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  • FC Rot-Weiß Erfurt, 13. November 2019

     

    Gegen Aufsteiger Lichtenberg 47 ohne Chance – Trainer Thomas Brdaric soll aber vorerst bleiben


    Von:  Stephan R.T.

    Die sportliche Situation beim thüringischen Traditionsverein FC Rot-Weiß Erfurt wird immer prekärer. Nachdem zuletzt bereits das Auswärtsspiel beim FSV Union Fürstenwalde (0:3) sowie das Heimspiel gegen den VfB Germania Halberstadt (0:1) verloren gingen, konnten die Blumenstädter auch am vergangenen Wochenende keine Punkte einfahren. Der Auftritt beim Aufsteiger Lichtenberg 47 endete in einem 0:4-Desaster.

    Gastgeber kontern eiskalt

    Aufgrund von Baumaßnahmen im heimischen Hans-Zoschke-Stadion tragen die Lichtenberger derzeit ihre Heimspiele im Poststadion aus, das auch der Ligakonkurrent Berliner AK 07 für seine Heimspiele nutzt. Auf dem Moabiter Geläuf fanden sich jedoch die Mannen von L47-Trainer Uwe Lehmann von Anfang an bestens zurecht und schon nach wenigen Sekunden lag das Spielgerät im von RWE-Keeper Julian Knoll gehüteten Kasten. Wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung verwehrte jedoch Schiedsrichter Christian Allwardt die Anerkennung des Treffers. Die nervösen Gäste agierten danach zwar spielbestimmend, jedoch ohne wirklich Druck auf das Gehäuse der Lichtenberger auszuüben.

    Ganz anders die Berliner. Wenn sie an den Ball kamen, spielten sie schnell und zielstrebig auf das Tor von Knoll zu und suchten den Abschluss. Aus einer diese Situationen resultierte dann auch in der 38. Minute die Führung, als nach einem Durcheinander im RWE-Strafraum Christian Grawe mal wieder zur Stelle war, um aus etwas fünf Metern für die Lichtenberger die Führung zu erzielen. Es war bereits der fünfte Saisontreffer des Torjägers, der eigentlich in erster Linie als Vorbereiter von Stürmer Thomas Brechler fungieren soll. Vor der Pause hätte Philip Einsiedel fast noch auf 2:0 erhöht, jedoch ging dessen Kopfball knapp am langen Pfosten vorbei (44.).

    Natürlich bot die anschließende Pause auch den Zuschauern im Stadion die Möglichkeit, zwischendurch aufs Handy zu schauen und sich mit aktuellen Live-Wetten zum Spiel zu beschäftigen. Würden die Thüringer noch ausgleichen können oder werden die Lichtenberger weitere Treffer erzielen? Wer bekommt die nächste gelbe Karten, wird es einen Platzverweis geben und wer trägt sich in die Torschützenliste ein… all das sind Fragen, mit denen Interessierte mit Live-Wetten bei Sportsbet Geld verdienen können. Natürlich funktioniert dies nicht nur im Stadion, sondern auch am heimischen PC kann sich jeder bei einer warmen Tasse Tee beteiligen und von den Geschehnissen profitieren.

    In der zweiten Halbzeit folgte für RWE der Untergang

    Aber zurück zum Spiel, welches zunächst eine verbesserte Gästemannschaft zeigte. Die Erfurter spielten nach vorn, nur Druck konnten sie zu keiner Zeit entfachen. So kam es dann wie so oft. Bei den Gästen ließen die Kräfte nach und der Aufsteiger nutzte die entstehenden Räume. Wie in der 72. Minute, als ein von Gawe ausgeführter Freistoß von Sebastian Reiniger per Kopf im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden konnte. Wenig später wurde dann noch der Lichtenberger Benyas Junge-Abiol im Strafraum gelegt, den anschließenden Strafstoß verwandelte David Hollwitz (84.). Die Partie war damit natürlich entschieden und die Blumenstädter ließen die Köpfe hängen. Endgültig gedemütigt wurden die Gäste dann in der 88. Minute, als Junge-Abiol über das halbe Feld sprintete, dabei noch Lukas Novy abhängte, um abschließend das Leder an Knoll vorbei in der rechten Ecke zu versenken. Wenig später beendete der Schiedsrichter die Partie überpünktlich, worüber die Erfurter wohl kaum traurig gewesen sein dürften.

    „Wir wollten aus einer kompakten Defensive heraus agieren, haben gute Diagonalbälle gespielt und leider wieder nicht die Präzision, um vorne einen sauberen Abschluss hinzubekommen. Das ist grundsätzlich unser Problem. Da kannst du um den ganzen Brei herum reden. Wir haben in dieser Woche sehr viel mit der Mannschaft getan, sehr viel geredet, Teambuilding-Maßnahmen gemacht. Deswegen ist es für uns wieder ein sehr bitteres Ergebnis. Dem müssen wir uns stellen und werden nicht wegrennen“, erklärte ein sichtlich bedienter RWE-Trainer Thomas Brdaric auf der anschließenden Pressekonferenz.

    Trainer soll vorerst bleiben

    Trotz der erneuten Niederlage und dem Absturz auf den 15. Tabellenplatz der Regionalliga Nordost wollen die RWE-Verantwortlichen vorerst an Brdaric festhalten. Laut Geschäftsführer Michael Krannich soll es auch kein Ultimatum geben. Zudem erklärte der Coach gegenüber der Thüringer Allgemeinen, auf „keinen Fall wegrennen“ zu wollen. Dieses Statement gab er wohl auch ab, da der 44-Jährige zuletzt mit der Regionalligamannschaft von Hannover 96 in Verbindung gebracht worden war.

    Die Fans dürfen auf jeden Fall gespannt sein, was in den kommenden Tagen so alles rund um das Steigerwaldstadion passieren wird. Entscheidend dabei dürften vor allem die Ergebnisse in den anstehenden Spielen sein. Zunächst tritt RWE am kommenden Sonntag (17. November) im Landespokal beim SV Ehrenhain an. Die Partie beim Thüringenligisten wird um 13 Uhr angepfiffen und sollte für den Regionalligisten eine lösbare Aufgabe sein.

    In der Regionalliga geht es dann am 23. November weiter. Dabei wird dann ausgerechnet der Tabellenführer VSG Altglienicke im Steigerwaldstadion gastieren. Danach geht es dann am 29. November zum Tabellenzweiten Hertha BSC II sowie anschließend am 8. Dezember gegen Viktoria 89 Berlin. Weiterhin steht vor der Winterpause noch der Ostklassiker beim 1. FC Lokomotive Leipzig an (15. Dezember) an. Alles keine leichten Aufgaben und so dürfen die RWE-Anhänger gespannt sein, wer nach dem Winter auf der Trainerbank der Blumenstädter Platz nehmen wird.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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