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  • SSV Besiegdas 03 Magdeburg, 29. November 2010

    Rekordsieg gegen die Eisenbahner


    Von:  eule68

    Nach dem glanzvollen Höhepunkt der Vorwoche, als man nach einem tollen Auftritt mit einem Sieg beim MSV Börde III/I in das Stadtpokal-Viertelfinale eingezogen ist, stand nun der nächste Stadtliga-Spieltag an. Gegner war der ESV Lok Südost, der tief in der Tabelle zu finden ist und bisher eine schlechte Saison spielt. Personell standen Trainer Machill 13 Spieler zur Verfügung und er entschied sich, die Formation des Pokalsieges zu belohnen und so auslaufen zu lassen wie in der Vorwoche. Da Martin Hummelt heute abwesend war, übernahm Florian Römer den Part im rechten Mittelfeld.

    Das Spiel bot zunächst keine Höhepunkte. Es fiel auf, dass der Gast früh störte und versuchte, den Spielfluss der Hausherren zu stören. Das machten sie gut und Besiegdas tat sich schwer, ins Spiel zu finden. In dieser Startphase wirkten die Gäste etwas stärker, wobei kein Team sich eindeutige Chancen erarbeiten konnte. Die erste richtige Chance leitete Alexander Dittmann ein, der den sich aus der Gefahrenzone bewegenden Ball nach einem Besiegdas-Eckstoß mit dem Oberarm mitnahm, was völlig unnötig war. Schiedsrichter Winkler entschied – zu Recht – auf Elfmeter. Ronny Lux zielte gut und traf, obwohl Torhüter Redner in der Ecke war. Die nächste Chance hatte wieder Lux, der die gute Vorarbeit des dynamischen ‚Maddin‘ Werner nicht in ein Tor ummünzen konnte, als er mit der Eingabe von rechts per Direktablage aus zwölf Metern den Torhüter prüfte. Vier Minuten später trudelte der Ball nach einer Schröter-Eingabe von rechts und einer Abwehr eines LSO-Verteidigers ganz knapp am LSO-Gehäuse vorbei. Wiederum vier Minuten danach hatten sich den Hausherren in Person von Mike Schröter einen Freistoß aus ca. 40 Metern in halbrechter Position. Der Ball setzte zentral vor dem Torhüter auf – der freie Bahn zum Ball hatte – und rutschte diesem durch die Beine: 2:0. Inzwischen war Besiegdas etwas präsenter geworden, hatten die Gäste etwas nachgelassen. Dennoch war die Zwei-Tore-Führung etwas schmeichelhaft, denn ein gutes Spiel mit zwingenden Chancen hatten die Fans vom Aufsteiger bisher nicht gesehen.

    Die zweite Hälfte begann mit einem Oeynhausen-Schuss, der leider zu zentral platziert war und vom Torhüter abgewehrt werden konnte. In der 52. Minute dann die beste Chance für die Gäste, als ein toller Kobylka-Schuss aus zwanzig Metern exakt ins Toreck gepasst hätte. Besiegdas-Keeper Moser hielt jedoch in toller Manier und sorgte für die Weiterführung seiner Zu-Null-Serie. Anschließen konnte Daniel Naumann mit zwei Schüssen für Gefahr sorgen, die beide knapp das Tor verfehlten. Nach genau einer Stunde kam Kapitän Kahl dem Tor schon näher, doch traf er nach einer Schröter-Ecke mit dem Fuß nur die Latte. Kurz danach wurde der Ball führende ‚Wiesel‘ Oeynhausen nach dem ‚Betreten‘ des Strafraumes regelwidrig gestoppt und es gab den zweiten Strafstoß dieses Spieles. Schütze und Torhüter entschieden sich beide für die gleiche Ecke, es war auch noch knapper, doch konnte Redner das Spielgerät nur ins Tor abklatschen. Jetzt wurde es nach und nach immer leichter für Besiegdas, denn die Gäste gaben sich immer mehr auf. Das vierte Tor erzielte Ralf Amende nach guter Lux-Vorarbeit. Mike Schröter startete nach 73 Minuten ein Slalom-Solo durch die LSO-Hälfte, dessen Krönung jedoch vom Keeper vereitelt wurde. Der eingewechselte Thiede scheiterte in der 74. Minute noch mit einem Schuss aus zehn Metern, fünf Minuten später machte er es besser, als er mit dem Ball auf das Tor zulief und den Ball über den heraus laufenden Keeper hob – das fünfte Tor. In den letzten zehn Minuten hätten noch einige Tore fallen können, die Gäste hatten sich aufgegeben. Lux scheiterte mit zwei Schüssen und Hummelt mit einem Kopfball. Matze Kahl köpfte an die Latte, und das dickste Ding vergab ‚Wiesel‘, als er nach einer perfekten Kahl-Eingabe aus zwei Metern den aufspringenden Ball über die Latte jagte. Diesen Erfolg heute hätte ihm jeder Besiegdas-Sympathisant gegönnt, denn ‚Wiesel‘ wirkte heute als ein Spieler der ersten Stunde und inzwischen verdienter Funktionär im Vorstand sowie als Frauentrainer zum vorerst letzten Mal in der grün-gelben Kluft mit, da er beruflich nach Dublin wechselt. Das tolle an diesem Spiel war, dass er eine zweite große Chance erhielt und diese in seinem 112. Spiel für sein 37. Tor nutzte. Der Jubel war riesig, sowohl auf dem Platz – wo alle Spieler dem Schützen gratulieren wollten und auch der Torhüter in den gegnerischen Strafraum lief – als auch an der Bande. Ein toller Abschluss eines mäßigen Spiels, in dem der immer schwächer werdende Gegner dafür sorgte, dass wir unseren bisher höchsten Stadtliga-Sieg feiern konnten.

    Fazit: Auch ohne überheblich sein zu wollen, ließ die Ausgangslage nichts Anderes als einen Sieg zu. Dass es dann zunächst so schwer und zum Schluss so leicht sein würde bzw. mit so einem hohen Ergebnis enden würde, konnte niemand erahnen. Es war, trotz des klaren Ergebnisses, eine Menge Sand im Getriebe und dass es besser geht, hat das Team bisher schon oft gezeigt.

    Aussicht: Nun gilt es, die Konzentration auf das letztes Punktspiel gegen den BSV 93 zu richten. Hoffen wir, dass das Wetter das Fußball spielen ermöglicht und dass wir unser Guthabenkonto um drei weitere Zähler aufstocken können.

    SSV Besiegdas 03 Magdeburg: Moser – Jünemann, Kahl, Werner, Oeynhausen, Römer, Marcus Hummelt, Naumann (61. Thiede), Amende (81. Garz), Schröter, Lux

    ESV Lök Südost: Redner – Cebulla, Voigt, Buße, Gerasch, Alexander Dittmann, Thiele, Kobylka, Hanke, Lenk (70. Schild), Jan Dittmann

    Schiedsrichter: Steve Winkler
    Assistenten: Henry Glaue, Axel Bänsch
    Gelbe Karten: Oeynhausen, Naumann / A. Dittmann, Kobylka

    Zuschauer: 44
    Tore: 1:0 Lux (24./HE), 2:0 Schröter (38.), 3:0 Lux (62./FE), 4:0 Amende (69.), 5:0 Thiede (79.), 6:0 Oeynhausen (88.)

    Geschrieben von:  eule68

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