann wird man sehen. Ich denke schon, dass ich mit meiner Art und Weise, die Zuschauer auf meine Seite kriegen könnte.

    Die Sache mit Baumgart, da finde ich, man kann ihn gar nicht mit mir messen. Der hat glaube ich ĂŒber 200 Bundesligaspiele absolviert. Das ist ein ganz anderer Spielertyp, auch vom Namen her und so weiter. Das kann man nicht mit mir vergleichen und ich bin auch nicht fĂŒr ihn geholt worden. Das stimmt so nicht.

    Denken Sie, dass der Aufstieg in die zweite Bundesliga machbar ist? Was sind Ihre Ziele fĂŒr die RĂŒckrunde?

    Na ja, es ist alles eng zusammen. Wie man sieht, kann in dieser Liga jeder jeden schlagen, es ist alles möglich. Wir mĂŒssen sehen, wie wir in die Saison reinkommen aber ich denke es ist alles drin.

    Meine Ziele fĂŒr die RĂŒckrunde? Da ist natĂŒrlich Gesundheit wichtig. Die Fitness ist das A und O. Wenn ich das jetzt alles durchziehe, dann ist mir nicht bange, wenn es losgeht.

    Wo wĂŒrden Sie gerne mal spielen wenn Sie sich einen Verein aussuchen könnten. Was wĂ€re Ihr Traum?

    Real Madrid! Das werde ich zwar nicht realisieren können, glaube ich. Aber ja, Real Madrid finde ich gut.

    Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch.

    Geschrieben von:  Anne80

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