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  • SV Grün-Weiß Schwepnitz, 01. Mai 2008

    Schwepnitz ist nun Ligaprimus - in geschossenen Toren!

    0:7, 1:6 und dann gestern gleich noch mal ein 1:6, so lesen sich die letzten drei Auswärtsspiele des SV Grün-Weiß Schwepnitz. Was in der Hinrunde noch nicht so recht klappen wollte, funktioniert nun bestens: Die mitgereisten Fans begeistern. Das war dann auch am Sonntag in Großnaundorf so. Die Hausherren gelten zwar allgemein als heimstarke Truppe, doch schaut man genauer auf die Statistik, sieht man, dass diese erst zehn Zähler daheim geholt haben, auswärts jedoch schon 22.

    Bei schönstem Wetter und sehr gutem Geläuf vor meiner Meinung nach viel zu wenig Großnaundorfer Anhängern (die Heimschwäche scheint hier die Fans zu vertreiben) gingen die Hausherren in der zehnten Minute verdient in Führung. Eine weite Flanke von der Mittellinie unterlief Pofand (er schaute wohl in die Sonne), sodass der Großnaundorfer Kicker trocken und sehenswert zur Führung einnetzte. In Minute drei schon hätte selbiges geschehen können, als Wackernagel einen harmlosen Rückpass aufnimmt und die am heutigen Tage gute Schiedsrichterin (2+) auf indirekten Freistoss entschied. Der Fällige Freischuss konnte jedoch nicht genutzt werden, auch weil der Winkel extrem spitz war.

    Das Spiel plätscherte die darauf folgenden Minuten so vor sich hin, Schwepnitz zwar bemüht, die Pässe in die Spitze bis dato jedoch zu steil, auch weil der Platz eben verdammt kurz ist und vor allem Bosdorf im Sturmzentrum ohne Durchsetzungsvermögen. Großnaundorf war in dieser Phase besser, auf die plumpen Aktionen im Strafraum fiel die Schiedsrichterin jedoch nicht rein, sodass es beim verdienten 1:0 blieb. In Minute 25 dann der Ausgleich, der es dann aber doch nicht werden sollte. Raack bekam die Murmel steil vor die Füße, er umkurvte allein den Schlussmann und muss nur noch einnetzen, macht er auch, aber aus zwei Metern frei vor dem Tor nur ans Außennetz. Ein 100prozenter, der sich im Verlaufe des Spiels aber als belanglos herausstellen sollte. In Minute 35 zieht Haase aus dem Gewühl am 16er einfach mal ab und siehe da, der passt ins linke untere Toreck. Wenige Minuten später dann von der Mittellinie ein langer Ball von Raack, den Tranitz mit dem Kopf zur zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften Führung verwertete.

    Mit dieser Führung ging es dann auch in die zweite Halbzeit, in der, ich will es vorwegnehmen, das Großnaundorfer Team nur einen besseren Statisten abgab. Schon in Minute 52 setzte sich Bosdorf endlich mal klug durch, zog parallel bis zur Strafraumgrenze und zog ab. Den Abpraller verwertete erneut Tranitz, worauf die Ruud-Ruud-Ruud-Rufe folgten. Das 4:1 bescherte wenig später Raack nach einem stark erkämpften Ball von Kübler aus spitzem Winkel. Das 5:1 schoss der eingewechselte Zschiesche aus 16 Metern unten links ein, nachdem er wenige Minuten vorher nach seinem Freistoss gen Himmel noch belächelt wurde. Den Schlusspunkt setzte dann der Torschütze vom Dienst per Elfmeter. Nummer 23, ganz stark Maik. In dieser Aktion hatte die Schiedsrichterin meiner Meinung nach ihre einzige Fehlentscheidung, der Pfiff hätte ausbleiben müssen. Nichts desto Trotz ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg, nicht weil Schwepnitz so überragend war an diesem Tag, sondern weil sich die Hausherren in Hälfte zwei als Kreisklassemannschaft präsentierten. Und wie sagte auch der eingefleischte Fan H. Schlesier nach dem Spiel zu den Großnaundorfern: Erstens ist es keine Schande gegen Schwepnitz zu verlieren und Zweitens seid ihr mit Sechsen noch gut bedient.

    Fazit: Ohne Bürger in der Abwehr wackelte selbige in Hälfte eins manchmal (Wolf war eine gewisse Verunsicherung anzusehen, die er aber im Laufe ablegte). Pofand fing sich nach Anfangsschwierigkeiten ebenfalls. Kübler mit starker Partie, genau wie Tranitz. Raack in gewohnter Manier gut, dennoch ab und an zu eigensinnig. Leute, spielt mehr. Hansky und Frenzel sowie Röseler solide. Haase steigerte sich nach seinem Tor. Bosdorf bis auf einen Lichtblick in der Grauzone seiner Fähigkeiten, aber da schleifen wir dich mit durch Bollo, das wird schon. Ob man Zschiesche noch bringen muss, weiß ich nicht, bei seiner Wichtigkeit für die A-Jugend. Bjarsch ist nicht zu bewerten, genau wie der ebenfalls eingewechselte Freudenberg. Wackernagel mit seinen zweiten 90 Minuten an einem Tag, außer zwei leichten Wacklern, in bestechender Form, ohne einen 100prozenter halten zu müssen.

    Der Fanatische

    Geschrieben von:  ChemieProfessor

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