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  • SV Wismut Seelingstädt, 14. Oktober 2008

    Was für ein Sieg!


    Von:  Fussball

    Wenn der treue Leser jetzt einen Spielbericht erwartet, in dem es Lobhudeleien hagelt, den muss ich ihn enttäuschen, aber wie die Wismutkumpel aus Seelingstädt gekämpft haben, ist aller Ehren wert. An diesem Sonntag standen sich mit SV Wismut Seelingstädt und dem SSV 1938 Großenstein II zwei direkte Tabellennachbarn gegenüber und durch die räumliche Nähe beider Vereine zu einander könnte man geneigt sein, von einem kleinen Derby zu sprechen. Also war für Spannung gesorgt.

    Die Begegnung war von Nervosität geprägt, keiner wollte einen Fehler machen und so spielten sich die ersten Minuten zwischen den Strafräumen ab. Nach einer guten viertel Stunde konnten sich die Gäste und auch die Gastgeber erste kleinere Chancen erarbeiten. Aber beide Torhüter hielten ihren Kasten sauber. Das Spiel plätscherte einwenig dahin, aber die Hausherren hatten etwas mehr vom Spiel und konnten so auch mehr Druck aufs Großensteiner Tor entwickeln. Aber wie so oft in der bisherigen Saison wollte es einfach nicht gelingen, das Runde ins Eckige zu bringen.

    Dann unmittelbar vorn dem Halbzeitpfiff und der Ansage durch den Schiri: „Letzte Aktion“ kamen die Seelingstädter noch mal zu einer Ecke. Die wurde eigentlich schlecht geschlagen und konnte von einem Abwehrmann der SSVler abgewehrt werden, aber noch bevor der Ball die Torauslinie überquerte, setzte der erneut als Kapitän der Seelingstädter fungierende Andreas Köhler nach, konnte den Ball zurück in den Strafraum spielen, wo André Beckert, langsam wird der Rechtsaußen zum Goalgetter, abzog und ins lange Ecke zum viel umjubelten 1:0 einschoss. Wie sagen schon die Fußballgelehrten sonntäglich im TV, das Tor fiel zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt.

    Also ging es mit einem Tor Vorsprung in die Kabinen. Die Halbzeitansprache des Seelingstädter Trainers ‚Atze’ Dietsch konzentrierte sich deshalb darauf aufmerksam zu machen, konzentriert weiter zu spielen und die Deckungsarbeit nicht zu vernachlässigen.

    Meiner Meinung verstanden die Spieler die Ansprache etwas falsch, anstatt weiter nach vorn getreu dem Motto ‚Angriff ist die beste Verteidigung’ zu spielen, wurde sich nur noch aufs Verteidigen konzentriert. Das spielte den Gästen natürlich voll in die Karten, diese wollten nämlich nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. Ein Angriff nach dem anderen rollte aufs Tor vom Seelingstädter Schlussmann Köhler zu. Doch der hatte an diesem Sonntag wieder einen guten Tag erwischt und konnte sein Kasten bislang sauber halten. Aber kann eine Mannschaft 45 Minuten verteidigen. Diesmal kann man mit einem triumphalen ‚JA’ antworten. Denn die Seelingstädter hatte zwar spielerisch nichts mehr zu bieten, aber die kämpferische Einstellung stimmte in allen Mannschaftsteilen und so konnten die Kumpel am Ende dieser Partie jubeln. Ein hartes Stück Arbeit hatte man hinter sich gebracht.

    Fazit: Auf Grund der kämpferischen Leistung geht dieser Arbeitssieg voll in Ordnung und ist auch hochverdient. Jetzt müssen die Seelingstädter es schaffen, die guten spielerischen Leistungen aus vergangenen Spielen und die kämpferische Einstellung aus diesem Spiel zu vereinen, dann wird es in den nächsten Spielen weitere Erfolge zu feiern geben. Zumal am nächsten Samstag ein richtiger Brocken im unendlich weit entfernten Hainberg auf die Wismuter wartet zumindest wenn man vom Papier ausgeht. Aber warten wir es ab.

    Geschrieben von:  Fussball

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