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  • Türkiyemspor 1978, 28. August 2009

     
    Verein nach Angriff auf Nachwuchsspieler geschockt

    Der Verein Türkiyemspor Berlin ist zutiefst schockiert über den fremdenfeindlichen Angriff auf seine jugendlichen Nachwuchsfußballer im brandenburgischen Lindow. Die Kreuzberger verurteilen diesen gezielten Angriff, bei dem die Rechtsextremen sogar Waffen wie Baseballschläger, Bierflaschen, Totschläger, Äxte und Messer eingesetzt haben, auf das Schärfste.

    Genauso verurteilen die Verantwortlichen die rassistischen und fremdenfeindlichen Äußerungen, die die Nachwuchsspieler über sich ergehen lassen mussten. Bei diesen fremdenfeindlichen Beleidigungen wurde sogar der Hitlergruß gezeigt. Es darf nicht sein, dass Menschen in unserem Land wegen ihrer Herkunft oder weil sie anders aussehen diskriminiert, beleidigt oder gar geschlagen werden.

    „Wir setzen uns aktiv gegen jegliche Art von Gewalt und Rechtsextremismus ein. Wir bedauern diesen Vorfall zutiefst. Es hat seit dem Mauerfall positive Entwicklungen gegeben. Jedoch sind Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft immer noch präsent. Wir appellieren an die gesamte Gesellschaft und den Staat, Rechtsextremismus ernsthaft und wirksam zu bekämpfen. Bei rassistischen Vorfällen darf nicht weggeschaut werden! Jugendliche sind die Zukunft unseres Landes. Wir sind in der Verantwortung, unseren Kindern eine friedliche Zukunft zu garantieren“, äußerte sich Türkiyemspor-Vorstandsmitglied Dr. Susam Dündar-Isik zu dem Vorfall.

    Ausdrücklich bedanken möchte sich der Verein bei dem Polizeipräsidenten von Potsdam, Herrn Rainer Kann, und der Kriminalpolizei von Neuruppin für ihre Arbeit. „Wir möchten auch mit den Jugendlichen aus Lindow zusammenarbeiten und sie gemeinsam mit unseren Nachwuchsspielern an einen Tisch setzen, damit sie sich aussprechen und Vorurteile abbauen können. Nur wenn wir alle gemeinsam zusammenarbeiten, hat Deutschland eine Zukunft!“, so Dündar-Isik weiter.

    Der Verein Türkiyemspor setzt sich seit einunddreißig Jahren für Integration und Toleranz ein. Es ist ein multikultureller Verein mit 600 Spielern aus 25 Nationen. Mit seinem Engagement haben die Kreuzberger 2007 den Integrationspreis und 2009 den ‚Maneo’-Deutschland-Preis für Toleranz gewonnen. Im Juni dieses Jahres war der Verein Schirmherr der in Berlin stattfindenden ‚Respect Gaymes’.

    Dr. Susam Dündar-Isik

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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