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  • 1. FC Lokomotive Leipzig, 27. Oktober 2009

    Frauen mit zweimal drei Toren Führung und dennoch mit Heimniederlage


    Von:  Frauenfanclub

    2. Frauen-Bundesliga
    Staffel-Nord
    6. Spieltag, Saison 2009/2010
    Sonntag, 25.10.2009, Anstoß 11:00 Uhr
    1. FC Lokomotive Leipzig – Holstein Kiel 4:5 (3:1)

    Tore sind ja bekanntlich die Würze, die ein Fußballspiel erst so richtig interessant macht. Der Hauptplatz des Leipziger Bruno-Plache-Stadions erlebte am gestrigen Sonntag gleich zehn 10 Stück davon. Dennoch verließen bei den zwei stattgefundenen Partien die Leipziger Fans traurig und mit hängenden Köpfen das Stadion und jubeln durften an diesem Tag immer nur die Gäste. Bereits 11 Uhr erfolgte der Anstoß zur ersten Partie des Tages. Die „Holstein Woman“ des Kieler S.V. Holstein von 1900 waren zu Gast in Leipzig beim 6. Punktspieltag der 2. Frauen-Bundesliga. Eine Lokomotive braucht normalerweise ein wenig Zeit um volle Fahrt aufzunehmen, so aber nicht die Frauen von Leipzig. In den ersten beiden Spielminuten setzte sich Leipzigs Franziska Thieme zweimal toll in Szene und aus diesen Aktionen wäre die Führung schon möglich gewesen. Nur eine Minute später gab es bereits den zweiten Eckball der Partie für Leipzig, den die Kieler Abwehr nur unzureichend klären konnte. Die danach hoch in den Strafraum geschlagene Flanke von Anne Heller kann Safi Nyembo mit dem Kopf verlängern und der Ball rollte an der bereits am Boden liegenden Kieler Torfrau wie in Zeitlupe über die Linie. Die Leipzigerinnen halten nachfolgend den Druck in Richtung Gästetor aufrecht. Dabei sind besonders Franziska Thieme und Anne Heller zu nennen, die die Bälle im Mittelfeld sicherten und stets den Zug in Richtung Tor des Gegners in Gang setzten. So blieben weitere Chancen für Leipzig nicht aus. In der 15 Minute kam Michaela Markova am Elfmeterpunkt frei zum Schuss, verzog aber über die Querlatte. Nur zwei Minuten später überläuft sie ihre Gegenspielerin, doch die Kieler Torfrau, Victoria Bendt, kann ihren Schuss parieren, wenn auch nicht festhalten. Den Abpraller bekommt Yvonne Wutzler auf den Fuß und erneut kann sich Kiels Torhüterin mit einer Glanzparade auszeichnen. Wollte, nach früher Führung, das zweite Tor wieder nicht fallen? Doch, nur drei Minuten später verwandelte Anne Heller eine tolle Kombination mit Franziska Thieme zur 2:0 Führung. Schrecksekunde dann in der 26. Minute für Leipzig. Kiel trägt einen Konter über drei Stationen vor, wird dabei von Leipzigs Abwehr nur unzureichend gestört und Kiels Nr. 10, Kati Krohn, darf den Ball an die Querlatte von Leipzigs Torfrau Sandra Schumann hämmern. Ein Leipziger Angriff in der 32. Minute hätte auch ein weiteres Tor bringen müssen. Erneut zieht Markova an ihrer Gegenspielerin vorbei in den Strafraum. Dieses Mal sucht sie nicht den direkten Abschluss, sondern legt ab auf Wutzler. Diese wird im Strafraum behindert und kommt zu Fall, aber der Elfmeterpfiff blieb aus. Waren dies in der 40. Minute gute 40 Meter Torentfernung, so schlug Leipzigs Franziska Möttig dennoch einen Freistoß von Rechts getreten hoch und weit in Richtung Kieler Tor. Deren Torfrau unterläuft den sich senkenden Ball, er knallt an den linken Innenpfosten und es steht 3:0. Was man in einem Spiel nie gebrauchen kann ist der Anschlusstreffer der Gäste kurz vor dem Halbzeitpfiff. Was in der 26. Minute noch durch die Querlatte verhindert worden war gelang Kiel in der 45. Minute. Erneuter Konter über drei Stationen, erneut ließ Leipzigs Abwehr drei Kielerinnen am eigenen Strafraum kombinieren und der Schuss von Kiels Marialiiza Kranz schlug unhaltbar für Leipzigs Torhüterin Sandra Schumann rechts oben ein. Damit aber in Halbzeit Eins noch nicht genug. Auch Leipzig konnte Konter spielen und in der zweiten Minute der Nachspielzeit hatte Wutzler das 4:1 auf dem Fuß, nur schoss sie aus drei Metern direkt in die Arme der Kieler Torfrau. Macht