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  • Hallescher FC, 29. Mai 2009

    Landespokal geht nach Magdeburg

    Von:  DKF | Kommentare (0) | Weiterempfehlen

    Verkehrte Welt am Mittwochabend im Stadion Magdeburg. Im Duell der zwei großen Rivalen des Landes Sachsen-Anhalts stehen beide Fanlager nach dem Spiel geschlossen hinter ihrer Mannschaft und feiern ihre Helden. Über 3000 Hallenser applaudieren lautstark der Elf, die gerade in einem prestigeträchtigen Derby dem ärgsten Rivalen unterlegen war. Selten hat sich die abgedroschene und meist als billiges Trostpflaster gemeinte Phrase des "zweiten Siegers" so sehr bewahrheitet wie an diesem Abend beim Landespokalfinale.

    Der HFC - in neuen Pokaltrikots - trat nicht mit der zuletzt ausgelaugten Startelf vom Hertha-Spiel an. Thomas Neubert und Ronny Hebestreit rückten für Markus Müller und Thorsten Görke nach, ein folgenschwerer Schritt, wie sich später herausstellte. Gleich in der fünften Minute verlängert Hebestreit eine Flanke auf Pavel David, der volley abzieht und das Tor verfehlt. Gegenseite: Radovan Vujanovic tanzt Christian Kamalla aus, steht frei vor Darko Horvat. Doch der Serbe trifft lediglich den Außenpfosten. Die Magdeburger wirken gedanklich schneller, die Stimmung ist auf beiden Seiten finaltauglich.

    Die nächste Chance wieder durch Hebestreit! Jan Benes verlängert einen Stark-Freistoß und "Hebe" köpft völlig unbedrängt deutlich am Tor vorbei. Catalin Racanel hatte für den FCM eine gute Möglichkeit, sein Freistoß landete am Außennetz. Nach einem Abstimmungsfehler zwischen Adli Lachheb und Schlussmann Darko Horvat prallt der Torhüter in der 27.Spielminute im Luftkampf vor dem eigenen Strafraum mit Najeh Braham zusammen. Schiri Gunnar Melms pfiff überraschend Elfmeter, den Racanel eiskalt zur 1:0-Führung für den 1.FCM versenkte. Die nächste strittige Entscheidung folgte in der 42.Minute, als Hebestreit nach einem Zweikampf wegen Nachtretens des Feldes verwiesen wurde.

    Im zweiten Durchgang waren die Magdeburger um die Entscheidung bemüht. Martin Zander zwang Darko Horvat nach einer Ecke mit seinem Kopfball zu einer Glanztat. Maximillian Watzka vergab in der 68.Minute einen Hochkaräter leichtfertig, auch Najeh Braham brachte den Ball innerhalb einer Minute gleich zwei mal nicht im HFC-Tor unter. Sven Köhler wechselte unterdessen wild durch. Warf mit Markus Müller, Kevin Kittler und Maik Kunze alles nach vorne. Und Müller war es, der den unsicheren FCM-Schlussmann Christian Beer noch einmal prüfte. Doch im zweiten Nachfassen hatte Beer das Freistoßgeschoss unter sich begraben. Pavel David hatte in der 90.Minute eine letzte gute Möglichkeit für Rot-Weiß auf dem Schlappen, verfehlte aber das Tor. Radovan Vujanovic vergab innerhalb fünf Minuten seine zweite Torchance, wobei Magdeburg es Sekunden vor dem Abpfiff fertigbrachte in einer vier-auf-eins-Situation keinen Treffer zu erzielen.

    So blieb es beim knappen 1:0, womit sich der FCM nach spielerischem Übergewicht verdientermaßen die Teilnahme am DFB-Pokal sichert. Die Gäste feierten dennoch ihr Team und blicken mit viel Hoffnung auf die kommenden zwei Begegnungen. Der HFC muss gegen Wolfsburg II und VFC Plauen punkten und auf einen Kieler Patzer (gegen Leipzig&Lübeck) hoffen, um am Ende den Aufstiegstraum wahr werden zu lassen.

    HFC: Horvat - Schubert, Lachheb, Kamalla (77. Kittler), Benes - Re. Stark, David, Finke, Kanitz (82. Kunze) - Hebestreit, Neubert (64. Müller)

    FCM: Beer - Bankert, Rosin, Prest, Dragusha - Watzka, Racanel - Zander, D. Bauer - Vujanovic, Braham

    Tor: 0:1 Racanel (27./FE)
    Zuschauer: 12.988

    Geschrieben von:  DKF

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