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  • 1. FC Lokomotive Leipzig, 29. September 2009

    Frauen mit bitterer Heimniederlage und weiterhin Null Punkten


    Von:  Frauenfanclub

    2. Frauen-Bundesliga
    Staffel-Nord
    2. Spieltag, Saison 2009/2010
    Sonntag, 27.09.2009, Anstoß 11:00 Uhr
    1. FC Lokomotive Leipzig – FFC Oldesloe 2000 1:2 (1:0)

    Was hätte dies für ein super Fußball-Sonntag im Leipziger Bruno-Plache-Stadion werden können. Gleich drei Spiele der Mädchen- und Frauenmannschaften standen auf dem Programm, dazu strahlend blauer Himmel und fast sommerliche Temperaturen. Bereits 9:00 Uhr bzw. ein paar Minuten später, da wieder einmal kein Schiedsrichter zum Spiel erschienen war, wie bereits am Vortag bei den C-Juniorinnen, wurde die Partie der D-Juniorinnen gegen Post SV Leipzig II angepfiffen. Man gewann 4:2, ist damit nach dem sechsten Spiel immer noch ungeschlagen und belegt den dritten Tabellenplatz. Gegen 11:05 Uhr gab es den nächsten Grund zum Jubeln. Die Bundesligapartie des 2. Spieltages zwischen Lok Leipzig und Oldesloe lief gut fünf Minuten, da konnte die Leipziger Stürmerin Skupinova einen vom Pfosten ins Feld zurückgesprungenen Ball, nach Schuss von Anja Fleischer, im Oldesloer Tor unterbringen und brachte so ihre Mannschaft in Führung. Ausgelassene Freude auf dem Rasen und den Rängen, keiner erinnerte sich mehr an das Ergebnis der Vorwoche gegen Herford und diese frühe Führung sollte doch mehr als Sicherheit bringen. Die Leipzigerinnen spielten auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit sehr konzentriert weiter und bis auf einen Distanzschuss, den die Leipziger Torhüterin Sandra Schumann mit einer tollen Parade über die Querlatte lenkte, war von Oldesloer Seite nichts zählbares zu sehen. Leipzig selbst hätte die Überlegenheit in der ersten Halbzeit in weitere Tore ummünzen müssen, nur wurde das eigene Spiel einfach immer komplizierter gestaltet, je näher man dem gegnerischen Strafraum kam. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte standen die Leipzigerinnen noch präsenter auf dem Spielfeld und man hätte nicht erwartet, was dann zwischen der 60. und 67. Minute passieren sollte. Unerklärlicher Weise war plötzlich die taktische Zuordnung nicht mehr wie zuvor vorhanden. Man stand von der Gegenspielerin stets einen Schritt zu weit weg und hatte im Mittelfeld kaum noch Ballbesitz. Was bis dahin sehr gut gelungen war, teilweise durch Deckung von zwei Abwehrspielerinnen, die Oldesloerin Gaitana Lippert aus dem Spiel zu nehmen, funktionierte nicht mehr. Ein Ballverlust der Leipzigerinnen in der gegnerischen Hälfte wurde von Oldesloe blitzschnell zu einem Konter genutzt und in einer 1:1-Situation setze sich Gaitana Lippert an der linken Außenseite durch, passte in den Leipziger Strafraum, eine Leipziger Abwehrspielerin stand zwar noch im Strafraum aber nicht bei der mitgelaufenen Liva Zunker und diese hatte keine Mühe den Ball zum Ausgleich im Leipziger Tor unter zu bringen. Machte bereits beim letzten Spiel beider Mannschaften in Leipzig eine Gaitana Lippert den Unterscheid aus, so war es auch an diesem Sonntag. Nur sieben Minuten später ergab sich eine 4 gegen 2 Situation im Leipziger Strafraum, aber die Leipziger Abwehr vermochte es nicht den Ball zu erobern und die Gäste hatten das Spiel gedreht. Was schon in der ersten Hälfte einige Male vorkam, sollte auch dann dazu führen, dass den Leipzigerinnen der noch erzielte Ausgleichstreffer nicht gegeben worden ist. Die Oldesloer Torfrau hatte bei fast jedem hohen Ball die Schwierigkeit den Ball zu kontrollieren oder festzuhalten. Jede sich daraus ergebende Situation wurde von der Berliner Schiedsrichterin Turac aber wegen angeblicher Behinderung der Torfrau abgepfiffen. Dabei waren es zum Teil die eigenen Abwehrspielerinnen, die, wenn überhaupt eine Behinderung vorlag, ihre eigene Torfrau bedrängten. Selbst der zum Thema Schiedsrichterleistungen sonst so zurückhaltende Leipziger Trainer Sven Thoß konnte im anschließenden Interview seinen Unmut zur heutigen Schiedsrichterleistung nicht verbergen. Die Leipzigerinnen hatten bis zum Spielende weitere Möglichkeiten den Ausgleich doch noch zu erzielen, nur wollte der Ball einfach den Weg ins Tor nicht finden. So bleibt eine bittere Heimniederlage, die es so nicht hätte geben müssen.
    Dennoch verbesserte man sich in der Tabelle vom geteilten Platz 11 auf Platz 10. Sicherlich ein schwacher Trost, dass dies durch hohe Niederlagen von Wattenscheid und Gütersloh möglich war.
    Am nächsten Sonntag steht ein Auswärtsspiel bei der Zweiten vom Hamburger SV auf dem Programm.
    Das nächste Heimspiel der Lok-Frauen findet bereits am Freitag, den 09.10.09, statt. Anstoß ist 19:30 Uhr und zu Gast, zu einem Flutlichtspiel im Bruno-Plache-Stadion, ist die Mannschaft von Blau Weiß Hohen-Neuendorf.
    Im Anschluss gewann die Zweite Frauen-Mannschaft von Lok Leipzig ihr Heimspiel in der Landesliga Sachsen gegen Post SV Leipzig mit 6:1 und belegen, nach bisher vier Spielen ohne Niederlage, den zweiten Tabellenplatz.

    1.FC Lok: Schumann, Nauesse, Krengel, Aulrich, Möttig (60. Markova), Thieme, Heller, Nyembo (60. Wutzler), Fleischer, Skupinova, L. Schneider (78. Greulich)

    Oldesloe: Wiener, Herrmann, Hildebrandt, Koop, Storm, Grube, Wenzel, Kucharski (42. von Appen), Engel (90. Jacobi), Lippert, Zunker (85. Bauer)

    Tore:
    1:0 Skupinova ( 5.)
    1:1 Zunker (60.)
    1:2 Lippert (67.)

    Zuschauer: 173

    (Text, Bild, Video - 1. Fanclub Leipziger Frauenfußball - www.loksche.com )

    Geschrieben von:  Frauenfanclub

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