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Kennst du den Platz, wo die Sonne stets lacht? - Chemie und seine Fans, Band 2 - ein besonderes Kapitel Ostfußball
Die 524 Seiten starke Fortsetzung über die Fankultur eines der populärsten und am fanatischsten verehrten Fußballclubs der ehemaligen DDR.
  • Hertha BSC, 13. September 2017

     
    Fanhilfe kritisiert Polizeieinsatz nach dem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen

    Nach Abpfiff des Bundesligaheimspiels von Hertha BSC gegen den SV Werder Bremen kam es hinter dem Gästeblock und vor dem Südtor zu massiven Übergriffen von Polizeibeamten gegenüber einzelnen Gästefans. Dabei wurden einige von ihnen teils schwer verletzt. Auslöser sollen die Pyroeinlagen der Grün-Weißen gewesen sein. Die Fanhilfe Hertha B.S.C. kritisiert im folgenden offenen Brief diesen Einsatz auf das Schärfste.

    Brutaler Polizeieinsatz muss aufgeklärt werden

    Nach dem Heimspiel von Hertha B.S.C. gegen den SV Werder Bremen spielten sich am Gästeblock und vor dem Eingang „Südtor“ unschöne Szenen ab. Hochgerüstete Polizeieinheiten griffen offensichtlich wahllos Fans des SV Werder Bremen an und verletzten diese teilweise schwer. Auslöser für das Vorgehen der Beamten soll das Abbrennen von Pyrotechnik seitens der Gäste zu Beginn des Spiels gewesen sein. Bei dieser Aktion wurde keine Person verletzt. Eine Person, die angeblich mit einer Fahnenstange im Nachgang der Aktion auf Polizisten einschlug, nahm die Polizei bereits in der Halbzeitpause fest. Während der gesamten Aktion filmte die Polizei die Fans. Als diese sich dann auf ihrem Rückweg zu den Bussen befanden, kam es zum Angriff.

    Wir als Fanhilfe Hertha B.S.C. hinterfragen offen die Recht- , genauer gesagt die Verhältnismäßigkeit, dieses Angriffs. Es ist für uns nicht ersichtlich, wo die Grundlage für die Art und Weise dieses Einsatzes liegen soll. Wenn die Polizei während des Spiels Fans identifizieren konnte, dann ist die Frage, warum diese nicht über die szenekundigen Beamten vom SV Werder Bremen angeschrieben werden können, um ein mögliches Strafverfahren einzuleiten. Wenn wiederum keine Personen bis dato identifiziert werden konnten, fragen wir uns, wie dies mit Hilfe eines Angriffs auf ungeschützte Personen, unter denen sich mehrere Minderjährige befanden, erfolgen soll. Zumal die Orte der Angriffe voll mit abreisenden Fans waren. Nur durch viel Glück konnte trotz des blinden Aktionismus der Polizeiführer eine Panik vermieden werden.

    Wie man es auch dreht und wendet, es drängt sich für uns der Eindruck auf, das die Berliner Polizei wieder einmal Härte beweisen wollte, ohne auch nur im Ansatz begangene Straftaten aufklären, sondern im Gegenteil neue Straftaten provozieren zu wollen. Dies wäre kein Novum, denn in den letzten Jahren wurden in Berlin gerade die Fans vom FC Bayern München häufig Opfer von Polizeigewalt. Durch solche Angriffe versucht die Berliner Polizei ein künstliches Horrorszenario angeblich zunehmender Fangewalt aufrechtzuerhalten, um damit weitere Polizeieinsätze zu rechtfertigen.

    Wir fordern eine schonungslose Aufklärung des Polizeieinsatzes vom 10.09.2017 und die vorläufige Suspendierung des zuständigen Einsatzleiters. Alle Gästefans möchten wir hiermit auf die enorme Gewaltbereitschaft der Berliner Polizei hinweisen. Lasst euch daher nicht unnötig provozieren und nehmt sicherheitshalber einen Rechtsanwalt mit! Polizeiliches Fehlverhalten muss konsequent angezeigt und verfolgt werden!

    Fanhilfe Hertha B.S.C.


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    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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