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  • KSV Baunatal, 05. Oktober 2016

     
    Kantersieg gegen Rot-Weiß Darmstadt 5:1

    Von:  Stephan R.T.

    Der KSV Baunatal meldet sich in der Fußball-Hessenliga nach einer kleinen Negativserie mit einem 5:1 (4:0)-Kantersieg zurück. Die Nebe-Elf hatte ihrem Gegner bereits in Halbzeit eins durch spielerische Überlegenheit früh den Stecker gezogen und verwaltete den verdienten Sieg mühelos in der zweiten Hälfte. Kritik hatte es zuvor an der kuriosen Spielansetzung gegeben: Während der Gegner spielfrei war, musste der KSV gleich zweimal innerhalb von drei Tagen ran. Doch Baunatal fand die richtige Antwort – und blieb auch in der Vorbereitung ‚cool‘.

    Lob für coole Vorbereitung

    So reagierte der KSV auf die besondere Situation mit ungewöhnlichen Maßnahmen: „Wir möchten uns ganz herzlich bei Dr. Rolf Ulrich Raetzer und Dr. Hans-Günter Schafdecker bedanken, die unsere Spieler in ihrer Privatklinik für Orthopädie noch kurz vor dem Spiel in Hochform gebracht haben“, sagte Trainer Tobias Nebe. Zudem hatten zahlreiche Spieler am Vortag der Hessenliga-Partie einen besonders coolen Ausflug unternommen: Auf Einladung der Firma HEALFORM – Die coole Therapie nutzten sie die Ganzkörperkältetherapie bei bis zu minus 160 Grad Celsius. Diese Kältetherapie hilft Sportlern bei der Regeneration und Leistungssteigerung. Der spätere Torschütze Manuel Pforr fand die Aktion so gut, dass er noch am Spieltag ein weiteres Mal in die Kältekammer ging. „Das hat mir sehr geholfen, ich war schmerzfrei und konnte somit auf dem Spielfeld eingesetzt werden. Die Ganzkörperkältetherapie in der Kältekammer ist eine coole Sache“, sagte Baunatals bester Torschütze.

    KSV Baunatal dominiert Ball und Gegner

    In der Partie selbst dominierte der KSV Baunatal dann beinahe folgerichtig Ball und Gegner. Die Mehrbelastung durch die zwei Tage zuvor in Frankfurt erlittene 1:2-Niederlage war ihnen kaum mehr anzumerken. Stattdessen zogen sie ein ruhiges und kontrolliertes Spiel auf, indem sie immer wieder über die Flügel oder durch gelungenes Kurzpassspiel gefährlich wurden.

    Bis zum ersten Treffer mussten die etwa 150 Zuschauer daher nicht lange warten: Ein genauer Pass vom defensiven Mittelfeldmann Malte Grashoff fand mit Antonio Bravo-Sanchez einen dankbaren Abnehmer. Sein gekonnter Schlenzer landete bereits in der siebenten Spielminute zum frühen 1:0 im Kasten der Gäste. Im Anschluss machten die VW-Städter weiter Druck und kamen so zu vielen Chancen. In der 17. Minute avancierte der vorherige Torschütze Bravo-Sanchez dann zum perfekten Vorlagengeber für den laufstarken Felix Schäfer, der das Spielgerät sicher zum 2:0-Zwischenstand einnetzte.

    Bereits 4:0 zur Pause

    Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass diese Partie wohl nur einen verdienten Sieger kennen würde. Und tatsächlich markierte der KSV Baunatal nach einer kurzen Leerlaufphase in der 35. Minute infolge einer Ecke von Sanchez-Bravo durch den aufgerückten Abwehrchef Mario Wolf das vorentscheidende 3:0 per Kopfballtreffer. Ein weiteres Kopfballtor erzielte dann der Gegner – allerdings auf der falschen Seite. Darmstadts Fabian Borger hatte bei einer missglückten Abwehraktion im eigenen Strafraum seinen eigenen Keeper zum 4:0-Pausenstand zugunsten des KSV Baunatal überwunden.

    Pforr trifft zum achten Mal

    Nach der Pause agierten die VW-Städter – wohl auch mit Blick auf das kommende Gastspiel des Spitzenreiters aus Dreieich – eher kräftesparend. Gefährlich blieben sie trotzdem. Trainer Tobias Nebe zeigte dafür aber großes Verständnis. „Das ist nur menschlich, dass man nach so einer hohen Führung auch mal ein bisschen nachlässt. Andererseits haben die Jungs heute über weite Strecken der Partie super konzentriert gespielt und sich den Sieg auch in dieser Höhe klar verdient“, sagte der zufriedene Trainer nach dem Abpfiff. Zuvor hatte mit Manuel Pforr erneut der „Goalgetter vom Dienst“ zugeschlagen. So freute sich der angeschlagene 28-Jährige nach erneuter Vorlage durch Bravo-Sanchez bereits über sein achtes Saisontor zum zwischenzeitlichen 5:0.

    Danach kam der KSV zu vielen weiteren Chancen etwa durch Nico Schrader (60./64.) und erneut Mario Wolf per Kopf (66.). Auch der eingewechselte Tom Samson hätte sich in die Torschützenliste eintragen können – wurde aber vom Gegner rotverdächtig gestoppt. Das ansonsten souveräne Schiedsrichter-Team um Sabine Stadler aus Fulda sah dies allerdings anders.

    Provozierender Ehrentreffer

    Gegen Ende der Partie (80.) sorgte dann der spielstarke Darmstädter Mirkan Kara mit seinem Elfmetertreffer nicht nur für den 5:1-Endstand, sondern auch für einen kleinen Eklat, weil er den an diesem Tag gut parierenden KSV-Keeper Pascal Bielert bei seinem Strafstoß mit einem provozierenden Heber überwunden hatte. Das sah sogar sein Trainer Kelvin King kritisch: „Das kann er sich sparen. Kommt einfach nicht so gut an bei den Leuten – vor allem wenn man gleichzeitig haushoch hinten liegt!“ Währenddessen richtete KSV-Coach Tobi Nebe den Blick bereits wieder nach vorn auf den nächsten Gegner. Angesprochen auf den starken Tabellenführer aus Dreieich, der am Samstag ins Parkstadion kommt, lautete seine kurze aber eindeutige Antwort: „Wir wollen gewinnen!“

    Sabrina Bodewald (printmedia-agentur.de)

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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