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  • DFL, 07. Dezember 2018

     
    Der Videoschiedsrichter bringt Emotionen in den Fußball

    Fußball ist eigentlich ein ganz simpler Sport: Zwei Mannschaften mit je elf Spielern versuchen, den Ball möglichst oft im gegnerischen Tor unterzubringen. Zugegeben, Regelungen wie Abseits, Rückpassregel und Handspiel im Strafraum machen den Fußball dann doch ein wenig komplizierter. Und weil das Spiel in den letzten Jahren immer schneller geworden ist, entschied die FIFA im Jahr 2016, den Videoschiedsrichter einzuführen. Dieser soll den Schiedsrichter auf dem Platz mit Hilfe von Videoaufzeichnungen von außen unterstützen. In der Bundesliga kam der Video Assistant Referee (VAR) erstmals in der Saison 2017/2018 zum Einsatz, außerdem wurde er bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland verwendet.

    Laut Regelwerk des International Football Association Board gibt es vier Gelegenheiten, bei denen der Videoschiedsrichter eine Entscheidung des Schiedsrichters überprüfen darf. So schaut er sich nach einem Tor an, ob der Treffer regulär war, checkt, ob die Entscheidung für einen Elfmeter oder eine rote Karte gerechtfertigt ist, und macht den Schiedsrichter aufmerksam, wenn dieser dem falschen Spieler eine gelbe oder rote Karte gegeben hat. Der VAR hat allerdings keine Entscheidungsgewalt, da diese ausschließlich beim Schiedsrichter auf dem Platz liegt. Dennoch soll der Videoschiedsrichter mehr Gerechtigkeit in den Fußball bringen. Nichtsdestotrotz ist die Technologie alles andere als unumstritten.


    Im Westfalenstadion kam es beim Spiel Borussia Dortmund vs. 1. FC Köln zu einer strittigen Entscheidung.

    Einer der größten Kritikpunkte der Bundesliga-Fans ist die Intransparenz des VAR. Zuweilen wird eine Entscheidung des Schiedsrichters überprüft oder gar zurückgenommen, ohne dass den Zuschauern im Stadion die Gründe mitgeteilt werden. Viele berichten davon, dass sie sich gar nicht trauen, zu jubeln, wenn ein Tor fällt, weil es immer sein kann, dass der Schiedsrichter nach mehreren Minuten der Überprüfung den Treffer wieder zurücknimmt. Außerdem kommt es immer wieder zu fragwürdigen Entscheidungen auf Basis des Videobeweises. So erzielte Borussia Dortmund am 4. Spieltag der Saison 2017/2018 gegen den 1. FC Köln ein Tor, nachdem Schiedsrichter Patrick Ittrich die Szene wegen eines vermeintlichen Foulspiels der Kölner bereits abgepfiffen hatte. Weil der VAR jedoch den Hinweis gab, dass kein Foul vorlag, gab Ittrich den Treffer. Die Kölner Verantwortlichen kündigten nach der Partie zunächst an, Protest gegen die Spielwertung einzulegen, taten dies allerdings nicht. Ein weiterer Streitpunkt der Spielzeit 2017/2018 war das Fehlen von kalibrierten Linien zur Bestimmung von Abseits. Um besonders bei knappen Entscheidungen klar zu erkennen, ob ein Abseits vorlag oder nicht, müssen die Linien präzise sein. Und das waren sie bis zum Sommer 2018 nicht, weshalb es zu rund 40 Fehlentscheidungen kam. Mit Beginn der Saison 2018/2019 wurden nun kalibrierte Linien eingeführt. Bei allen Kontroversen ist zumindest eins gewiss: Der Videoschiedsrichter bringt zusätzliche Emotionen in den Fußball – ganz gleich, ob man ihn befürwortet oder ablehnt.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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