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Festschrift – 25 Jahre Tornados Rapid
352 Seiten voller Leidenschaft über die Fanszene des SK Rapid Wien.
  • 11. März 2007

     

    FSV 63: Erfolgreichstes Team der Rückrunde


    Von:  Systema

    Trotz leichter Verletzungssorgen, nach Jens Neumann musste auch Pascal Piecuch passen, traten die Luckenwalder recht selbstbewusst die Reise in den Norden Brandenburgs zum SV Schwarz-Rot Neustadt an. Zwar hatten die Gastgeber ihre ersten beiden Rückrundenspiele gegen Ortrand und in Oranienburg gewonnen. Aber schließlich war den FSV-Kickern gleiches in Brandenburg und gegen Guben gelungen.

    Allerdings beschlich die mitgereisten FSV-Verantwortlichen ein mulmiges Gefühl, als sie die vertrauliche Begrüßung zwischen den Neustädtern und Schieri Andre Stolzenburg beobachten durften. Der Schiedsrichteransetzer bewies wirklich kein glückliches Händchen als er den Unparteiischen aus dem benachbarten Neuruppin mit der Leitung dieses Spiels betraute. Über die gesamte Spielzeit wurden die Luckenwalder das Gefühl nicht los, dass der ansonsten sogar Oberligaspiele leitende Referee Probleme hatte, in dieser Partie objektiv zu entscheiden.

    Anfangs hatten beide Mannschaften Probleme, mit dem holprigen Geläuf klarzukommen. Auf Luckenwalder Seite beschränkte man sich erstmal auf die Absicherung des eigenen Tores, was bei einem gefährlichen Kopfball der Gastgeber aus Nahdistanz nach Flanke vom linken Flügel beinahe schiefgegangen wäre. Aber das Leder strich knapp am linken Pfosten vorbei (11.). Mit zunehmender Spielzeit kamen die Gäste aber besser ins Spiel. Einen Freistoß Steffen Grunerts konnte Schwarz-Rot-Keeper Holger Müller in toller Manier um den Pfosten lenken. Auch beim Kopfball Sebastian Gerickes nach der anschließenden Ecke sicherte der Schlussmann seiner Mannschaft mit sehr guter Reaktion hinten die Null.

    Lediglich noch einmal mussten die Gäste die Luft anhalten, als Alexander Sieg, der im defensiven Mittelfeld das Fehlen Pascal Piecuchs nicht ganz kompensieren konnte, einen Freistoß der Schwarz-Roten unglücklich abfälschte. So tauchten die Neustädter völlig frei auf halbrechts vor FSV-Torhüter Andreas Klettke auf. Doch der Luckenwalder Schlussmann verkürzte geschickt den Winkel und vereitelte ebenfalls diese gute Möglichkeit des Kontrahenten (19.). In der 30. Minute schien dann wirklich die Luckenwalder Führung fällig zu sein. Andre Lorenz hatte sich auf halbrechts gegen seinen Kontrahenten und auch den Neustädter Keeper durchgesetzt und schließlich mit letztem Einsatz vor einem weiteren heraneilenden Schwarz-Rot-Akteur den Ball ins Tor gespitzelt. Zur Überraschung aller wollte aber Schieri Stolzenburg bei dieser Aktion ein Foulspiel von Andre Lorenz erkannt haben. So ging es halt mit einem torlosen Remis in die Pause.

    Kurz nach dem Seitenwechsel gelang den Andrich-Schützlingen mit Unterstützung der Neustädter aber schließlich doch die Führung. Steffen Grunert hatte einen Freistoß aus gut 30 Metern vor das gegnerische Tor geschlenzt. Neustadts Marcus Heidrich fälschte beim Abwehrversuch den Ball geringfügig ab, so dass er seinen Torhüter irritierte und das Leder schließlich im Netz landete (47.). Danach verstärkten die Gastgeber natürlich ihre Offensivbemühungen. Heraus sprangen dabei aber lediglich eine leichte optische Überlegenheit und letztlich nur zwei gute Möglichkeiten für die Platzherren. Die erste vereitelte Michael Braune, der sich nach leichten Anlaufschwierigkeiten deutlich steigerte und eine solide Defensivleistung bot. Die Neustädter hatten sich auf halbrechts geschickt durchgespielt und Braune spitzelte dem einschussbereiten Schwarz-Roten noch den Ball vom Fuß.

