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  • FC Nöttingen 1957, 16. Januar 2008

     
    „Auswärts – hui! Zu Hause – pfui!“

    Der FC Nöttingen spielte eine mittelprächtige Vorrunde. Anfangs fand man sich gar ganz weit hinten in der Oberliga Baden-Württemberg. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk in dieser Spielzeit nicht auf einem Platz in den Top 5. Der Verein wagte ein paar Änderungen. Im Gespräch mit Trainer Michael Fuchs erfuhren wir, was in Nöttingen vor sich geht.

    Sie sind seit dieser Saison Trainer beim FC Nöttingen...

    ...ich bin seit dieser Saison Trainer, richtig. Allerdings nicht das erste Mal. Ich konnte bereits einen Aufstieg in die Oberliga mit Nöttingen feiern. Aushilfsweise war ich – allerdings nur ein halbes Jahr – auch in der Saison 2005/2006 hier als Coach beschäftigt, als der FC in der Regionalliga spielte. Das geschah eher aus der Not heraus, weil der Verein keinen Trainer hatte. Aber da ich den Trainerjob nur nebenberuflich mache, wollte ich nur als Aushilfe tätig sein, bis man einen anderen gefunden hatte. In der Regionalliga kann man dieses Amt nicht nebenberuflich ausführen.

    Was wurde vor der Saison 2007/2008 man von Ihnen erwartet?

    Ich bin ja ein lokaler Trainer, sozusagen. Von mir erwartet man einen Umbau der Strukturen des FC Nöttingen. In der Regionalliga waren wir nicht mehr als ein Punktelieferant. Uns wurden unsere Grenzen sehr schnell aufgezeigt. In diesem Bereich konnten wir als Verein einfach nicht arbeiten. Das heißt, professioneller Fußball ist nichts für den FC Nöttingen. Wir müssen ein bis zwei Stufen nach unten gehen, um das hier alles überhaupt finanzieren zu können.

    Geplant war der Umbau von drei bestimmten Säulen. Erstens wollen wir die Jugendarbeit verstärken. Unsere A-Jugend will aufsteigen und das wird uns wahrscheinlich auch gelingen. Derzeit sind wir mit diesem Team Tabellenführer.

    Dann haben wir auch noch ein Junioren-Team ins Leben gerufen. In diesem Perspektivkader versuchen wir, junge und talentierte Spieler aus der Region zu rekrutieren. Mit dieser Mannschaft spielen wir derzeit in der Landesliga und führen auch dort die Tabelle an.

    Und mit den Herren in der Oberliga versuchen wir einfach, nicht abzusteigen. Dass wir mit unserem derzeitigen Personal Schwierigkeiten haben werden, weiter oben in der Tabelle einzugreifen, war uns klar. Wir wollen einfach mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Nach dem letztjährigen Fast-Abstieg wollen wir nicht noch einmal derart belastet werden. Das ist uns bis jetzt auch, mit den neun Punkten Abstand auf einen Abstiegsplatz, gelungen. Wobei man sagen muss, dass wir mit dem ein oder anderen besseren Heimspiel vielleicht noch besser hätten dastehen können. Aber im Prinzip sind wir nicht unzufrieden.

    Wagen Sie doch noch einmal einen Rückblick auf die Hinrunde.

    In der Hinrunde hatten wir vor, den Kader, der uns am Anfang dieser Saison zu Verfügung stand, einzuspielen. Wir wollten möglichst viele junge Spieler an dieses Oberliga-Niveau heranführen. Auswärts haben wir letztendlich auch ein super Ergebnis erzielt. Auf gegnerischem Boden sind wir überhaupt nicht besiegt worden. Nur in den Heimspielen zeigten wir enorme Schwächen. Unser Problem war, dass wir zu Hause die Spiele nicht gewinnen konnten. Auswärts – hui! Zu Hause – pfui! Daran müssen wir in der Rückrunde arbeiten.

    Man muss auch berücksichtigen, dass wir zehn Spieler zu ersetzen hatten. Die wenigen Spieler, die eine hohe Qualität aufweisen, fehlten sehr lange Zeit. Wir mussten deshalb mit vielen unerfahrenen Spielern antreten. Auswärts war das noch in Ordnung, da konnten wir mit dem Tempo des Gegners mithalten. Dort spielten wir auf großen Plätzen. Aber auf unserem kleinen Heimplatz fehlten uns oft einfach die technischen Fähigkeiten, die nötig gewesen wären. Letztendlich ist der Tabellenplatz 12 nicht ungerechtfertigt.

    Ihr erster Sieg wurde am neunten Spieltag erzielt. Man legte sogar eine kleine Serie von drei Siegen in Folge hin. Was war der Grund für diese Phase?

    Wie bereits erwähnt, wir mussten am Anfang dieser Saison auf die erfahrenen Spieler verzichten. Spieler wie Teodor Rus, der schon in der Vorbereitung Probleme hatte, Marc Burkart oder auch Christian Simon fehlten anfangs. Und das sind Stammspieler! Die kann man nicht so einfach ersetzen.

    In der Vorbereitung haben wir super gespielt und auch gute Ergebnisse erzielt. Aber genau zum Saisonstart hatten wir eben das Problem, dass viele Stammspieler fehlten. In dieser Phase haben wir uns einfach durchgezwungen. Als nach und nach die Spieler wieder zur Mannschaft kamen, kehrte auch wieder etwas mehr Qualität zurück. Das Team hat sich dann etwas mehr gefunden. Der Knoten ist mit dem Spiel gegen Waldhof Mannheim geplatzt. Im Anschluss hatten wir ein kurzes Zwischenhoch. Wir zeigten auch richtig guten Fußball. Aber unter dem Strich betrachtet haben wir eine mäßige Vorrunde gespielt

    Gibt es Zugänge in der Winterpause? Oder verlässt jemand den Verein?

    Im Moment haben wir keinen Zugang und auch keinen Abgang. Eine ‚große Nummer’ werden wir auch nicht bringen. Wir hätten zwar gerne einen Stürmer, denn bereits in der vergangenen Saison haben uns zwei Top-Torjäger verlassen, Aber die ganze Welt sucht Stürmer. Und solche Leute kosten. Das können wir uns nicht leisten. Wenn sich etwas Günstiges ergibt, würden wir natürlich sofort zugreifen. Aber da sind wir gewiss nicht der einzige Verein...

    Wohin muss man sich in der Rückrunde orientieren? Ist man noch im Abstiegskampf?

    Natürlich. Nach unten ist der Abstand immer noch sehr gering. Und die Mannschaften, die da unten stehen, wollen natürlich auch mit aller Macht raus. Wir sind eine Mannschaft, die sich gegen niemanden zurücklegen kann. Unser Ziel ist das gesicherte Mittelfeld. Wir versuchen einfach in dieser Spielrunde, in der wir eben auch den Umbau gewagt haben, möglichst hinter uns zu bringen. Vielleicht wird uns nächstes Jahr die Erfahrung, die manche Spieler heuer machen, zu Gute kommen, sodass wir eine bessere Runde spielen können. Wir wollen in der Rückrunde so weit wie möglich ins Mittelfeld vordringen, um möglichst weit von den Abstiegsrängen entfernt zu sein.

    Wo steht Nöttingen am Ende der Saison?

    Auf Platz 9!

    Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg beim Umbau und in der restlichen Oberligasaison!

    Geschrieben von:  thom.as

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