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  • Krefelder FC Uerdingen 05, 14. Februar 2018

     
    Die Rückkehr in den Profifußball soll in den nächsten Jahren gelingen

    Große Zeiten hat der KFC Uerdingen in den 80er und Anfang der 90er Jahre erlebt. Damals noch als Bayer 05 Uerdingen unterwegs konnte der Verein von der Grotenburg auch in der ersten Bundesliga Akzente setzen. Auf ganze 14 Spielzeiten im deutschen Fußballoberhaus brachten es die Uerdinger damals. Dazu kommen der DFB-Pokalsieg 1985, der DFB-Hallenpokalsieg 1988 sowie die vier Erfolge im Intertotocup 1988, 1990, 1991 sowie 1992.

    Das besondere Highlight in dieser Zeit dürfte zudem das UEFA-Pokalviertelfinale gegen Dynamo Dresden im Jahre 1986 gewesen sein. Das Hinspiel in Elbflorenz ging mit 0:2 verloren und im Rückspiel lagen die Mannen vom damaligen Trainer Karl-Heinz Feldkamp zur Pause mit 1:3 zurück. Niemand hätte wohl zu diesem Zeitpunkt an ein Weiterkommen geglaubt, doch die legendäre zweite Halbzeit ging als Wunder von der Grotenburg in die Fußball-Geschichte ein. Durch zwei verwandelte Elfmeter von Wolfgang Funkel (56., 79.) und weitere Treffer von Lárus Guðmundsson (63.), Wolfgang Schäfer (65., 86.) sowie Dietmar Klinger (76.) gewann Bayer 05 noch mit 7:3. Im Halbfinale war dann jedoch gegen Atlético Madrid Schluss.


    Das Grotenburg-Stadion hat einst große Europapokal-Abende erlebt.

    Ohne Bayer kam der Absturz

    1995 endete dann überraschend die 42 Jahre andauernde Zusammenarbeit mit dem Bayer-Konzern und damit sollte der sportliche Abstieg, der unter dem neuen Namen KFC Uerdingen 05 erfolgte, beginnen. 1996 raus aus der Bundesliga, 1999 folgte der Abstieg aus der zweiten Liga, 2005 wurde die Regionalligalizenz durch den DFB entzogen und 2008 war dann mit dem Absturz in die sechstklassige Niederrheinliga der endgültige Tiefpunkt erreicht.

    Es folgten etliche Versuche unterschiedlicher Unternehmer, den Verein wieder zu stabilisieren und nach oben zu führen. Aber auch mit dem ehemaligen Bundesligatorschützenkönig Ailton sollte der Erfolg vorerst nicht an die Grotenburg zurückkehren.

    Mit Michail Ponomarew in den Profifußball

    Nach wechselhaften Jahren kehrte der Verein im Sommer 2017 in die Regionalliga West, auf deren Spiele unter anderem bei Tipico gewettet werden kann, zurück und hat mit dem russischen Unternehmer Michail Ponomarew einen starken Mann an der Seite, der bereits den Eishockeyclub Düsseldorfer EG und den englischen Club AFC Bournemouth unterstützte. Im Interview mit der ‚Rheinischen Post‘ machte er dann auch klar, wo es mit dem KFC hingehen soll: „Es ist mein Ziel, den Verein profitabel zu machen. Das kann er aber nicht in der vierten und auch nicht in der dritten Liga, sondern nur in der zweiten oder ersten Liga.“

    Und sportlich läuft es in dieser Saison bisher sehr gut. Nach 19 Spieltagen liegen die Uerdinger auf dem zweiten Rang der Regionalliga West, punktgleich mit dem Tabellenführer FC Viktoria Köln. Es könnte also noch etwas mit dem Durchmarsch werden. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass der Meistertitel nicht ausreichen würde, denn noch wird der Drittliga-Aufsteiger über eine Relegation ermittelt. Potentielle Gegner wären in dieser zum gegenwärtigen Zeitpunkt unter anderem die ehemaligen Bundesligisten TSV 1860 München, FC Energie Cottbus und 1. FC Saarbrücken. Also auf keinen Fall eine leichte Aufgabe.

    Damit es was mit dem Aufstieg werden könnte, wurde in der Winterpause noch der erstligaerfahrene Maximilian Beister verpflichtet, der bereits das Trikot des Hamburger SV trug. In Uerdingen traf er mit Christopher Schorsch, Marcel Reichwein oder Keeper René Vollath auf weitere Ex-Profis, die zum Saisonerfolg beitragen sollen.

    Das nächste Heimspiel gegen den FC Wegberg-Beeck, welches für den kommenden Samstag geplant war, ist jedoch abgesagt. So können die Spieler von KFC-Trainer Michael Wiesinger erst am 18. Februar wieder in das Geschehen eingreifen. Dann geht es zur SG Wattenscheid 09. Der Anstoß im Lohrheidestadion ist für 15 Uhr angesetzt.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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