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  • SC Fortuna Köln, 10. März 2019

     
    Last-Minute-Sieg bei den Sportfreunden Lotte

    Was für eine Dramatik vor 1.381 Zuschauern im Frimo Stadion! Der SC Fortuna Köln gewinnt durch einen Handelfmeter in der Nachspielzeit bei den Sportfreunden Lotte mit 2:1 (1:0) – und das, obwohl die Südstädter erst fünf Minuten zuvor den Ausgleich kassiert hatten.

    Trainer Tomasz Kaczmarek hatte auch bei den Sportfreunden Lotte wieder ein paar Überraschungen parat. Im Sturm rückte Anatole N’Gamukol neben Hamdi Dahmani in die Startformation. Im Mittelfeld kehrte der zuvor gelbgesperrte Maik Kegel in die Startelf zurück und in der Abwehr ersetzte Joel Abu Hanna den an Grippe erkrankten Thomas Bröker.

    Lotte erwischte den besseren Start. Maximilian Oesterhelweg verfehlte mit seinem Flachschuss in der dritten Minute allerdings das Tor der Gäste. Durchatmen bei den Südstädtern dann vier Minuten später: Nikolai Rehnen hielt einen Schuss von Toni Jovic nicht fest. Aber selbst den Nachschuss aus kurzer Distanz – wenn auch aus einer Abseitsposition – parierte er.

    In der Offensive brauchte die Fortuna einige Zeit, um ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Die erste Ecke von Kegel (14.) brachte hingegen gleich Gefahr, auch die zweite direkt im Anschluss war nicht ungefährlich. In der 28. Minute umdribbelte N’Gamukol seinen Gegenspieler mustergültig und flankte von links auf Scheu. Dessen Kopfball ging aber rechts am Kasten der Gastgeber vorbei.

    In der 33. Minute meldete sich Lotte zurück. Zunächst mit einer Kopfballchance von John Adam Straith und nur wenige Sekunden später mit einem Schuss aus kurzer Distanz von Jovic. Doch Fortuna-Keeper Rehnen hielt zweimal glänzend.

    Dann lag der Ball plötzlich im Tor der Sportfreunde. N’Gamukol hatte getroffen, doch Schiedsrichter Guido Winkmann entschied zu Recht auf Abseits. In der 43. Minute war es dann aber wirklich so weit: Nach einem Kegel-Freistoß fiel Dahmani der Ball vor den Fuß und der Kapitän schob mit rechts zum 1:0 für die Fortuna ein. Mit der Kölner Führung ging es danach in die Kabinen.

    Die Gastgeber kamen mit Wut im Bauch aus der Halbzeitpause. Doch Felix Drinkuth scheiterte mit seinem Kopfball (46.). Doch das war es zunächst mit den gefährlichen Aktionen der Gastgeber. In der 64. Minute hatte Lotte Glück, N’Gamukols Versuch eines Hebers rund zwanzig Meter vorm Tor blieb ohne Erfolg. Ein Kopfball vom eingewechselten Pintol sorgte ebenfalls für Kölner Torgefahr (76.).

    Vor allem nach Standardsituationen stand die Fortuna meist sicher. Somit wurde es nur selten brenzlig für die Südstädter.

    In der Schlussphase überschlugen sich dann plötzlich die Ereignisse: Der eingewechselte Tim Wendel sorgte nach einer Hereingabe von links mit einer Direktabnahme aus sechs Metern Torentfernung für den 1:1-Ausgleich (90.+2). Bitter für die Fortuna, die aber auch in der restlichen Nachspielzeit nicht die Köpfe hängen ließ. Wenig später gab es dann den nächsten Aufreger: Lottes Spieler Jeron Al-Hazaimeh lenkte einen 17-Meter-Freistoß von Michael Eberwein mit dem Arm ab. Der Ball landete am Torpfosten und Schiedsrichter Winkmann entschied zur Freude der Südstädter auf Handelfmeter. Nun galt es für Moritz Fritz, die Nerven zu behalten. Und die hatte er. Fortunas Nummer 23 versenkte den Ball in der letzten Minute der Nachspielzeit links halbhoch im Kasten von Steve Kroll (90.+7) – damit war der Auswärtssieg der Kölner Fortuna perfekt.

    Der SC Fortuna Köln spielte mit: Rehnen – Abu Hanna (82. Schiek), Fritz, Kyere, Ernst – Eberwein, Kegel (69. Uaferro), Brandenburger, Scheu – Dahmani, N’Gamukol (71. Pintol)

    Gelbe Karten: Kyere / Wendel, Rahn, Al-Hazaimeh
    Zuschauer: 1.381
    Tore: 0:1 Dahmani (43.), 1:1 Wendel (90.+2), 1:2 Fritz (90.+7, Handelfmeter)

    Fortuna

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    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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