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  • Europa, 31. Mai 2018

     
    Arsene Wenger hört als Trainer beim FC Arsenal auf

    Wer war Arsene Wenger?

    Der 68-jährige französische Fußballtrainer ist seit 1996 Trainer des englischen Erstligisten FC Arsenal und gewann mehrere Meisterschaftstitel und Pokale. Er war in England zunächst ziemlich unbekannt, konnte aber durch seine baldigen Erfolge relativ schnell eine Menge Ruhm ernten. Spätestens im zweiten Jahr bei den „Gunners“ schoss sein Ansehen bei den Fans und den Kritikern in die Höhe. Er gewann nicht nur die Premiership, sondern auch den FA Cup in seinem zweiten Jahr und stand an der Spitze seines bis dahin noch kurzen Erfolges. Insgesamt gewann er mit Arsenal sieben Mal den FA Cup (1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015 und 2017) und drei Mal den Meisterschaftstitel – im Jahr 2004 sogar ohne ein einziges Spiel verloren zu haben. Für einen Champions-League-Titel hat es bis heute allerdings nie gereicht, was wahrscheinlich ein bisschen an ihm nagt.

    Arsene Wenger – ein Revolutionär?

    Seine Trainingsmethoden waren besonders zu seiner Anfangszeit revolutionär. Er verbot seinen Spielern Junkfood und Alkohol, obwohl es zu der Zeit öffentlich akzeptiert war, dass sich die Spieler von Arsenal wöchentlich betranken. Selbst auf dem Transfermarkt brachte er frischen Wind in die Fußballszene – er gab jungen, unerfahrenen Spieler eine Chance und hatte damit auch ziemlich großen Erfolg. Er setzte somit also auf bisher unbekannte Werte im Beruf des Fußballtrainers.

    Arsene Wengers Rücktritt

    Nach fast 22 Jahren wird Arsene Wenger nun den FC Arsenal als derzeit dienstältester Trainer in der Premier League verlassen. Der momentan sechstplatzierte gab dies Ende April bekannt und sorgte, auch wenn die Kritik zuletzt verheerend war, für Aufsehen. „Nach genauen Überlegungen und Diskussionen mit dem Verein habe ich das Gefühl, dass es die richtige Zeit ist, um am Ende der Saison zurückzutreten“, sagte er in einer Erklärung auf der Website des FC Arsenals. „Ich bin dankbar, dass ich das Privileg hatte, dem Club für so viele unvergessliche Jahre zu dienen“ sagte er weiterhin und bedankte sich bei allen Mitarbeitern, den Spielern, den Direktoren und den Fans, die laut Wenger diesen Klub so besonders machen.

    Stan Kroenke über Wengers Rücktritt

    Stan Kroenke, der Mehrheitsaktionär von Arsenal, würdigte Wenger und betonte seinen Einfluss auf den Club. Der amerikanische Milliardär gab zu, dass er hofft, auf dem Vermächtnis des Franzosen aufbauen zu können. „Dies ist einer der schwierigsten Tage, die wir in all unseren Jahren im Fußballsport erlebt haben“, sagte Kroenke. Er betonte auch, dass die Langlebigkeit und die Konsistenz über eine so lange Zeit auf höchstem Spielniveau nie wieder erreicht werden könne.

    Harte Kritik an Arsene Wenger

    Arsene Wengers Vertrag läuft eigentlich noch bis Sommer 2019, war aber aufgrund der schlechten Saison immer umstrittener, weshalb auch viele Fans seinen Rückzug forderten. Arsenal kam in dieser Saison wieder nicht unter die Top vier der Liga und kann nur noch einen Platz für die Champions-League ergattern, wenn der Verein die Europa League gewinnt. Peinlicherweise verlor der Rekordpokalsieger mit einem 2:4 gegen den Zweitligisten Nottingham Forest bereits in der dritten Runde.

    Wieder kein Champions-League-Titel

    Auch trotz des Rücktritts von Wenger muss der Verein natürlich seine Saison zu Ende bringen und seine Millionen Fans auf der ganzen Welt dazu auffordern, auch weiterhin für seinen Club da zu sein, auch wenn er sich gerade in einer eher schlechteren Phase befindet. Gerade hatte der FC Arsenal das Halbfinale gegen Atletico Madrid verloren und hat somit keine Chance mehr auf die Champions-League. Wenger könnte mit der Ankündigung seines Rücktritts versucht haben, die Fanproteste gegen ihn und die Spieler zu beenden und den Verein in der Hoffnung zu vereinen und ihm somit ein erfolgreiches Ende seiner Amtszeit zu bescheren. Er wollte sein Lebenswerk FC Arsenal unbedingt auf einem Höhepunkt verlassen und redete sich ein, dass das noch möglich sei. Immer wieder gab er bekannt, dass er noch einen Meistertitel holen wird. Allerdings ohne Erfolg – mehr als der zweite Platz wurde es in den letzten Jahren leider nicht. Und dennoch bekam er eine weitere zweijährige Verlängerung.

    Falsche Strategie auf dem Transfermarkt

    Aber auch seine Entscheidungen auf dem Transfermarkt brachten ihm keinen Aufschwung. Es verließen immer mehr Schlüsselspieler wie Thierry Henry, Cesc Fabregas (Wechsel zum FC Barcelona) und Robin van Persie (Wechsel zu Manchester United) den Verein. Und auch mit dem Versuch, kostspielige Transfers durchzuführen, stieß er auf kein großes Ansehen – der innovative Geist war verloren: er machte es genau wie andere, nur eben ein bisschen schlechter.

    Die Einsicht zum Rücktritt

    Auch wenn er es lange nicht wahrhaben wollte, hat Arsene Wenger es schließlich eingesehen und endgültig seinen Rücktritt bekannt gegeben. In den Augen vieler Kritiker allerdings etwas zu spät. Er hat mit Ausnahme des Champions-League-Titels eigentlich alles erreicht, was sich ein Fußballtrainer nur wünschen kann – und das aber schon vor etlichen von Jahren. Wenger nimmt also Abschied. Dennoch forderte er die Fans unterdessen auf, den FC Arsenal auch in Zukunft nach Kräften zu unterstützen und die Werte des Vereins zu hüten, um Arsenal wieder zu seiner alten Stärke zu bringen. Ein Besuch auf www.comparadorapuestas.net kann sich durchaus lohnen.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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