ZFC Meuselwitz, 09. August 2010
Der ZFC Meuselwitz ist mit einem Auswärtssieg in die neue Regionalligasaison gestartet. Dabei begann das Team beim FC Energie Cottbus II nervös und zerfahren. Durch eine Leistungssteigerung in Halbzeit zwei und einen Kopfballtreffer durch Patrick Brendel in der 72. Minute erzielte die Halata-Elf am Tag des 48. Geburtstags des Cheftrainers drei wichtige Punkte und kann sich nun entspannt auf das DFB-Pokalspiel vorbereiten.
Da sich während der Erwärmung Daniel Ferl eine Zerrung zugezogen hatte, musste innerhalb von Minuten die zu erwartende Defensivaufstellung geändert werden und überraschend aber mit hervorragender Leistung absolvierte Ales Pikl seine erste Partie als ZFC-Innenverteidiger. Zwar gehörte die erste nennenswerte Chance dem ZFC, als Sebastian Gasch bei einem Zuspiel in die Spitze von Martin Bocek im Abseits gewesen sein soll, aber insgesamt hatten die Hausherren zum Spielbeginn mehr von der Partie, ohne jedoch zwingende Torchancen zu erspielen, außer vielleicht nach einem gravierenden Stockfehler von Frank Müller, in dessen Folge Zimmermann fast von der Grundlinie Flanken konnte, Krieger aber diese Flanke nicht erreichen konnte. Der ZFC überzeugte bis auf eine weitere knifflige Abseitsentscheidung gegen Sebastian Gasch nach tollem Zuspiel von Robert Böhme in Halbzeit eins nur bei Standards. Die Cottbusser konnten aus einigen Unsicherheiten in der Hintermannschaft aber ebenso wenig Kapital schlagen, wie aus der maßgerechten Flanke von Schwarz, die Krieger in der 34. Minute nur an die Latte Köpfte.
In Halbzeit zwei präsentierte sich der ZFC wesentlich besser. Mehrere gute Aktionen waren die Folge. Karsten Oswald prüfte bei einem Freistoß vom rechten Strafraum Eck in der 48. Minute den Cottbusser Torwart Gladrow, Philip Riese zwang kurz danach den Torwart aus 25 Metern zu einem beherzten Sprung und Sebastian Gasch in der 55. Minute mit wuchtigem, leicht abgefälschten Schuss sogar zu eine Glanzparade. In der 57. Minute verwandelte Patrick Brendel einen Freistoß von Karsten Oswald aus gut 35 Metern per Kopf zur umjubelten Führung. Nur drei Minuten später war Sebastian Gasch nur per Foul zu stoppen, der Freistoß ging jedoch knapp am Pfosten vorbei. Die Cottbusser Reserve danach bemüht und mit einem Aufbäumen, aber die Hintermannschaft stand deutlich besser als in Halbzeit eins. Die beste Ausgleichschance besaß in der 71. Minute der eingewechselte Schmidt, dessen Schuss im Strafraum von Patrick Brendel noch deutlich zur Ecke abgefälscht werden konnte. Nach einigen hektischen Schlussminuten beendete Schiedsrichter Beitinger aus Regensburg eine von ihm ohne Mühe geleitete Partie und die über 50 mitgereisten ZFC Fans sangen im Chor ihr Geburtstagsständchen auf den Cheftrainer.
Der Wiederum war mit dem Ergebnis zufrieden, vor allem wegen der zweiten Halbzeit: „Es war schwer in das Spiel zu finden, das ist zum ersten Saisonspiel immer besonders schwierig. Aber mit der Steigerung in Halbzeit zwei, den Chancen insgesamt und der nur einen Chance der Gastgeber in Halbzeit zwei ist der Sieg nicht unverdient. Kompliment an meine Jungs nach den knüppelharten Vorbereitungswochen.“ Mit diesem Pfund geht es am Sonntag vor etwa 9.000 Zuschauern gegen den 1. FC Köln. Restkarten, vor allem aus nicht abgeholten bzw. bezahlten Internetbestellungen sind immer noch verfügbar.
FC Energie Cottbus II: Gladrow - Hempel, Zickert, Rudnik, Lenk, Behrens (81. Mihm), Henkel, Zimmermann (72. Schmidt), Lemke, Schwarz (85. Reichelt), Grieger
ZFC Meuselwitz: Beer - Pikl (75. Luck), Baum, Müller, Brendel - Böhme, Oswald, Riese, Weis (76. Weinert) - Gasch, Bocek (89. Kind)
Schiedsrichter: Eduard Breitinger (Regensburg)
Zuschauer: 450
Tore: 0:1 Brendel (57.)
Hubert Wolf
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Geschrieben von: Stephan R.T.
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