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  • SV Inter Magdeburg 2003, 28. Mai 2010

    Inter lässt Coach pumpen – 4:2-Sieg gegen die WSG Cracau


    Eine Woche nach dem 5:1 bei Germania wollte der SV Inter Magdeburg Wiedergutmachung betreiben. Als Anreiz für das letzte Heimspiel der Saison erklärte Coach Memis, dass er für jedes erzielte Tor zehn Liegestütze machen würde, die Mannschaft aber als Gegenleistung für jedes kassierte Tor ebenfalls zehn Liegestütze machen müsse.

    Aber die Vorzeichen standen nicht gerade gut. Inter musste auf den Torhüter Jens Harm verzichten, der durch Steve Wille ersetzt wurde. Also ging es ohne echten Keeper und mit wieder stark rotierter Mannschaft gegen WSG Cracau, gegen die man im Hinspiel trotz klarer 3:1-Pausenführung noch 5:3 verlor.

    Inter begann etwas nervös und so kamen die Gäste zur ersten Chance des Spiels, doch Aushilfskeeper ‚Willi‘ tauchte glänzend ab und sicherte die Kugel. Das sollte die letzte große Möglichkeit für WSG für lange Zeit bleiben. Ab jetzt spielte fast nur noch Inter. Die Interisti verstanden es, bei Balleroberung auszuschwärmen und schnell auf Offensive umzuschalten. Komar und Schwericke beschäftigten die Gästeabwehr immer wieder. Nach einem Konter hätte Inter bereits früh in Führung gehen müssen. Über fünf Stationen spielte sich Inter direkt nach vorn, ehe Manuel Schärf den flachen Querpass von Stefan Borgwardt freistehend am leeren Gehäuse vorbei schob. Inter ließ sich aber von der vergebenen Chance nicht beirren und spielte weiter sicher und schnell nach vorn. Nach knapp zehn Minuten und einem schönen Angriff, setzte Komar nach kurzem Solo Schwericke ein, der keine Probleme hatte, die Kugel aus cirka sechs Metern im Netz unterzubringen. Und Memis musste zum ersten Mal runter seine Schuld von zehn Liegestützen einlösen. Inter blieb auch nach dem Treffer druckvoll. Besonders Schwericke setzte jedem Ball nach, gab im Stile von Ivica Olic keinen Ball verloren. So auch in der Situation, die zur 2:0-Führung führte. Ein eigentlich viel zu langer Pass, wird vom Verteidiger unterschätzt, der Keeper reagiert zu spät. Schwericke kommt kurz vor der Torauslinie an den Ball, passt ihn quer vor das Tor, wo dieses Mal Tobias Komar wartet und den Ball nach kleineren Problemen über die Linie drückt. Inter spielte sich in einen kleinen Rausch, vergaß aber, dass man den Ball nicht ins Tor tragen muss. Die nächste große Möglichkeit vergab Schwericke, der eine schöne Flanke von Barth frei vor dem Tor nicht einnickte. Und wie es im Fußball nun mal kommt, wenn man seine Möglichkeiten vorne nicht nutzt – fängt man sich hinten selbst einen Treffer. Nach einem Foul etwa 25 Meter vor dem eigenen Kasten, verwandelte Cracau den anstehenden Freistoß direkt zum 2:1. Inter verlor etwas den Faden, blieb aber trotzdem die spielbestimmende Mannschaft, allerdings ohne zu glänzen. Mit dem knappen Vorsprung ging es dann in die Pause.

    Nach der Pause legte Inter wieder eine Schippe drauf und setzte die Gäste wieder mehr unter Druck. Inter kam in der Phase nach der Pause zu vielen Standardsituationen in denen sich ein persönlicher Zweikampf zwischen Tobias Komar und dem Gästekeeper entwickeln sollte. Komar immer wieder mit guten und klaren Torchancen, doch irgendwie bekam der Torhüter der WSG immer wieder seine Hände zwischen Ball und Torlinie. Langsam konnte man verzweifeln. Egal wie gut die Chance war, von irgendwo kam immer wieder ein gegnerisches Bein geflogen, dass sich in die Schussbahn warf. In der 70. Minute kam dann Horn für Barth in die Partie und sollte noch mal für frischen Wind sorgen. Horn, für seine Schnelligkeit bekannt, ließ seine Gegenspieler einfach stehen und sorgte so immer wieder für Gefahr, doch die Hereingaben konnten immer noch nicht zum Ausbau der Führung genutzt werden. Erst der bis dahin beste Cracauer (der Torwart) ermöglichte bei nassen Verhältnissen das 3:1. Horn mit einer Flanke, die dem Keeper durch die Finger rutscht und dann in das lange Eck fällt. Inter hatte wieder Blut geleckt und wollte unbedingt nachlegen. Doch wie schon in den Minuten zuvor konnten beste Möglichkeiten nicht genutzt werden, ehe Komar nach einer Ecke von Borgwardt goldrichtig stand und locker zum 4:1 einschieben konnte. In der Schlussphase wurde Inter in der Defensive etwas fahrlässig und ermöglichte so den Gegnern, zumindest das 4:2 zu erzielen. Steve Wille, mit seiner einzigen Tat in Hälfte 2, konnte einen Torschuss von halblinks noch sehenswert parieren. Beim Nachschuss aus stark abseitsverdächtiger Position war aber auch er machtlos. Kurz darauf war Schluss und Inter konnte zu Recht den dritten Sieg in der Rückrunde feiern, den man sich mit einer geschlossenen starken Mannschaftsleistung verdient hatte.

    Geschrieben von:  Blau-Schwarzer

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