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  • Grevesmühlener FC, 15. August 2010

    Gegen Oberligist Malchower SV teuer verkauft

    Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison hatte der Grevesmühlener FC in der ersten Runde des Landespokals den Oberligisten Malchower SV zu Gast. Die zu den stärksten Mannschaften in Mecklenburg-Vorpommern gehörenden Malchower gingen als klarer Favourit, die gastgebenden Grevesmühlener als krasser Außenseiter in die Partie.

    Bei widrigem Wetter und auf nassem Geläuf waren die Gäste aus Malchow von Beginn an um Ballbesitz und Spielkontrolle bemüht. Der GFC stand zu Beginn in der Abwehr sicher und konnte in den ersten Spielminuten ein allzu frühes Gegentor verhindern. Doch bereits in der zwölften Spielminute musste man einen Gegentreffer hinnehmen. Zunächst hielten die Gäste den Ball in aller Ruhe in den eigenen Reihen, bevor es ganz schnell ging. Nach einem Steilpass in die Nahtstelle der GFC-Abwehr, lief der MSV-Stürmer frei auf GFC-Keeper Martin Völkner zu, der den Vorzug gegenüber Hannes Sykora bekam, und diesen alt aussehen und keine Chance ließ, als er das Leder cool an ihm vorbei ins Tor schob. Vieles war beim GFC durch dieses Gegentor über den Haufen geworfen worden, wollte man doch möglichst lange die ‚Null‘ halten, um das Spiel offen zu halten. Folglich kam der Oberligist bei gelegentlichen Standards mehr oder weniger gefährlich vor das GFC-Tor. Nach einigen Minuten fingen sich die Grevesmühlener wieder und gewannen wieder mehr Zweikämpfe. Genau in dieser Phase musste der GFC einen weiteren Rückschlag hinnehmen, denn nachdem André Daniels auf dem glitschigen Boden ausrutschte, kam der MSV zu einer guten Tormöglichkeit, die sich ein Oberligist nicht entgehen lässt – 0:2 (24.). Der GFC steckte aber nicht auf und bot den Zuschauern weiterhin eine engagierte Leistung. Dies zahlte sich aus. Nachdem Steffen Trettin den Ball erkämpfte und sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzen konnte, schloss er aus zwanzig Metern mit einem wunderschönen Schlenzer unhaltbar in das rechte Dreiangel ab – der GFC war wieder im Spiel und schöpfte neuen Mut. In der Folgezeit spielte sich das Geschehen vornehmlich im Mittelfeld ab. Nach einem Ballverlust bekamen die Malchower eine Kontermöglichkeit, die sie gelassen ausspielten und somit zu einem günstigen psychologischen Zeitpunkt den Zwei-Tore-Unterschied wieder herstellen konnten (42.). Mit diesem Resultat ging es in die Kabinen.

    Nach dem Seitenwechsel war der GFC dem MSV fast ebenbürtig. Der Oberligist kam nun immer seltener zu flüssigen Kombination und gefährlichen Torraumszenen. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Grevesmühlener Grund zum Jubeln. Nachdem sich der eingewechselte Martin Haeske auf der rechten Seite stark bis zur Grundlinie durchsetzen konnte, hatte er den Blick für Jens Gagzow, der aus Nahdistanz zum 2:3-Anschlusstreffer vollendete. Der MSV fand in der restlichen Spielzeit nicht mehr zu seinem phasenweise guten Spiel des ersten Durchganges zurück. Anders der GFC, der weiterhin tapfer dagegen hielt. Martin Haeske hätte sogar den Ausgleich erzielen können, nachdem er von Felix Krüger durch einen klugen Pass in Szene gesetzt und frei auf den Malchower Keeper zulief. Doch ihm versagten die Nerven. Weitere nennenswerte Chancen ergaben sich in der folgenden Spielzeit nicht mehr, sodass sich der Favorit sich am Ende gegen eine gut spielende Mannschaft aus Grevesmühlen durchsetzen konnte.

    Der Grevesmühlener FC spielte mit: Völkner – Anderson, Daniels, Düsing, Huth – Trettin (45. Zootzky), Springer, Wigger, Gagzow (65. Krüger) – Berndt, Krause (45. Haeske)

    Torfolge: 0:1 (12.), 0:2 (24.), 1:2 Trettin (33.), 1:3 (42.), 2:3 (54.)

    Zu den Ergebnissen im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern

    Geschrieben von:  huepfer

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