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  • DFB, 12. März 2019

     
    Traditionsvereine weiter in der Krise

    Es sind vermehrt die finanziell besser gestellten Klubs, welche im Oberhaus des deutschen Fußballs anzutreffen sind. Immer mehr Traditionsvereine kämpfen um ihre sportliche Existenz und müssen mit ihrer meist großen Anhängerschaft um den Verbleib in den Ligen bangen. Doch wie kann es für die Vereine möglich sein, sich langfristig von diesem Druck zu lösen und den Blick nach vorn zu richten? Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Aspekte.

    Finanzielle Schwierigkeiten

    Besonders in einer Zeit der immer weiter steigenden Transfersummen fällt es den angestammten Traditionsklubs schwer, die eigene Existenz zu sichern. Sie sehen sich vermehrt dem Druck der neuen Konkurrenz ausgesetzt. Nur unter der Voraussetzung, dass internationale Wettbewerbe gespielt werden können, stehen genug Gelder zur Verfügung, um neue Transfers zu tätigen und die Mannschaft zielgerichtet zu verstärken. Unter diesem Druck entscheiden sich immer mehr eingetragene Vereine für die Ausgliederung ihrer Profiabteilung und entfernen sich damit einen Schritt von der eigenen Identität.


    Fußball fasziniert Millionen Deutsche, aber ohne Geld rollt der Ball nicht. Quelle: pixabay.com © jarmoluk (CC0 Public Domain).

    Dieser finanzielle Druck schlägt sich in der Regel sehr schnell in der sportlichen Situation nieder. Dafür ist nur ein kurzer Blick auf die Situation in der Fußball Bundesliga notwendig. Zuletzt standen dort mit dem 1. FC Nürnberg, Hannover 96 und dem VfB Stuttgart drei Traditionsklubs am Rande ihrer Existenz. Bereits die Quoten der Buchmacher machten deutlich, dass ihnen in den meisten Spielen nur noch die Rolle eines Außenseiters zugetraut worden war. Die meisten Wettanbieter gingen derweil nicht davon aus, dass den Vereinen die Trendwende in ihrer Lage gelingen könnte. Ein Überblick über die besten Buchmacher am Markt ist etwa unter https://www.online-sportwette.net zu finden.

    Besonders im Falle von Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg standen zudem nicht die notwendigen Gelder für eine klare Aufrüstung des Kaders im Winter zur Verfügung. Obwohl in dieser Transferphase bereits feststand, dass der aktuelle Kader der Klubs nicht für den raschen Umschwung ausreichen würde, war es letztlich nicht möglich, sich die Dienste neuer Akteure zu sichern, um die Mannschaft so zu verstärken.

    Der Anschluss geht verloren

    Besonders in der 1. Fußball Bundesliga zeigt sich sehr deutlich, dass die Traditionsklubs den Anschluss zu anderen Vereinen zu verlieren drohen. Besonders gut sichtbar ist dies bei einem Blick auf die internationalen Ränge. Dort waren es in den vergangenen Jahren vor allem gut situierte Klubs, die auf der Basis ihrer größeren Einnahmen den Sprung nach Europa wagen konnten. Bayer 04 Leverkusen, der VfL Wolfsburg oder RB Leipzig und die TSG 1899 Hoffenheim sind gute Beispiele dafür, wie Mäzene und Unternehmen letztlich für einen wichtigen Vorsprung im Wettbewerb sorgen können, der es für die anderen Klubs noch schwerer macht, ihren Fuß in die Tür zu bekommen.

    Schaffen diese unterstützen Vereine den Sprung nach Europa, so bauen sie durch die dort generierten Gelder ihren wirtschaftlichen Vorsprung weiter aus. Sofern dann ein Manager am Werk ist, der diese Gelder in Qualität auf dem Platz ummünzen kann, so steht dem Weg bis ganz nach oben nur noch wenig im Wege. Die Traditionsklubs, die allein auf der Basis ihrer Fans und der Fernsehgelder ihren finanziellen Unterhalt bestreiten, verlieren auf diese Weise den Anschluss und können langfristig nicht mehr Schritt halten.

    Die Stimmung leidet

    Die dramatische Sicht, die viele Fans auf diese Lage der Dinge pflegen, kommt nicht von ungefähr. Bereits in den vergangenen Jahren wurde deutlich, wie die Stimmung in den Stadien immer weiter reduziert wird. Besonders die eigentlich künstlich ins Leben gerufenen Vereine verfügen noch nicht über eine solche Fangemeinschaft und Fankultur, wie sie bei den Traditionsklubs schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten gepflegt wird. Auf diese Weise muss auf die ganz besondere Atmosphäre verzichtet werden, wie sie an anderer Stelle noch erlebt werden kann.

    Der deutliche Unterschied zeigt sich insbesondere bei den Auswärtsspielen. Dort sind die unterstützten Klubs oft nicht dazu in der Lage, den Gästeblock allein mit ihren Anhängern zu füllen. Traditionsklubs reisen derweil mit vielen tausend Anhängern durch das ganze Land und tragen auf diese Weise einen wesentlichen Teil zum Charakter der Liga bei. Mit dem ausbleibenden sportlichen Erfolg besteht das große Risiko, dass viele dieser Fans bald nur noch in die kleineren Stadien der zweiten und dritten Liga ziehen.

    Der langsame Abstieg

    Ein Blick in die unteren Ligen zeigt sehr schnell, wie viele traditionelle Klubs bereits ihrem scheinbar so natürlichen Schicksal erlegen sind. Egal ob der TSV 1860 München, der Karlsruher SC oder der 1. FC Kaiserslautern - alle mussten in einem langen Prozess den sportlichen Niedergang erleben. Doch bis heute ist ein großer Teil der Anhängerschaft treu geblieben, um nun in der zweiten und dritten Liga die gewohnte Stimmung zu verbreiten.

    DFB und DFL verschließen sich auf der anderen Seite allen Maßnahmen, die gegen diese Entwicklung eingesetzt werden könnten. Dazu zählen zum Beispiel Gehaltsobergrenzen, wie sie in anderen Ländern, wie zum Beispiel in den USA, längst eingesetzt werden. Die Strahlkraft eines Vereins lässt sich auf diese Weise nicht mehr nur auf den wirtschaftlichen Hintergrund finanzieren. Zudem würde die FIFA die Gelegenheit haben, die Reglements auf dem Transfermarkt völlig neu zu regeln, um den finanziell unterstützten Klubs hier ihren wichtigen Vorteil zu nehmen.

    An und für sich scheint es aussichtslos, dass sich in absehbarer Zeit etwas an der aktuellen Lage ändert. Doch noch immer wird es für die Fans der Traditionsklubs möglich sein, sich gegen die Entwicklung im modernen Fußball zu stemmen. Besonders die Ultra-Szene stand in den vergangenen Jahren bereits häufig für ihre Prinzipien ein und machte an dieser Stelle auf sich aufmerksam.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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