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  • Wuppertaler SV Borussia, 06. März 2012

    Willkommen im Tal – 1:0-Heimsieg gegen den SC Fortuna Köln

    Die nächste Station nach Lotte hieß Essen, wo nicht nur Essen, sondern auch Trinken auf dem Abendprogramm stand. Am nächsten Morgen ging es dem Allesfahrer blendend, während der Rest ein wenig in den Seilen hing. Frühzeitig mussten wir das Haus verlassen, um noch in das MCDreck-Frühstückszeitfenster reinzurutschen und am Ende doch mit leeren Mägen vor dem Tresen zu stehen. Anstatt um 11 Uhr wechselte man schon um 10.30 Uhr die Speisetafeln und damit waren wir raus. Selbst der charmante Hinweis, ob sie denn den Film ‚Falling Down‘ kennen würden, konnte die Belegschaft nicht dazu animieren, uns noch ein paar Eier in die Pfanne zu hauen. Gegenüber gab es einen Bäcker und so mussten es ein paar belegte Brötchen tun.

    Nach einer unheilvollen Zusammenkunft von Remouladensauce und meinem Pullover erreichte die Stimmung gleich ihren Höhepunkt und so verabschiedeten wir uns von Essen und steuerten Wuppertal an, eine Stadt die genaugenommen gar keine ist. Vielmehr ist die Stadt im Tal der Wupper eine Zusammenballung von ehemals autonomen Städtchen (exemplarisch seien hier Barmen, Elberfeld und Vohwinkel genannt) zu einen ungeordneten Ganzen. Eine total nervige Stadt, weil man ständig irgendwo rauf oder runter, selten aber eben unterwegs ist. Aber irgendwie finde ich Wuppertal auch ganz geil, was nicht zuletzt am Wuppertaler Sportverein, genauer dessen Anhängerschaft, liegt. Es gibt Ultras, die üblichen Haupttribünenmotzer und das ‚normale Volk‘ auf der Gegengeraden. Früher gab es auch noch eine sehr aktive Boxsportabteilung, die sich gerne auch mal für einen kleinen Arbeiterverein in Gelsenkirchen gerade machte.

    Zurück zur Gegenwart, Background-Christian nahm uns in einer Pommesbude in Empfang und zusammen trotteten wir zielstrebig durch den Eingangsbereich (acht Euro für einen Steher) den Berg hoch zu unseren Plätzchen auf der Gegengerade. Seit meinem letzten Besuch vor gefühlten 500 Jahren hat sich hier Einiges verändert. An die alte Radrennbahn erinnert nix mehr, denn bis auf die Seite mit der Haupttribüne wurden vor allen Dingen Stehplätze völlig neu hergerichtet. Herausragend ist die Lage des Stadions am Zoo im Tal direkt an der Wupper und der Schwebebahn. Prunkstück ist das Gebäude mit der Haupttribüne und die schönen Kassenhäuschen. Seit Mitte der 50er Jahre kickt der WSV hier und ging es nach dem Willen einiger Geldsäcke bald der Bergische FC. Eine Fusion aus eben dem Wuppertaler SV, dem FC Remscheid und Union Solingen soll es in Zukunft richten. Dolle Zukunft – erst werden die Vereine kaputt gewirtschaftet und in dann in eine leblose Hülle gepresst.

    Das Spiel war alles andere als gut anzusehen und so wurde der Großteil des Spiels mit den Wuppertaler Kollegen und einem leibhaftigen Swansea-City-Anhänger bestens verquatscht. Den emotionalen Höhepunkt erlebten wir allerdings bei den ersten Klängen der Stimme des Stadionsprechers. Die Stimme war durchaus tragfähig und verständlich, nur an Wärme hat es ein bisschen gefehlt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. So ging der schöne Ausflug ins Bergische zu Ende und war trotz der dargebotenen Magerkost auf dem Rasen ein schöner und interessanter Stadionbesuch.

    stadionbesuch.de

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    Geschrieben von:  Marc 04

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