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Zeitreisen – Spieler und Trainer erinnern sich an die DDR-Oberliga
Von der Kindheit bis zur Gegenwart. Die sportlichen Grüßen der 1970er und 1980er im Porträt.
  • SV 1916 Sandhausen, 19. Juni 2017

     

    Zejnullahu vom 1. FC Union Berlin ausgeliehen


    Von:  Stephan R.T.

    Eroll Zejnullahu schließt sich zur kommenden Saison auf Leihbasis dem SV Sandhausen an. Der 22-jährige Mittelfeldspieler kommt vom Ligakonkurrenten 1. FC Union Berlin, wo er seinen bis 2018 laufenden Vertrag gerade erst vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert hat. Beim SVS soll der zentrale Mittelfeldspieler nun Spielpraxis sammeln, nachdem er unter Berlins Trainer Jens Keller zuletzt nur wenige Einsatzzeiten bekam.

    „Eroll ist ein junger und talentierter Spieler, der sowohl auf der Achter-, als auch auf der Zehnerposition spielen kann. Wir sind überzeugt, dass er für uns einen großen sportlichen Mehrwert darstellen wird“, so Geschäftsführer Otmar Schork bei der heutigen Kadervorstellung im BWT-Stadion am Hardtwald.

    Der gebürtige Berliner besitzt neben der deutschen auch die kosovarische Staatsbürgerschaft. In seiner Jugend lernte der 1,80 Meter große Mittelfeldspieler das Fußballspielen beim SV Tasmania Berlin und beim FC Hertha 03 Zehlendorf. 2012 wechselte er in die U19 von Union Berlin, wo ihm bereits ein Jahr später der Sprung in den Profikader gelang. Sein erstes Zweitligaspiel bestritt Zejnullahu 2013 beim 3:1-Heimsieg gegen den SV Sandhausen. In der abgelaufenen Saison kam er unter Jens Keller zwölfmal zum Einsatz, dreimal von Beginn an.

    Trainingsauftakt und Kaderpräsentation beim SV Sandhausen

    Noch knapp sechs Wochen, dann startet für den SV Sandhausen die sechste Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte. Dementsprechend laufen alle Vorbereitungen auch Hochtouren.

    Gespannt warteten über 500 SVS-Fans im BWT-Stadion am Hardtwald auf ihre Mannschaft, die am heutigen Sonntag offiziell präsentiert wurde und anschließend das erste öffentliche Training absolvierte. Mit dabei auch alle bisherigen Neuzugänge. Im Anschluss begrüßte Geschäftsführer Otmar Schork die anwesenden Medienvertreter auf der ersten Pressekonferenz für die anstehende Saison.

    Leistungsträger blieben am Hardtwald

    Der Kader für die Saison 2017/18 nimmt Gestalt an. Anders, als noch in den vergangenen Jahren, ist es Schork diesmal gelungen, gleich mehrere Leistungsträger am Hardtwald zu halten. Allen voran Sandhausens Toptorjäger der letzten Saison Andrew Wooten. Zusammen mit den Mittelfeldstrategen Denis Linsmayer und Stefan Kulovits, wie auch Innenverteidiger Tim Kister bildet er das Gerüst der Mannschaft, um das Trainer Kenan Kocak eine schlagkräftige und konkurrenzfähige Truppe zusammenstellen will. Dennoch schließt Schork weitere personelle Änderungen nicht aus: „Bei vielen Mannschaften sind die Kaderplanungen noch nicht abgeschlossen und auch bei uns kann sich noch was tun. Wir sind aber von unserem Kader überzeugt und froh, das Gerüst um unsere Leistungsträger gehalten zu haben. Drum herum wollen die neuen jungen Spieler angreifen und wir sind sicher, dass der ein oder andere Spieler seine Chance nutzen wird, so wie es auch in den letzten Jahren der Fall war.“

    „Wir planen mit Marco Knaller“

    Angesprochen auf die Gerüchte um einen Wechsel von Torhüter Marco Knaller zum FC Ingolstadt reagierte Schork gelassen: „Wir müssen leider damit leben, dass es immer wieder Spekulationen um potentielle Spielerwechsel gibt. Fakt ist aber, dass wir fest mit Marco planen und sich bisher auch noch kein Verein bei uns gemeldet hat.“ Unabhängig davon soll und wird es aber noch eine Neuerung auf der Torhüterposition geben. Ein dritter Schlussmann soll noch hinzukommen, im besten Falle ein junger, talentierter Spieler aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum, der auch klar die Rolle als Nummer drei antritt.

    Das Lazarett

    Auch dabei waren heute die verletzten Spieler Maximilian Jansen, der noch 14 Tage in der Reha bleibt und anschließend im Trainingslager zur Mannschaft stoßen wird, und Torhüter Rick Wulle, der nach seinem Kreuzbandriss erfolgreich operiert wurde und sich seitdem ebenfalls in der Reha befindet. José Pierre Vunguidica dagegen ist und bleibt das Sorgenkind beim SVS. Eine Besserung seiner Kapselverletzung im Knie sei nicht in Sicht, sodass sogar über eine erneute Operation nachgedacht werden müsse, so Schork.

    Personelle Veränderungen

    Anders sieht es bei den beiden polnischen Spielern Jakub Kosecki und Daniel Lukasik aus, die den Verein wohl verlassen werden – so der heutige Stand. Bei Kosecki bestehe der Wunsch zurück in sein Heimatland zu wechseln, da sich seine schwangere Frau wünscht das gemeinsame Kind in Polen zu bekommen. Am 23. Juni wird voraussichtlich auch Daniel Lukasik zu seinem Stammverein nach Danzig zurückkehren.

    Und auch im Trainerstab wurden einige Umbaumaßnahmen vorgenommen. Neben der Verpflichtung von Erol Sabanov als neuer Torwarttrainer wird Marc Lorius, der zuvor vier Jahre beim Karlsruher SC war, beim SVS als hauptamtlicher Fitnesscoach angestellt sein. Neben den beiden wird noch ein zweiter Co-Trainer neben Gerd Kleppinger sowie ein hauptamtlicher Videoanalyst gesucht. Beides soll in den nächsten Tagen entschieden werden.

    Auch auf der Teammanagerposition wird es eine Änderung geben. Dennis Jantos wird auf eigenen Wunsch hin am 30. August beim SVS eine einjährige Pause einlegen und auf eine Weltreise gehen. Sein Nachfolger wird Mikayil Kabaca, der zuvor beim FSV Frankfurt als Spieler und zuletzt als Teammanager angestellt war.

    Die Termine in der Saisonvorbereitung des SVS

    Trainingslager
    Dienstag, 4. bis Donnerstag, 13. Juli in Bad Wörishofen

    Testspiele
    Samstag, 24. Juni, 17:00 Uhr beim VfB St. Leon
    Samstag, 1. Juli, 18:30 Uhr, beim TuS Mechtersheim
    Mittwoch, 5. Juli, 16:00 Uhr, gegen den FC Luzern in Wolfertschwenden
    Sonntag, 9. Juli, 18:00 Uhr, gegen den FC Zürich in Ottobeuren
    Freitag, 14. Juli, Uhrzeit n.n., gegen den SC Freiburg in Bahlingen

    Familientag
    Sonntag, 23. Juli, Familientag im BWT-Stadion am Hardtwald mit vielen Mitmachaktionen

    Markus Beer

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    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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