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  • Freizeit, 27. März 2021

     

    Ein Jahr Pandemie: Fluch oder Segen für Wettanbieter?


    Von:  Stephan R.T.

    Das letzte große Fußballspiel mit einem vollgepackten Stadion ist inzwischen mehr als ein Jahr her. Nachdem anfangs ganze Sportveranstaltungen abgesagt wurden, hat sich im Verlauf von 2020 einiges getan, um Turniere und Begegnungen wieder stattfinden zu lassen. Was jedoch fehlt, waren und sind Zuschauer live vor Ort.

    Alle blieben zu Hause vor dem Fernseher und hielten sich gleichzeitig von Tipplokalen und Spielhallen fern, um auf das Lieblingsmatch zu wetten. Da liegt die Vermutung nahe, dass es für Online Wettanbieter kein schlechtes Jahr gewesen sein muss, mit mehr Spielern im Internet. Einerseits zog es tatsächlich mehr Spieler zu Online Sportwetten-Seiten und Online Casinos, jedoch mussten Umsatzeinbrüche verbucht werden, da eine ganze Menge an Sportveranstaltungen ausfielen und so wenig zu wetten war.

    E-Sports gegen Live Wetten


    Zwei Alternativen zu Live Veranstaltungen machen seit einigen Jahren bereits die Runde und erhält immer mehr Zulauf: eSports und virtueller Sport. In vielerlei Hinsicht unterscheiden sich E-Sports von herkömmlichen Sportveranstaltungen. Zum einen handelt es sich um Video Spiele, die in Turnieren gespielt werden. Zum anderen gibt es andere Märkte. Beliebte E-Sports Spiele sind zum Beispiel Dota 2, FIFA, Battlefield, Call of Duty und Halo.

    Virtueller Sport

    Auch virtueller Sport zieht viele Nutzer an. Dabei werden Sportarten über eine Software simuliert. Hier kommt wie bei Spielautomaten ein Zufallsgenerator zum Einsatz, schließlich sollen die Wetten sowie die Ergebnisse fair und wirklich zufällig bleiben. Auch Fantasy Sports zählt dazu, bei dem Spieler virtuelle Teams zusammenstellen, die auf echten Ligen, Teams und Spielern beruhen. Diese Teams treten auf der Grundlage der statistischen Leistung dieser Spieler gegeneinander an.

    Casino-Spiele weniger betroffen

    Mit fehlenden Sportevents konnten sich einige Wettanbieter mit eSports und virtuellem Sport als Alternative retten. Besser erging es allerdings den Seiten, die auch Casino-Spiele anboten. Spielautomaten, klassische Tischspiele, Bingo und mehr können rund um die Uhr gespielt werden, da sie von keinen Ereignissen in der echten Welt abhängig sind.


    Image by S. Hermann & F. Richter from Pixabay

    Wer bislang eher auf Sportwetten für seine Unterhaltung und etwas Nervenkitzel zugegriffen hat, findet mit Video-Slots und anderem Spielen eine spannende Alternative. Die Kosten für den Betrieb eines Online Casinos liegen unter jenen von Sportwetten-Seiten, da deutlich weniger Mitarbeiter erforderlich sind, um Wettmärkte und Informationen aktuell zu halten. Für Betreiber sind diese Glücksspiele daher eine passende Ergänzung zum Sportprogramm und auch für Spieler lohnen sich die sehr hohen Gewinnmöglichkeiten. Außerdem sind lukrative Bonus-Angebote, Freispiele, Cashback-Aktionen und weitere Aktionen für zahlreiche Nutzer verlockend.

    Neue Spieler sollten aber in diesem Jahr besonders aufpassen, denn in Deutschland gibt es künftig ein neues Glücksspielgesetz, welches den Online-Markt hierzulande stark regulieren soll.

    Neues Gesetz dämpft Hoffnungen deutscher Anbieter

    Das neue Gesetz, welches am 01. Juli 2021 in Kraft tritt, ermöglicht es erstmalig, dass Deutschland eigene Lizenzen zum Online-Glücksspielbetrieb ausstellt. Bislang tat das nur das Schleswig-Holstein für dort ansässige Anbieter, die dann auch nur Spielern aus dem Bundesland zur Verfügung standen.

    Mit den neuen Lizenzen soll es aber eine Menge Änderungen und Einschränkungen geben, besonders verglichen mit internationalen Glücksspiellizenzen aus Malta, Gibraltar, Estland oder Curacao. Deutschland führt ein generelles Einzahlungslimit von 1.000 Euro ein und beschränkt Einsätze an Spielautomaten auf 1 Euro pro Drehung. Auto-Play wird nicht mehr möglich sein und Jackpot-Spiele, bei denen die progressiven Gewinne in die Millionen gehen können, sowie Live Casino Spiele werden verboten.

    Auch Sportwetten-Anbietern geht es gewissermaßen an den Kragen. Live-Wetten, die während eines laufenden Sportevents abgegeben werden können, dürfen nicht angeboten werden. Auch werden zahlreiche Wettmärkte gestrichen, sodass das Angebot insgesamt sehr dünn ausfällt. Das monatliche Einzahlungslimit gilt natürlich auch bei Sportwetten.

    Alternativen außerhalb des Landes

    Diese Regeln machen es deutschen Anbietern schwer, profitabel zu bleiben. Einige wenden sich daher von der deutschen Glücksspiellizenz ab und setzen auf internationale Lizenzen. Die Aufsichtsbehörde aus Malta, die Malta Gaming Authority, bietet beispielsweise einen ebenso hohen Sicherheitsstandard, wie Deutschland, aber mehr Freiheiten. Dank der EU-Dienstleistungsfreiheit stehen die Sportwetten und Casino-Spiele auch deutschen Nutzern uneingeschränkt zur Verfügung.

    Während die Corona-Pandemie es deutschen Buchmachern ohnehin schon schwer gemacht hat, tut das neue Gesetz sein Übriges. Experten erwarten daher, dass sich nur wenige Betreiber tatsächlich um die neue deutsche Lizenz bewerben und stattdessen bei internationalen Behörden wie Malta oder Curacao lizenziert bleiben. Nicht nur für sie, sondern auch für die Spieler hat das Vorteile.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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