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  • FC Stahl Brandenburg, 04. Dezember 2008

    Ungefährdeter Sieg – 4:0 gegen den VfL Nauen

    Die erste Männermannschaft des FC Stahl Brandenburg hat ihr Nachholspiel gegen den VfL Nauen mit dem erwartet klaren Erfolg über die Bühne gebracht. Gegen den Abstiegskandidaten gab es am Mittwochabend nach Doppelschlägen von Mickan und Tarnow einen nie gefährdeten 4:0-Erfolg.

    Vor dem Spielbeginn erlebten die Besucher eine nicht alltägliche Geste. Gästetrainer Siverin bat ausdrücklich darum, per Stadionsprecher nochmals den Brandenburger Verantwortlichen für das beherzte Eingreifen und die sofortige Hilfe bei der schweren Verletzung von VfL-Spieler Gröger beim letzten Aufeinandertreffen am Quenz zu danken. Wohltuend in einer Zeit, in der Negativschlagzeilen nur allzu bereitwillig verbreitet werden, aber Positives oftmals nicht erwähnenswert ist.

    Auch außergewöhnlich, nämlich außergewöhnlich gering, war die Zuschauerresonanz. Die kurzfristige Verlegung, das schlechte Wetter und der Dienstplan einiger Fans verhinderten die übliche Besucherzahl. Nur 129 Fans bedeuteten den schlechtesten Zuspruch seit mehr als drei Jahren. Die, die gekommen waren, erlebten aber ein sehenswertes Spiel, und das wider Erwarten auf sehr gut bespielbarem Geläuf. Sofort übernahm Stahl die Initiative und spielte den Gegner in der Anfangsphase schwindelig, Tarnows Pfosten-Treffer nach Nachtigall-Freistoß war ein erstes Ausrufezeichen (8.). Anschließend fing sich Nauen jedoch und überzeugte durch eine geschickte Verteidigung. Ein verzogener Tarnow-Schuss (18., nach Noak-Flanke) sowie ein Mickan-Konter (35., VfL-Keeper Besser hielt) waren die einzigen Gelegenheiten, die noch erwähnenswert waren. Aber auch der VfL kam nur zweimal vor das gegnerische Tor, jeweils durch Freistöße von Jan Schönnebeck. Doch der erste Ball ging in die Mauer (11.), und der zweite ans Außennetz (35.). Die Zuschauer hatten sich schon auf ein 0:0 zur Pause eingestellt, bevor Stahl doch noch – wie aus dem Nichts – zuschlug. Mickan nahm einen langen Ball von Noak auf, umspielte Nauens Schlussmann und hatte anschließend keine Mühe mehr – 1:0 (40).

    Nachdem die letzten Minuten der ersten und die ersten Minuten der zweiten Halbzeit ereignislos verliefen, folgte auch schon das 2:0. Es war eine Kopie des Führungstreffers. Erneut gab es einen langen Ball aus dem Mittelfeld, erneut erreichte dieser Mickan und erneut umspielte er den gegnerischen Keeper – 2:0 (49.). Dann die größte Chance für den VfL – allerdings nicht durch eigenes Zutun. Nach einem erneuten Schönnebeck-Freistoß versuchte Lars Bauer zu klären, machte es aber spannend und traf die eigene Latte (56.). Ansonsten hatte Nauen sein Pulver verschossen. Die Kräfte ließen nach, die Verteidigungsstrategie konnte nicht mehr aufrecht erhalten werden und Stahl hatte die luxuriöse Situation, im eigenen Stadion nicht allzu viel für das Spiel tun zu müssen, aber dennoch ausreichende Freiräume zu bekommen. Noak (62., aus einem Gewühl) oder Mickan (65., knapp drüber nach Schimpf-Flanke) hätten schon alles klar machen können, dies jedoch war Tarnow vorbehalten. Abermals kam Mickan nach einem Pass aus dem Mittelfeld an den Ball. Diesmal jedoch passte er an der Strafraumgrenze auf seinen Sturmkollegen, der nur noch einschieben musste – 3:0 (72.). Und nur wenige Minuten später durfte er sich bei Aumann bedanken, der ihm mustergültig das 4:0 aufgelegt hatte (79.). Die Zuschauer hatten allen Grund zu jubeln, und Nauen war noch gut bedient. Denn zuvor hatten Noak (76., Ball versprungen) oder Klassen (78., toller Volleyschuss) sogar noch weitere Treffer auf dem Fuß. Am Ende durfte sogar Stahl-Torwart Böhm noch einmal sein ganzes Können zeigen. Nachdem er 87 Minuten lang keinen Ball auf seinen Kasten bekommen hatte und hauptsächlich mit Erwärmungsübungen beschäftigt war, parierte er einen Gröger-Schuss in Klassemanier und hielt somit das ‚Zu Null’ fest.

    Der FC Stahl konnte durch diesen Erfolg mit dem Tabellenzweiten Neuruppin gleichziehen. Mit mittlerweile 31 Zählern hat die Mannschaft sechs Punkte mehr auf dem Konto, als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt. Durch einem Sieg gegen den seit vier Begegnungen punktlosen 1. FV Stahl Finow soll am Samstag die starke Hinrunde gekrönt werden. Anschließend geht es für die Mannschaft zur internen Weihnachtsfeier. Aber es wird sich auch eine gehörige Portion Wehmut mit in die besinnliche Adventsstimmung mischen. Das 75. Punktspiel unter Trainer Ingo Nachtigall ist zugleich das letzte. Auch für ihn wird die Mannschaft sicherlich noch einmal alles geben, und ihm einen würdigen Abschied bescheren. Die Partie beginnt am Samstag um 13 Uhr im Stahl-Stadion.

    Der FC Stahl Brandenburg spielte mit: Böhm – Bauer, Koch, Kräuter (G), Wilhelm (ab 11. Noak/G) – Schimpf, Aumann, Nachtigall (ab 79. Taube), Leimbach (ab 75. Klassen) – Tarnow, Mickan (G)

    Rote Karte: Burkhardt (70./Nauen/wegen Notbremse)
    Zuschauer: 129 (2 Nauener Fans)
    Tore: 1:0 Mickan (40.), 2:0 Mickan (49.), 3:0 Tarnow (72.), 4:0 Tarnow (79.)

    Mario Pabst/Jörg Pochert

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    Geschrieben von:  BRB-Jörg

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