    Zur zweiten Torchance verhalf den Gastgeber wieder Schieri Stolzenburg. Nach einem Eckball der Neustädter kam es zu einem ganz normalen Kopfballduell. Dass Stolzenburg dabei ein Foulspiel erkannt haben wollte und auf Strafstoß entschied, empfanden selbst die meisten Neustädter als Geschenk. Schwarz-Rot-Spielführer Andreas Elgert ließ sich diese unverhoffte Ausgleichschance nicht entgehen und vollendete sicher zum 1:1 ((70.). Doch die Luckenwalder haben gegenwärtig offensichtlich genug Selbstbewusstsein um in derartigen Situationen die richtige Antwort zu geben. Bereits in der 72. Minute zirkelte Steffen Grunert einen Freistoß weit auf den zweiten Pfosten. Die Neustädter erstarrten im Glauben, der Ball ginge ins Toraus. Doch Andreas Toth köpfte das Leder zurück vor das Tor der Gastgeber, wo Markus Müller goldrichtig stand und aus Nahdistanz einschob – 1:2. Die Einwechslung des jungen talentierten FSV-Nachwuchsspielers, der am vergangenen Samstag (03.03.) seinen 19. Geburtstag feierte und der sein Formtief aus dem Herbst scheinbar gut überwunden hat, machte sich im Nachhinein sehr bezahlt. Es war schon beeindruckend, wie gut er den Ball sicherte und sich laufstark immer wieder gut in Szene setzte. Nicht ganz zufällig war es auch Markus Müller, der sich zunächst an der Mittellinie gegen mehrere Neustädter durchsetzte und dann Tilo Lindner, dem dieses Mal nicht soviel gelang wie vor einer Woche gegen Guben, präzise in den Lauf spielte, so dass der ungehindert auf Keeper Müller zulaufen und schließlich das verdiente 1:3 besorgen konnte (88.)

    Fünf Minuten zuvor hatte bereits Martin Mlynikowski die Möglichkeit, ebenfalls frei auf den Neustädter Schlussmann zulaufend, den Sack zuzumachen. Doch er spielte den Ball nicht quer auf den mitgelaufenen Steffen Grunert und entschied sich für den direkten Abschluss. Da er das Tor deutlich verfehlte, musste er später natürlich die Kritik des FSV-Routiniers hinnehmen. Grunert meinte hinterher: „Wenn wir zu diesem Zeitpunkt, wo wir nur 2:1 führen, noch den zweiten Gegentreffer hinnehmen müssen, gucken wir alle ganz schön dumm aus der Wäsche. Das musste ich ihm schon sagen.“ Nach dem 14. Saisontreffer Tilo Lindners war dieses Thema aber abgehakt.

    Die Luckenwalder haben somit im dritten Rückrundenspiel den dritten Sieg errungen, und das bei einem Torverhältnis von 11:1-Toren. Damit ist die Andrich-Truppe gegenwärtig die erfolgreichste Mannschaft der Rückrunde. Dennoch bleibt zunächst das erste Ziel der Luckenwalder, den Abstand zu den Abstiegsrängen weiter zu vergrößern. Und der beträgt momentan zum Tabellenvierzehnten Eintracht Ortrand neun Punkte und einen ‚Zusatzpunkt’ auf Grund des sehr guten Torverhältnisses (31:18).

    Optik-Trainer Ingo-Kahlisch, der mit Tabellenführer Rathenow am kommenden Samstag seine Visitenkarte am Baruther Tor abgibt, dürfte die jüngsten Erfolge des FSV 63 mit Interesse verfolgt haben und den Luckenwaldern durchaus mit Respekt begegnen. Trotz leicht gedämpftem Optimismus im FSV-Lager gelten die Rathenower aber natürlich als klarer Favorit. Die Vorzeichen stehen also gut vor diesem Spitzenspiel des 19. Spieltages, zu dem die Gastgeber natürlich auf lautstarke Unterstützung am Baruther Tor hoffen.

    Für den FSV 63 spielten: A.Klettke, G.Entrich, M.Hörster, M.Braune, M.Lorenz (V, ab 67. M.Müller), S.Gericke, A.Sieg (ab 62. S.Krenz), A.Toth, St.Grunert, T.Lindner, A.Lorenz (ab 79. M.Mlynikowski)

    Fred Krüger

    Geschrieben von:  Systema

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