der Anschlusstreffer die Gäste stark, fragten sich die Fans in der Halbzeitpause am Spielfeldrand. Leipzig gab die Antwort nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff. Lysann Schneider geht mit einem herrlichen Sololauf auf der rechten Seite bis zur Strafraumgrenze, flankt über die Kieler Abwehr, Nyembo legt ab auf Heller und deren Schuss landet dort, wie zuvor der Kiel der Anschlusstreffer gelang. Drei-Tore-Abstand wieder hergestellt. Waren dies die bisherigen Fakten des Spiels, so fällt es einem als Fan auch nach einem Tag Rückbesinnung weiterhin schwer mehr wie Fakten zu benennen, denn die Emotionen sind immer noch nicht geordnet. Vor allem zu dem was dann passierte. Auf Leipzigs Seite hatte Markova noch zwei weitere Torchancen (insgesamt Nr. 4 und 5 im Spiel) und was Möttig in der 40. Minute gelang, in der 87. Minute knallte, nach einem Freistoß aus 35 Metern, der Ball nur an die Querlatte, von dort zurück ins Spielfeld und keine Leipziger Spielerin konnte den zurückspringenden Ball zum Torerfolg verwerten. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber Kiel aus einem 4:1 bereits ein 4:5 gemacht. In der 60., 63., 67 und 84. Minute war es Christina Krause, die das Spiel aus Kieler Sicht gedreht hatte. Erklärungen wie es dazu kommen konnte waren bisher nicht zu hören oder zu lesen, außer, dass eben im Fußball alles möglich ist und selbst kann man sie auch nicht liefern. Dennoch konnten die Leipzigerinnen den fünften Tabellenplatz behaupten, da im Duell der Verfolger Gütersloh Oldesloe bezwang. Magdeburg, vor und nach dem Spieltag vor Leipzig, spielte Unentschieden gegen die Zweite vom HSV. Somit ist das Mittefeld der Tabelle aber noch weiter zusammen gerückt und einen weiteren Ausrutscher darf man sich nicht erlauben, denn zwischen Platz Fünf und Neun sind nur drei Punkte Unterschied. Schwierig genug wird dies schon am nächsten Sonntag werden. Dann ist die SV Victoria Gersten zu Gast im Bruno-Plache-Stadion. War bisher immer die Rede von der tollen Saisonleistung des Magdeburger FFC, so darf man und muss man fragen was in Gersten gemacht worden ist. Die Mannschaft hatte nach dem Ende der letzten Saison viele Abgänge und nur vier Neuzugänge zu verzeichnen und rangiert dennoch derzeit auf Tabellenplatz Drei, punktgleich mit Turbine Potsdam II und bezwangen am letzten Spieltag daheim Werder Bremen mit 4:0. An der Fanunterstützung wird es den Leipzigerinnen sicherlich nicht mangeln, wenn am kommenden Sonntag, 11 Uhr, zu dieser Partie angepfiffen wird.
    Bereist einen Tag zuvor spielen die Verfolger HSV II und Gütersloh gegeneinander. Zwar kennt man dann dieses Ergebnis, aber es sollte zweitrangig sein. Selbst muss man sehen, dass dies, was zweifelsohne spielerisch sich entwickelt hat, auch über 90 Minuten einmal gezeigt werden kann. Ein Dank geht an dieser Stelle an den Lok-Live Ticker und an LOKruf, die es ermöglicht haben, dass alle nicht im Stadion sein könnenden, dennoch in Wort und Schrift haben das Spiel der Frauen verfolgen können.
    Die im Stadion Gebliebenen musste dann noch Tor Nr. 10 zur Kenntnis nehmen. Germania Halberstadt besiegte in einer spielerisch schwachen Oberliga-Partie die Mannschaft von Lok Leipzig mit 1:0.

    1.FC Lok: Schumann, Nauesse, Krengel, Aulrich, Möttig, Thieme, Heller, Markova (76. Skupinova), Nyembo, Schneider (81. Greulich), Wutzler (67. Rademacher)
    Holstein Kiel: Bendt, Rinast, Schildt, Pulkis, Wölki (28. Kranz), Pashley, Krohn, Pank, Schrum, Bannas, Krause
    Tore: 1:0 Nyembo (3.) / 2:0 Heller (18.) / 3:0 Möttig (40.) 4:1 Heller (47.)
    3:1 Kranz (45.) / 4:2 Krause (60.) / 4:3 Krause (63.) / 4:4 Krause (67.) / 4:5 Krause (84.).
    Gelbe Karte(n): Kiel Pank, Krohn
    Gelbrote Karte(n): Leipzig Nauesse (68. wiederholtes Foulspiel)
    Zuschauer: 300
    (Text, Bild, Video - 1. Fanclub Leipziger Frauenfußball - www.loksche.com )

    Geschrieben von:  Frauenfanclub

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