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  • KSV Baunatal, 10. April 2017

     
    Schlechte Chancenausbeute führt zu Heimpleite gegen die SG Rot-Weiß Frankfurt

    Von:  Stephan R.T.

    Die SG Rot-Weiß Frankfurt war beim Fußball-Hessenliga-Gastspiel im Baunataler Parkstadion der erwartet starke Gegner. Am Ende gewann der Aufstiegsaspirant klar mit 3:1 gegen eine über weite Strecken gleichwertige Baunataler Heimelf, die letztlich an ihrer schlechten Chancenverwertung scheiterte.

    Schon zu Beginn der Partie zeichnete sich eine leichte Überlegenheit der Gäste aus Frankfurt ab, die in den ersten Spielminuten durch Christian Pospischil (2. Minute) und durch Varol Algoez (10. Minute) für erste Aufregung in den Reihen KSV-Kicker sorgten. Bei letzterer Gelegenheit musste KSV-Keeper Pascal Bielert mit einer Parade Schlimmeres verhindern.

    Erst in der zehnten Minute kam der KSV Baunatal dann durch einen beeindruckenden Flankenlauf von Tom Samson über die rechte Seite selbst gefährlich vors gegnerische Tor. Doch Grashoff konnte die gute Vorlage nicht nutzen und platzierte seinen Fernschuss zum Ärger der etwa 100 Zuschauer genau in die Arme von Gästetorwart Ioannis Takidis. Eine weitere von vielen guten Gelegenheiten hatte die Nebe-Elf in Person von Antonio Bravo-Sanchez in der 29. Spielminute. Doch der Offensiv-Mann zeigte sich zu unentschlossen – oder auch zu eigensinnig – und vertändelte den Ball schließlich in aussichtsreicher Position. Kurz darauf rief sich KSV-Goalgetter Ingmar Merle gewohnt spielstark in Erinnerung, doch auch sein Schuss führte letztlich nicht zum Erfolg.

    Rückstand kurz vor der Pause

    Nach dieser zwischenzeitlichen Baunataler Drangperiode übernahmen wieder die Frankfurter das spielerische Kommando auf dem Feld und kamen vermehrt zu Gelegenheiten. In der 41. Minute verwandelten sie schließlich eine dieser Chancen. Dabei versenkte Frankfurts Abwehrspieler Tim Fließ den Ball nach Flanke von links aus kurzer Distanz sicher per Kopf im Kasten von Pascal Bielert zum 0:1-Halbzeitstand.

    Wer nun – auch mit Blick auf die Baunataler Körpersprache beim Halbzeitgang – gedacht hatte, dass der Heimelf damit früh der Stecker gezogen sei, sah sich getäuscht: Gleich mit dem Wiederanpfiff konnte man deutlich spüren, dass sich die jungen VW-Städter viel vorgenommen hatten. Sie starteten furios. Chancen von Manuel Pforr (46., 47. und 54.), die er teils freistehend vergab, sowie durch Nico Schrader in der 48. Minute waren die Folge. Allein – sie blieben allesamt ungenutzt. Darin erkannten später viele Beobachter den eigentlichen Schlüssel für die Niederlage: nämlich die schlechte Chancenausbeute in der KSV-Offensive.

    So aber verflachte das Spiel zusehends gegen die nun hauptsächlich um sichere Defensive bemühten Gäste von der SG Rot-Weiß Frankfurt. Daran änderte auch die erneute Großchance von Manuel Pforr in der 62. Minute nichts. Dabei lief er frei auf den gegnerischen Keeper zu, der allerdings cool blieb und die gute Torschussmöglichkeit mit einer noch besseren Fußparade zum Ärger von KSV-Trainer Tobias Nebe entschärfte.

    Viele vergebene Gelegenheiten

    Eine Fußball-Binsenweisheit besagt, dass sich vergebene Gelegenheiten später auf der Gegenseite rächen. So war es auch an diesem Tag: In der 72. Minute war der starke Frankfurter Varol Akgoez nach einer Ecke von links im zweiten Versuch erfolgreich und überwand KSV-Keeper Bielert zum 0:2 für die SG Rot-Weiß Frankfurt.

    Neben der bereits aus den letzten Partien bekannten KSV-Abschlussschwäche zeigten die Baunataler nach diesem erneuten Rückschlag aber auch einer ihrer ebenfalls bekannten Stärken: nämlich ihren Kampfgeist. So kamen sie quasi im Gegenzug durch den unermüdlichen aber bis dahin eher glücklos agierenden Manuel Pforr wieder zurück ins Spiel. Doch Pforrs aussichtsreicher Sturmlauf wurde vom Frankfurter Schlussmann als letzter Abwehrspieler kurz vor der Strafraumgrenze regelwidrig gestoppt. Die fällige rote Karte ließ Schiedsrichter Daniel Velten allerdings stecken, während Baunatals Kapitän Mario Wolf den gegebenen Freistoß mit einer Mischung aus Kraft sowie Finesse zum 1:2-Anschlusstreffer im Tor versenkte.

    Es war ein Klasse-Freistoß und sollte zugleich das Auftaktsignal für die erhoffte Aufholjagd darstellen. Das diese letztlich nicht zum Erfolg oder wenigstens zum Ausgleich führte, lag einerseits an der hohen spielerischen Qualität der Frankfurter – aber eben auch an der bereits beschriebenen Baunataler Abschlussschwäche. So hätte Manuel Pforr, der an diesem Spieltag in für ihn ungewohnter Weise zahlreiche Chancen ausließ, in der 78. Spielminute den durchaus verdienten Ausgleich erzielen können. Doch auch diese Möglichkeit blieb ungenutzt. Pforr scheiterte ebenso wie seine Team-Kollegen wahlweise an der vielbeinigen Abwehr, am guten gegnerischen Keeper, am Pfosten oder auch an sich selbst.

    So sah man am Ende des Tages viele hängende Köpfe, als der quirlige Frankfurter Agoez nach einem sehenswerten Alleingang in der 88. Minute seinen zweiten Treffer zum 1:3-Endstand erzielte. Für den KSV Baunatal war es eine eigentlich unnötige Niederlage, welche die ohnehin nicht rosige Tabellensituation in der Hessenliga aus Baunataler Sicht weiter verschlechterte. Den Gast plagten derweil andere Sorgen, nämlich der mögliche Aufstieg in die Fußball-Regionalliga sowie die damit verbundenen Kosten. „Sportlich wollen wir definitiv aufsteigen. Das hat man heute ja auch auf dem Platz gesehen. Jetzt muss der Verein entscheiden, ob dafür auch die finanziellen Mittel da sind“, sagte Frankfurts Trainer Daniyel Cimen nach der Partie.

    Sabrina Bodewald (printmedia-agentur.de)

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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