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  • SpVgg. Unterhaching 1925, 24. März 2010

     
    Augenthaler als neuer Trainer der SpVgg Unterhaching vorgestellt

    Weltmeisterlicher Glanz im Generali Sportpark. Die SpVgg Unterhaching hat Klaus Augenthaler am Dienstag als neuen Trainer vorgestellt. Der 52-Jährige soll bei den Rot-Blauen die Talfahrt der letzten Wochen stoppen und den Verein vor dem Absturz in die Regionalliga retten. Schon am Vormittag leitete Augenthaler erstmals das Training bei der SpVgg, bevor er am Mittag gemeinsam mit der Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Kiel aufbrach. „Es ist eine prekäre Situation. Wir haben noch elf Spiele Zeit, die Klasse zu halten und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen. Ich habe schon schlimmere Situationen erlebt“, sagte Augenthaler bei seiner Vorstellung.

    Der Weltmeister von 1990 löst damit Matthias Lust als Cheftrainer ab, der vor vier Wochen das Amt interimistisch von Ralph Hasenhüttl übernommen hatte. Lust kehrt wieder auf seine vorherige Position als Co-Trainer zurück. „Ich bin froh ihn zu haben, da er sich sehr gut in der Liga auskennt“, sagte Augenthaler. Der frühere Coach vom VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und dem 1. FC Nürnberg war am Sonntag bei der 0:1-Niederlage der Hachinger gegen Werder Bremen II im Stadion gewesen und hatte sich so einen Eindruck von der Mannschaft verschaffen können.

    Die Entscheidung, diesen laut SpVgg-Präsident Engelbert Kupka „Freundschaftsdienst“ anzutreten, sei aber erst Montagabend gefallen. „Ich kenne Schatzmeister Toni Schrobenhauser seit 1975 und über ihn kam der Kontakt auch zustande“, sagte der 27-malige Nationalspieler. Augenthaler will sich nun voll auf die Wochen bis zum Saisonende konzentrieren. Über diesen Zeitpunkt hinaus, werde er erst mal nicht nachdenken. „Es geht jetzt nur darum, die nächsten Wochen positiv zu gestalten. Was im Mai ist, wird man sehen.“

    Präsident Kupka sagte, Augenthaler übernehme eine „schwere Aufgabe“. Nach neun Spielen ohne Sieg und dem Absturz auf Tabellenplatz 17 befindet sich Haching in einer komplizierten Lage. „Er ist eine große Persönlichkeit und hat im Fußball einen hervorragenden Namen“, sagte der Vorstand über den neuen Trainer. „Die junge Mannschaft wird ihm folgen und wenn wir alle an einem Strang ziehen, bekommen wir den Karren auch wieder flott.“

    Bucher wird neuer Manager, Copado Sportlicher Leiter und Hartmann Berater des Präsidiums

    Neben dem Trainerwechsel hat die SpVgg Unterhaching am Dienstag weitere gravierende Veränderungen vorgenommen. Die Rot-Blauen sind dabei neue Strukturen zu schaffen, um den Verein zukunftsfähig zu machen. Auf eigenen Wunsch zieht sich im Rahmen dessen Manager Norbert Hartmann aus dem operativen Tagesgeschäft zurück und begibt sich in eine Funktion als Berater des Präsidiums. Seine Position wird ab sofort vom bisherigen Teammanager und Marketingleiter Ralf Bucher eingenommen. Überdies kehrt auch Francisco Copado zur SpVgg zurück. Er fungiert künftig als Sportlicher Leiter. „Wir wollen wieder ein starkes Team werden, zwischen dem keine Differenzen bestehen und aggressiv ins Fußballgeschäft zurückkommen“, sagte Präsident Engelbert Kupka.

    Die unsichere finanzielle Situation bei den Rot-Blauen im Zusammenhang mit den Schwierigkeiten in der dritten Liga habe dazu geführt, dass man sich zu Veränderungen entschlossen habe. „Die Zukunft soll nun planbarer werden“, sagte Kupka, der außerdem bekanntgab, dass Vize-Präsident Michael Durach sein Amt aus beruflichen Gründen aufgeben wird. Ihn soll künftig Dr. Edgar Wangen, ehemaliger Vorstand der Löwenbräu AG, im Präsidium ersetzen. Dies muss allerdings satzungsgemäß in der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden.

    Kupka würdigte die Verdienste von Hartmann, der 25 Jahre lang das Manageramt bei den Rot-Blauen bekleidet hat. „Er ist mit Herz, Leib und Seele beim Verein und hat immer alles gegeben. Er musste in der Vergangenheit oft mit einem geringen Etat etwas zustande bringen. Wir sind ihm sehr dankbar“, erklärte der Vorstand. Hartmann wird seine beiden Nachfolger, Bucher und Copado, nun zunächst einarbeiten. „Er wird in guter Zusammenarbeit zur Verfügung stehen“, fügte Kupka an.

    Zudem teilte der Präsident mit, dass die SpVgg die Absicht habe, die Profiabteilung aus dem Verein auszugliedern. Es soll dann eine GmbH gegründet werden, die auch die Präsidiumsmitglieder aus der persönlichen finanziellen Haftung befreit. „Wir haben sehr, sehr viel gearbeitet in den letzten Wochen und davon nichts nach außen getragen. Es ging auch nicht nur darum, es mit einem neuen Trainer zu versuchen. Wir sind dabei, eine Struktur aufzubauen, um in der dritten Liga zu überleben und dafür zu sorgen, dass es auch ohne Hauptsponsor Generali weitergehen würde“, sagte Kupka. Der Versicherungskonzern hat noch bis Sommer 2011 eine vertragliche Vereinbarung mit der SpVgg. Ohne Generali wäre die Lage aktuell wohl aussichtslos. „Da wäre es gar nicht weitergegangen“, so der 71-Jährige.

    Ruben Stark

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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