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  • SV Roßbach/Verscheid, 11. Dezember 2007

     
    Interview: „Spielklasse hat sich bezüglich Tempo und Aggressivität entscheidend verändert“

    In der Oberliga Südwest sorgt der SV Roßbach/Verscheid derzeit für Aufsehen. Als Aufsteiger in sein erstes Oberliga-Jahr gestartet, liegt das Team von Trainer Stefan Krämer derzeit mit 26 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz und ist damit bester Aufsteiger. Bereits in der Saison 2005/2006 setzte sich der SVR in der Rheinlandliga durch, doch der Aufstieg wurde der damaligen SG Roßbach/Verscheid nach einem Schiedsgerichtsspruch des Verbands verweigert, da in der Oberliga keine Spielgemeinschaft spielen dürfe. Doch Spieler und Trainer gaben nicht auf und schafften im folgenden Jahr erneut Platz eins in der Rheinlandliga und dieses Mal auch den Aufstieg. die-fans sprach mit Thomas Kahler, der seit 2004 für den SVR auf Tore- und Punktejagd geht und zuletzt am vergangenen Samstag den Ausgleich zum 1:1-Endstand gegen die Reserve des 1. FC Kaiserslautern erzielte.

    Beschreibe doch bitte mal die derzeitige Situation deiner Mannschaft. Jetzt ist Winterpause, wie lautet dein Fazit nach 19 Spielen Oberliga?

    Die Mannschaft hat es glücklicherweise direkt zu Saisonbeginn geschafft, sich in der Oberliga zu behaupten. Die sechs Punkte zu Rundenbeginn gegen Pirmasens und Kaiserslautern haben dann noch für das nötige Selbstvertrauen gesorgt, das man ohne Frage in dieser Spielklasse benötigt. Dass es auch anders laufen kann zeigt das Beispiel Idar-Oberstein, die sicherlich Ihrer Spielstärke entsprechend ins obere Mittelfeld gehören. Nach dem verpatzten Saisonstart ist es nun natürlich sehr schwierig die selbst gesetzten Ziele zu verwirklichen.

    Was kann der SVR diese Saison noch erreichen? Was sind eure Ziele?

    Unser Hauptaugenmerk liegt darin, die Spielklasse zu halten. Man sollte hier die Realität nicht aus den Augen verlieren. Das wir mit den ‚Großen’ mithalten können haben wir ja bereits in der Hinrunde bewiesen. Letztendlich müssen wir weiter an unserer Konstanz arbeiten. Die Mannschaft wird jedenfalls auf dem Teppich bleiben, dafür sorgt schon unser Trainergespann Steve Krämer und Uwe van Eckeren.

    Wie ist die Saison bisher persönlich für dich gelaufen? Und was willst du für dich noch im ersten Oberligajahr mit dem SVR erreichen?

    Im Vordergrund stand und steht für mich in erster Linie verletzungs- und schmerzfrei zu spielen. Nach Kreuzbandriss, Schambeinbruch, Innenbandriss und Knorpelschaden im Knie in den letzten drei Jahren fängt man automatisch an, seine Ziele zeitnaher zu planen. Ich habe ja schon ein paar Jahre Oberliga in Eisbachtal und Engers hinter mir, die Spielklasse hat sich bezüglich Tempo und Aggressivität entscheidend zu früher verändert. Hier heißt es Schritt zu halten, denn wie so oft gewinnt nicht das technisch bessere Team, sondern die besser funktionierende Mannschaft.

    Siehst du deine sportliche Zukunft beim SVR?

    Wenn die ‚Familie’ SV Rossbach so bestehen bleibt, dann steht für mich außer Frage, wo meine aktive ‚Karriere’ endet. Da der Fußball aber ein zu schnelllebiges Geschäft ist, halte ich es nicht für sinnvoll hierüber Prognosen abzugeben. Natürlich gibt es auch Kritikpunkte - schau Dir mal unsere Trainingsmöglichkeiten an (Anmerkung der Redaktion: schlechter Zustand der Umkleideräume, zu wenig Platz zum Trainieren), da würde normalerweise jeder andere Fußballer seine Schuhe an den Nagel hängen. Der Vorstand ist nun mehr denn je gefordert auch über den Tellerrand zu schauen!

    Das letzte Spiel im Jahr 2007 ist vorbei, die Winterpause hat angefangen. Wie wird eure Vorbereitung aussehen?

    Ich habe den Vorbereitungsplan glücklicherweise noch nicht gesehen. So wie ich die Trainer kenne werden wir uns dann Mitte Januar zum Auftakt treffen und unseren Frauen dann lediglich nachts begegnen.

    Was sind denn deine fußballerischen Stärken und Schwächen?

    Meine Stärken liegen eindeutig im offensiven Zweikampf. Von der taktischen Ausrichtung der Mannschaft hat die Torsicherung jedoch Vorrang. Ich möchte dies anhand des Beispiels Kevin Kuranyi vergleichen: Der Junge erledigt auch so viele Defensivaufgaben, da fehlt ihm oft die letzte Konsequenz vor dem Tor. Letztendlich zählt doch der Erfolg der Mannschaft. Ansonsten bin ich bei 1,70 Meter Körpergröße sehr Kopfballstark.

    Du bist schon lange dabei – was waren deine Highlights in deinem Fußballerleben? Beim Spiel in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Mönchengladbach 2006 warst du ja leider verletzt.

    Tja, das wäre sicherlich das Highlight gewesen. Auf der anderen Seite konnte ich bereits fünf Meisterschaften feiern und die beiden Duelle um den Rheinlandpokal gegen die TuS aus Koblenz bleiben sicherlich auch immer in bester Erinnerung, obwohl diese verloren wurden. An erster Stelle steht jedoch die doppelte Rheinlandmeisterschaft mit dem SVR. Dass die Mannschaft nach dem für mich immer noch ungerechten Schiedsspruch durch den Verband in der Saison 2005/2006 nicht aufsteigen durfte und dann im darauf folgenden Jahr erneut den Meistertitel holte, das sucht sicherlich bundesweit nach Vergleichen.

    Weihnachten steht vor der Tür, bekanntlich eine gute Zeit für Wünsche. Was wünschst du dir für dich persönlich? Und was für deine Mannschaft?

    Ich hatte es ja bereits zu Beginn unseres Gespräches erwähnt, für mich steht die Gesundheit im Vordergrund. Und wenn dann zu meinen sechs erzielten Toren noch welche dazu kommen, darüber würde ich mich sicherlich auch nicht beschweren! Für die Mannschaft sollte die Saison so weiterlaufen wie bisher. Und für die jungen Spieler in der Mannschaft heißt es weiter geduldig zu sein und auf Ihre Chance zu warten. Fünf gute Trainingseinheiten bedeuten nicht gleichzeitig einen Platz in der Startformation. Wenn ich jedoch einen Wunsch frei hätte, dann wären dies Trainingsmöglichkeiten, die einer Fußballmannschaft würdig sind.

    Tommy, ich danke dir für das Gespräch und wünsche sowohl persönlich als auch sportlich alles Gute – und dem SVR noch eine erfolgreiche Zeit in der Oberliga mit tollen Spielen.

    Geschrieben von:  cyan

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