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  • 1. FC Union Berlin, 10. Mai 2009

    2. Liga, Union ist dabei!

    Was schon seit einigen Wochen eigentlich klar war, ist gestern auch rechnerisch perfekt gemacht worden - Union steigt auf in die 2. Bundesliga und ist der erste Drittligameister!

    Nach einer quasi perfekten Rückrunde, die auf eine ausgesprochen gute Vorrunde folgte, war es tatsächlich nur noch eine Frge der Zeit, bis der Aufstieg auch rechnerisch durch war. Schon im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Unterhaching vor 2 Wochen hätte Union die Möglichkeit gehabt, 5 (!) Spieltage vor Schluss aufzusteigen, verlor jedoch ausgerechnet in diesem Spiel sein 3. Saisonspiel. Nach einem torlosen Unentschieden in Sandhausen letzte Woche empfing man nun gestern im Ausweichstadion Jahn Regensburg, und mit einem Sieg wäre bei dann mindestens 10 Punkten Vorsprung auf Paderborn, Unterhaching und Düsseldorf Aufstieg und Meisterschaft eingefahren gewesen. Und der Sieg gelang, 2-0 nach Toren von Younga-Mouhani (60.) und Karim Benyamina (72.), nach dem Schlusspfiff stürmten die knapp 10.000 Zuschauer friedlich den Innenraum des Stadions um die Mannschaft, aber vor allem auch den Trainer Uwe Neuhaus für ihre grandiose Saison zu feiern. Da Paderborn (3:3 in Aalen) und Unterhaching (0:1) in Dresden patzten, hätte sogar ein Unentschieden gereicht, jedoch nach einer spielerisch mäßigen, jedoch überlegen geführten Partie ging Union auf Nummer sicher und gewann nach dem Berliner Pokal am Mittwoch auch die Meisterschaft der neu gegründeten 3. Liga.

    Dabei hatte die Saison gar nicht gut angefangen, direkt am ersten Spieltag gab es eine Niederlage, 1:2 bei Bayern II. Im Anschluß daran verlor Union jedoch 12 Spiele in Folge nicht, bis man sich in Unterhaching mit 0:1 geschlagen geben musste. Die nächste Niederlage danach gab es dann - genau, wieder gegen Unterhaching. Eine grandiose Serie von 18 ungeschlagenen Spielen bei 12 Siegen und 6 Unentschieden gegen die Münchener Vorstädter ein Ende, die sich damit nicht nur rühmen können, als einzige Union 2 mal geschlagen zu haben, sondern auch als einzige Mannschaft kein einziges Gegentor gegen die Köpenicker kassiert zu haben. Wie dem auch sei, eine homogene Mannschaft, die eine sehr gelungene Mischung dartellte, gewinnt verdient nach einer überragenden Saisonleistung den Meistertitel. Dabei war es durchaus nicht immer so brilliant, wie sich die Zahlen von 21 Siegen bei bislang 35 Spielen lesen, viele Spiele (beispielsweise die knappen Siege in Dresden, Düsseldorf, Braunschweig oder Wuppertal oder die ebenso knappen Erfolge gegen Offenbach oder Düsseldorf) wurden durch Effektivität, Konzentration und Zielstrebigkeit gewonnen. Lediglich solche Erfolge wie das 5:1 am Ostersonntag gegen StuKi oder das 4:0 in der Hinrunde gegen völlig überforderte Burghausener liessen tatsächlichen Glanz aufkommen, mit dem Highlight des Heimspiels gegen Paderborn im Oktober, in dem in Unterzahl ein 0:2 noch gedreht werden konnte.

    Der Meistertrainer, sozusagen der Ross Brawn der dritten Liga ;), hat zielstrebig seit seinem Amtsantritt vor 2 Jahren die Mannschaft weiterentwickel. Obwohl einige Fallen lauerten, wie die Trennung von Steven Ruprecht (spannte einem Mannschaftskameraden die Freundin aus), Nico Patschinski (Kündigung, Prozeß vor dem Arbeitsgericht) oder die sportliche Rückversetzung von Ex-Kapitän Sebastian Bönig, hatte Neuhaus mit seiner unaufgeregten Art stets das Händchen dafür, die Situation bestmöglich zu entschärfen oder sogar etwas positives daraus zu ziehen. Für Ruprecht wurde beispielsweise der inzwischen zum neben Paderborns Brückner überragende Linksverteidiger der Liga, der 23-jährige Michael Parensen nachverpflichtet, anstelle von Patschinski stürmt nun der kampstarke und ballsichere Kenan Sahin (von Fortuna Düsseldorf). Auch trotz Vertragspoker mit Karim Benyamina kitzelt Neuhaus durch geschicktes Wechseln und Aufstellen Leistung heraus, trotz der ungeklärten Zukunft des Topstürmers trifft dieser weiter - nun zumeist als Einwechselspieler, wie gegen Regensburg.

    Lt. Aussage von Präsident Dirk Zingler ist zu erwarten, dass der Etat für die 2. Liga vollständig gedeckt sein wird (keine Selbstverständlichkeit, sicherlich), und mit der rundumerneuerten Alten Försterei, dem größten und auch wohl schönsten Fußballstadion Berlins hofft Union darauf, dass in der nächsten Saison ein 5-stelliger Zuschauerschnitt erreicht werden kann. 19 Spieler haben bereits einen Vertrag für die kommende Zweitligasaison, in die Union mit 24 oder 25 Spielern gehen wird. Sollte Benyamina das inzwischen reduzierte Angebot noch unterschreiben, wären also noch 4-5 Kaderstellen frei, die sicherlich hochwertig besetzt werden müssen, um eine halbwegs sorgenfreie Saison vor sich zu haben. Man kann aber davon ausgehen, dass Uwe Neuhaus auch hier die richtigen Entscheidungen treffen wird, auch wenn sie machmal, wie bei der Verpflichtung von Younga-Mouhani erst nach einem Jahr verstanden werden.

    Auf den Tag genau vor 5 Jahren stieg Union in Ahlen aus der zweiten Liga ab, die Rückkehr ist gestern per Autokorso vom Prenzlauer Berg nach Köpenick und dort an derAlten Försterei mit der Mannschaft gefeiert worden und jeder Unionfan wird sich beim Blick auf die Tabelle immer noch verwundert die Augen reiben. Ganz erhlich, ich dachte schon, letzte Saison (Aufstieg am letzten Spieltag gegen Oberhausen mit 0:3 versaut, am ende 4. und souverän für die 3. Liga qualifiziert) wäre geil gewesen, aber das hier war einfach unbeschreiblich. Na denn, auf geht's, 2. Liga, wir kommen, hoffentlich diesmal länger als 3 Jahre!

    EISERN UNION!

    Geschrieben von:  Jacksack

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