Die-Fans.de

Stadien, Fans und Leidenschaft - Regionaler Fußball pur

Du bist hier:  Norden | Startseite » Aktuell » Artikel
Kaperfahrten - Mit der Kogge durch stürmische See - Die Fans vom FC Hansa Rostock
Tauche ein in die Fankultur beim FC Hansa Rostock und begleite deren Anhänger von der Saison 1988/89 bis 2019/20.
  • DFL, 23. Februar 2021

     

    Weshalb die Fans den Klubs fehlen – ein Kommentar


    Von:  Stephan R.T.

    Im März ist es genau ein Jahr her, dass wir das letzte Mal ein volles Stadion in der Bundesliga gesehen haben. Seitdem bleiben die Stadien überwiegend leer, lediglich im September waren wenige Tausende Fans erlaubt. Doch in dieser Saison werden wir vermutlich keine Fans mehr in der Kurve sein, was nicht nur den Zuschauern fehlt, sondern auch den Klubs.

    No Fans – no Party



    Nicht nur Stimmungsmäßig fehlen die Fans in der Kurve, die tatkräftig ihren Klub mit Herz und Seele lautstark unterstützen. Auch dem Team fehlt die Unterstützung, die von den Rängen schallt. Egal, ob das Team, das man unterstützt, gerade hinten liegt oder führt, die Fans des Klubs stehen immer hinter dem Team und lassen dies den Gegner spüren.


    Spiele vor leeren Zuschauerrängen sind in Deutschland zur Normalität geworden.

    Doch jetzt, wo die Fans nicht da sind und Fankulturen wie die Gelbe Wand im Stadion fehlen, hat genau das auch Einfluss auf die Favoritenrollen bei den Partien. Waren Dortmund und Union Berlin sonst immer eine Macht zu hause, merkt man aktuell, das bei beiden Teams die Fans fehlen, um das Team weiter nach vorne zu treiben. So sind die Favoritenrollen bei Buchmachern wie Tipico ausgeglichener verteilt. Klar bedeutet das auch spannende Spiele, doch als Fan möchte man nicht um jeden Sieg bangen müssen.

    Einnahmeverluste in Millionenhöhe



    Doch neben der Atmosphäre, die verloren geht, sind auch die finanziellen Verluste teils enorm. Werder Bremen belegt aktuell einen Platz im Mittelfeld und das nicht nur sportlich, sondern auch im Bezug der Stadionkapazitäten. Doch bereits hier fehlen bei 42.000 Zuschauern am Ende rund 40 Millionen Euro aufgrund der Pandemie, wie Geschäftsführer Klaus Filbry bekannt gab. Speziell für die kleineren Klubs sind das meistens die größten und wichtigsten Einnahmequellen. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Kluft zwischen den Topklubs und den Abstiegskandidaten noch größer wird. Die Favoritenrollen könnte in Zukunft entsprechend noch stärker erkenntlich werden.

    Weitere Folgen sind die Entfremdung des Sports. Viele Fans waren noch nie im Stadion und werden es in naher Zukunft nicht nachholen können, andere Fans verlieren vielleicht sogar komplett die Lust am Sport, da das Feeling im Stadion mit zehntausenden anderen Fans ein ganz anderes ist als vor dem Fernseher mit maximal einem Freund. Ebenfalls fehlt eine Aussprache zwischen Fans und den Angehörigen eines Klubs, wie es sonst immer möglich waren. Besonders Themen wie der jüngste Abgang von Rose zu den Dortmundern oder die mangelhafte Leistung der Schalker sind Themen, über die die Fans im Stadion ihrer Meinung durch Banner oder Gesänge kundtun würden.

    Man kann also nur hoffen, dass sich die Situation bald wieder lockert, die Infektionszahlen sinken und der Virus weitgehend eingedämmt wird. Natürlich nicht nur im Fußball, sondern sondern besonders für die Allgemeinheit wäre es äußerst wünschenswert. Doch hoffen wir darauf, dass wir in der kommenden Saison wieder die ersten Fans im Stadion begrüßen und in jeglicher Hinsicht einen Schritt in Richtung Normalität gehen können.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

Kommentare

    Kommentar schreiben

     

    Copyright 2007  Die Fans Media GmbH
    Unglück im Glück | Drei junge Fußballtalente planten Raubüberfall

    Diese Website nutzt Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos: Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz.