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  • DFL, 19. Juni 2020

     
    Was haben wir von der Bundesliga-Rückkehr gelernt?

    Von:  Stephan R.T.

    In Deutschland werden Spiele ohne Fans als "Geisterspiele" bezeichnet, und das scheint im Moment nach den sechs Spielen vom Samstag sehr zutreffend zu sein. Aber wir haben Hoffnung, und wir können viele der Anomalien vergessen, denn der Spitzensport ist nach Europa zurückgekehrt. Im Moment ist Hoffnung etwas, das wir alle haben sollten, da wir hoffen, dass bald wieder Normalität einkehrt. Unsere Wochenenden können jetzt so geplant werden, dass wir Live-Sport sehen und weiterhin nach Fußballwetten Tipps und Tricks suchen.

    In den letzten zwei Monaten ist uns der Live-Sport größtenteils entgangen. Es gab keine Pfiffe. Tore wurden nicht geschossen. Spieler sind nicht gelaufen. Aber das passierte alles wieder, und wir verloren uns darin, großartige Spiele und Momente zu sehen, und es half uns, alles andere zu vergessen. Das ist es, was Sport am besten kann. Es war genau wie in den alten Zeiten. Fans auf der Tribüne oder nicht, das Spiel selbst ist nach dem Anpfiff immer noch sehr anstrengend.

    Der Hauptgrund dafür, dass Deutschlands Spitzengruppe einen Monat vor dem Rest Europas zurückgekehrt ist, liegt darin, dass sie (zusammen mit Südkorea) das Virus unter Kontrolle gebracht und allen Nationen durch Tests und Rückverfolgung den Weg nach vorn gewiesen haben. Deutschland und die Bundesliga haben allen Nationen einen Weg nach vorn gezeigt, damit der Live-Sport zurückkehrt und dafür sind wir äußerst dankbar. Leere Stadien sind etwas, an das wir uns alle gewöhnen müssen und dies war der erste Schritt nach vorn. Hier ist, was wir aus einem surrealen Tag gelernt haben, als der Bundesliga-Wiederanpfiff in leeren Stadien stattfand.

    Lärm in der Menge ein Problem?

    Das Fehlen einer lärmenden Menschenmenge mit Fahnen und Liedern und Hohn und Keuchen war zweifellos das Merkwürdigste an der Wiederaufnahme der Bundesliga. Die Musik wurde vor dem Spiel und nach den Toren über die Lautsprecheranlage so laut gespielt, dass man die Kommentatoren im Fernsehen nur schwer hören konnte. Jedes Echo hallt in den leeren, höhlenartigen Stadien wider, jeder Schrei und Tritt ist zu hören, während die Spiele in einer ungewohnten, weitgehend sterilen Atmosphäre ausgetragen werden. Die Spieler taten ihr Bestes unter den gegebenen Umständen, viele Torschützen zeigten auf die leeren Tribünen, als wären sie noch voller schreiender Fans, obwohl zu erwarten ist, dass die Neuartigkeit dieser Situation schnell nachlassen wird. Während der gesamten Spiele hörte man die Trainer ihre Spieler ermutigen und ermahnen, doch leider blieb das, was viele Fans immer noch gerne hören würden - die Interaktion zwischen Schiedsrichtern und Spielern - außer Hörweite.

    Torfeiern im neuen Look

    Huckepack-Fahrten, Mannschaftsbündel und das Küssen von Mannschaftskameraden scheinen für den Fußball in absehbarer Zeit der Vergangenheit anzugehören. Die Spieler wurden von den Behörden angewiesen, nach einem Tor wachsam zu bleiben und das Feiern mit ihren Mannschaftskameraden zu vermeiden. Das perfekte Beispiel dafür war Haaland, nachdem er das Auftaktspiel von Dortmund erzielt hatte.

    Es war ein kühler Schlusspunkt nach einer Flanke von Thorgan Hazard, der ihn bei seinem neunten Liga-Einsatz für Dortmund auf 10 Tore brachte. Er rollte sofort in gewohnter Manier auf die Eckfahne zu, um zu feiern, doch die jubelnden Mannschaftskameraden hielten Abstand, da vier oder fünf Dortmunder Spieler eher unbeholfen allein feierten, während Haaland den Tanz orchestrierte.

    Doch nicht alle Spieler hielten sich an die Vorgaben, denn beim dritten Treffer von Hertha Berlin beim Sieg gegen Hoffenhein tobten die Emotionen. Matheus Cunhas Einsatz war sicherlich das Ziel des Tages nach einem irrwitzigen Lauf über den linken Flügel und einem grandiosen Abschluss, der bei seinen Mitspielern Bewunderung hervorrief - dies war vielleicht ein Hinweis darauf, wie problematisch sich die Beseitigung der Explosion der Freude nach einem Tor bei bestimmten Gelegenheiten erweisen kann.

    Abstand halten

    Natürlich ist es aufgrund des Kontaktcharakters nicht möglich, Fußball zu spielen und gleichzeitig soziale Distanz zu wahren, aber es gibt strenge Protokolle außerhalb des Spielfelds, um die Spieler vor, während und nach den Spielen zwei Meter voneinander entfernt zu halten. Die seltsamste Situation für den zuschauenden Fan war, dass die Spieler weit voneinander entfernt auf der Bank saßen und alle Spieler Masken trugen.


    Die Atmosphäre auf dem gesamten Gelände war, wie erwartet, seltsam und unheilvoll. Die Tatsache, dass die Fans der Union Berlin nach all den politischen und finanziellen Kämpfen der letzten Jahre nicht zusehen konnten, wie ihre Mannschaft zum ersten Mal den mächtigen Bayern München willkommen hieß, ist nicht ganz richtig. Ebenso wenig feiert Borussia Dortmund den deutlichen 4:0-Sieg gegen den harten Rivalen Schalke ohne die Anwesenheit der leidenschaftlichen Fans, die als ‘Gelbe Wand’ bekannt sind. Das war ein trauriger Anblick, der in den kommenden Monaten immer vertrauter werden wird.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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