FSV Budissa Bautzen, 28. Februar 2010
Der FSV Budissa Bautzen bleibt weiter in der Erfolgsspur, auch der FSV Zwickau konnte die Hoßmang-Schützlinge nicht aufhalten. Der 3:0 (3:0)-Sieg stand schon frühzeitig fest und geriet nie in Gefahr.
Dass das Spiel überhaupt stattfinden konnte, war vor allem der Stadt Bautzen und BBB-Umwelt zu verdanken, am Sonntag zuvor lagen noch 15 Zentimeter Schnee auf der Müllerwiese. Der Einsatz hatte sich gelohnt, der Platz war in einem guten Zustand. Der FSV Zwickau, der derzeit um seine Existenz kämpft, spielte unbeeindruckt auf und kam durch Bazan zu seiner ersten Möglichkeit (5.). Es entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie ohne große Höhepunkte, beide Mannschaften neutralisierten sich lange. Einziger Aufreger war ein Foul Troschkes an Sentivan im Zwickauer Strafraum. Budissas Kapitän Fröhlich verwandelten den fälligen Strafstoß zur 1:0-Führung. Das Spiel zog sich hin, beiden gelang wenig, Chancen waren kaum zu sehen. Lediglich bei Freistößen von Jazwinski kam so etwas wie Torgefahr auf, sein Versuch in der 16. Minute war der beste, Bautzens Katzwinkel mußte sich mächtig strecken. Erst nach einer halben Stunde kam mehr Bewegung in die Partie, eine Freistoß Töppels kratzte Gommert aus dem Eck (35.). Nach der sich anschließenden Ecke wandte sich Krohmer um seinen Gegenspieler, bei seiner Eingabe brauchte Neuzugang Marrack aus kürzester Entfernung nur noch den Fuß hinzuhalten, und der Gastgeber führte plötzlich mit 2:0. Kurz darauf der vielleicht schönste Angriff des Spiels. Über Krohmer, Töppel, Wochnik und Fröhlich gelangt der Ball zu Wolf. In dessen Kopfball wirft sich Baumann und lenkt die Kugel unhaltbar für seinen Torwart in den eigenen Kasten. Durch diesen Doppelschlag war die Vorentscheidung frühzeitig gefallen. Mit dem Halbzeitpfiff dann fast sogar noch das 4:0. Fröhlich, allein durch, wollte wohl seinem Mannschaftskamerad Marrack einen weiteren Treffer zum Geburtstag schenken, doch Gommert hatte den Braten gerochen. So war die Führung der Gastgeber zur Halbzeit verdient, wenn auch viel zu hoch.
Auch in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel kaum besser, Chancen blieben Mangelware. Jazwinski versuchte sich wieder mit Freistößen, die einzigen ernsthaften Annäherungsversuche Zwickaus in Richtung Bautzener Tor. Sein 25-Meter-Schuß in der 64. Minute wäre ein Tor wert gewesen. Neben dem Mittelfeldspieler konnte noch Shubitidze mit seiner Übersicht auf Zwickauer Seite gefallen, von Helbig war gar nichts zu sehen. Die Westsachsen spielten gefällig, aber viel zu harmlos. Budissa beschränkte sich auf das nötigste, verwaltete das Resultat. Nach Wölfels Fehler und Marracks Paß auf Krohmer hatte dieser das 4:0 auf dem Fuß, das einzige Mal, daß die Zuschauer den Torschrei in der zweiten Hälfte auf den Lippen hatten (56.). So plätscherte die Begegnung dem Ende entgegen.
Mit diesem Sieg konnte Budissa den zweiten Platz festigen, sechs Punkte aus zwei Rückrundenspielen machen Lust auf mehr. Zwickau ließ sich nie hängen, lobenswert, bedenkt man die Umstände, unter denen die Mannschaft aufgelaufen ist.
FSV Budissa Bautzen: Katzwinkel – Fröhlich, van Kolck, Schenk, Töppel – Bachmann, Wolf – Wochnik (81. Helcelet), Sentivan, Krohmer (69. Maiwald) – Marrack
FSV Zwickau: Gommert – Gillert, Baumann, Trehkopf, Lietz – Troschke, Jazwinski, Wölfel, Shubitidze – Helbig, Bazan (86. Papkalla)
Schiedsrichter: Anja Kunick (Leipzig)
Gelbe Karten: Bachmann, Krohmer, Maiwald – Trehkopf, Baumann, Wölfel, Lietz, Helbig
Zuschauer: 590
Ecken: 3:1 (2:1)
Tore: 1:0 Fröhlich (13. Foulelfmeter), 2:0 Marrack (36.), 3:0 Baumann (39./Eigentor)
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Geschrieben von: ejensen
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