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Kaperfahrten - Mit der Kogge durch stürmische See - Die Fans vom FC Hansa Rostock
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  • FC Hansa Rostock, 18. November 2020

     
    Mannschaft wieder im Training – Weiter geht es mit Liga, Pokal- und Freispielen

    Von:  Stephan R.T.

    Die Situation in Deutschland ist überall angespannt und natürlich geht die Corona-Pandemie auch am FC Hansa Rostock nicht spurlos vorbei. Zuletzt befand sich die Mannschaft des Fußball-Drittligisten in einer Arbeitsquarantäne. Dies bedeutete, dass Spieler, Trainer sowie Betreuer, die negativ auf das Virus getestet worden waren, sich in eine häusliche Quarantäne begeben mussten. Jedoch durften sie diese für die einzelnen Trainingseinheiten unterbrechen.

    Natürlich sind das keine optimalen Verhältnisse, um sich auf die anstehenden schweren Aufgaben in der dritten Liga vorzubereiten. So blieb dann zuletzt wahrscheinlich sogar mehr Zeit für Freispiele im Internet als für den Fußball. Entsprechend sind alle Vereins-Verantwortlichen nun auch froh, dass bei der letzten Testreihe sämtliche Ergebnisse negativ ausfielen. So wurde durch das Gesundheitsamt Rostock dann auch die Arbeitsquarantäne für die Spieler, Trainer und Betreuer des Vereins wieder aufgehoben und es konnte mit dem regulären Training weitergehen.

    „Nachdem uns gestern Abend durch das Labor mitgeteilt wurde, dass es keine weiteren Infektionsfälle gibt, waren wir sehr erleichtert, dass alle gesund sind und wir uns nun voll und ganz auf die Vorbereitungen für das kommende Spiele konzentrieren können. Selbstverständlich werden wir als Verein, aber auch jeder einzelne im und rund um das Team auch weiterhin streng auf die Einhaltung der allgemeinen Hygiene-Regeln und der uns selber auferlegten Maßnahmen achten, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten“, freute sich entsprechend Sport-Vorstand Martin Pieckenhagen über das Testergebnis und die Rückkehr zu etwas mehr Normalität.

    Punkteteilung beim Halleschen FC

    Mit Ablauf der Quarantäne stand für die Hanseaten dann auch gleich wieder ein schweres Auswärtsspiel auf dem Programm. Es ging am vergangenen Samstag zum Halleschen FC, wo natürlich ebenfalls wieder vor leeren Rängen gespielt wurde. Dabei übernahmen die Gäste von der Ostseeküste direkt die Kontrolle über die Partie. Gegen die verhaltenen Hallenser erspielten sie sich ein Übergewicht, ohne jedoch vor dem gegnerischen Gehäuse für Gefahr zu sorgen.


    Am vergangenen Samstag wurde in Halle wieder vor leeren Rängen gespielt.

    Mit zunehmender Spieldauer fanden dann jedoch die Hausherren in die Partie und wurden mutiger. Sie setzten erste Akzente durch Michael Eberwein (11., 18. Und 21.) und kamen in der 26. Minute sogar zur Führung durch Terrence Boyd, der nach einem Pass von Marcel Titsch-Rivero erfolgreich abschloss. Danach zog sich der HFC dann wieder zurück und überließ den Hanseaten das Spiel. So kamen die Rostocker zu besten Einschussmöglichkeiten durch Bentley Baxter (35.) sowie Pascal Breier (44.). Da diese jedoch ungenutzt blieben, ging mit dem 1:0 für die Platzherren zum Pausentee.

    Im zweiten Abschnitt wurden die Gäste immer stärker und setzten die Hallenser immer mehr unter Druck. Die HFC-Akteure liefen dabei ihren Gegenspielern fast nur noch hinterher und kassierten fast folgerichtig den Ausgleich. Nach einer Flanke von Nico Neidhart in der 51. Minute stand Korbinian Vollmann im Strafraum frei und konnte das Spielgerät per Kopf im langen Eck versenken. Danach waren weiterhin die Ostseestädter am Zug, die nun den Sack zumachen und alle drei Punkte mit an die Küste nehmen wollten. Doch es fehlte die letzte Konsequenz sowie die Konzentration vor dem Tor. So blieb es am Ende bei der Punkteteilung. Wobei der Hallenser Antonios Papadopoulos beinah noch in den Schlussminuten den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte, doch Hansa-Keeper Markus Kolke konnte seinen Fernschuss im letzten Moment klären.

    „Wir hatten im Vorfeld gesagt, dass wir hier unbedingt was mitnehmen und weiter ungeschlagen bleiben wollen. Wenn man hinten liegt, ist es immer schwierig. Aber wir sind zurückgekommen, hatten das Momentum ein Stück weit auf unserer Seite, aber eben das zweite Tor nicht nachgelegt“, war Hansa-Trainer Jens Härtel nicht vollends mit dem Ausgang der Partie zufrieden.

    DFB hat aufgefallenes Spiel neu terminiert

    Zuletzt kam es auch beim FC Hansa Rostock zu einem Corona-bedingten Spielausfall. Dies betraf das Heimspiel gegen Türkgücü München, welches eigentlich bereits am 7. November zur Austragung kommen sollte. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Partie nun neu terminiert. Demnach wird diese nun am Mittwoch, 2. Dezember im Ostseestadion zur Austragung kommen. Der Anstoß zum Verfolgerduell auf die Aufstiegsplätze der dritten Liga wird an diesem Tag um 19 Uhr erfolgen.

    Die nächste Heimpartie steht gegen die SG Dynamo Dresden an

    Weiter geht es für die Hanseaten zunächst jedoch mit dem Heimspiel gegen die SG Dynamo Dresden (21. November, 14 Uhr). Der alte Ostklassiker wird dabei natürlich auch wieder ohne Fans ausgespielt. Für beide Mannschaften wird es in diesem Duell darum gehen, den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Denn auch die Sachsen wollen nach dem Abstieg im vergangenen Sommer unbedingt wieder in die zweite Bundesliga zurückkehren. Entsprechend ist deren Ziel, möglichst viele Punkte aus Rostock zu entführen. Zuletzt hatte sich Dexter Langen, der in seiner Laufbahn für beide Vereine gekickt hat und mittlerweile seit zwei Jahren in der ‚Fußballer-Rente‘ ist, zu seiner aktiven Zeit geäußert.

    „Ich habe zu beiden Vereinen ein sehr gutes Verhältnis und erinnere mich an die jeweilige Zeit gerne zurück. Da mache ich keinen Unterschied. Es sind beides sehr große Traditionsvereine, bei denen der Fußball gelebt wird und ich finde es toll, für beide gespielt zu haben“, äußerte sich der 39-Jährige in dem erwähnten Interview diplomatisch.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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