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  • VfL Wolfsburg, 29. August 2018

     
    Quo vadis VfL Wolfsburg?

    Die gut zwanzigjährige Bundesligahistorie des VfL Wolfsburg gleicht einer Achterbahnfahrt. Die turbulente Anfangsphase, in der die Wölfe um Roy Präger, Detlev Dammeier und Jens Keller als Exot und Abstiegskandidat Nummer eins galten, wurden schnell überwunden. Der VfL verpflichtete in den Folgejahren bewährte Bundesligaspieler wie Steffen Baumgart, Andrzej Juskowiak und Dorinel Munteanu. Erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: In der zweiten Bundesliga-Saison konnten sich die Niedersachsen bereits völlig überraschend als Tabellensechster zum ersten Mal für das internationale Geschäft qualifizieren.

    Volkswagen erkannte den VfL als optimalen Partner und investierte in der Folgezeit mehr, um eine echte Spitzenmannschaft in Wolfsburg zu formen. Mit der Verpflichtung des Riesentalents Andrés d‘Alessandro im Jahre 2003 sorgte der VfL erstmals international für Aufsehen, denn der Argentinier stand auch auf dem Wunschzettel vieler Spitzenvereine. Der Spielmacher fühlte sich in Deutschland aber nicht wohl, was sich in seinen durchwachsenen Leistungen widerspiegelte. Aufgrund dieses und einiger anderer Transfer-Flops kam der VfL für einige Jahre nicht über Mittelfeldplatzierungen hinaus.

    Mit der Verpflichtung von Grafite und Edin Dzeko im Jahr 2007 landete der VfL dann zwei absolute Volltreffer. Das neue Sturmduo schoss den VfL prompt auf Rang 5 und damit in den UEFA Cup. Für die Folgesaison kam mit Zvjezdan Misimovic das fehlende Puzzleteil für die Offensive. Der VfL gewann sensationell seine erste und bis dato einzige Meisterschaft. Grafite und Dzeko erzielten zusammen 54 Tore, was einen neuen Bundesligarekord darstellte. Misimovic konnte mit 22 Torvorlagen ebenfalls eine neue Bestmarke aufstellen. In der Folgesaison war der VfL zum ersten Mal in der Champions League vertreten.


    By funky1opti [CC BY 2.0], from Wikimedia Commons

    Die Wolfsburger kamen aber nicht mit der Doppelbelastung aus Champions League und Bundesliga klar und belegten als Titelverteidiger den enttäuschenden achten Platz. Daraufhin konnte der VfL den zum Star gereiften Dzeko nicht mehr halten. Der Bosnier wechselte für die damalige Bundesliga Rekordablösesumme von 35 Millionen Euro zu Manchester City. Mit Misimovic und Grafite gingen in der Folge auch die anderen Stars der Meistermannschaft und der VfL versank trotz etlicher namhafter Neuzugänge wieder im Mittelfeld.

    Der nächste Schlüsselspieler, der den VfL aus dem Mittelmaß zur Vizemeisterschaft und zum Pokalsieg führte, war Kevin de Bruyne. Der Belgier kam für die neue vereinsinterne Rekordablösesumme von 22 Millionen Euro und wurde prompt zum Fußballer des Jahres gekürt. Aber auch de Bruyne wechselte zu Manchester City, das er in der letzten Saison zur Meisterschaft führte und das, laut Premier League Wetten, auch in dieser Spielzeit Favorit auf den Titelgewinn in England ist. In der Folgesaison konnten die Wölfe in der Champions League bis ins Viertelfinale vordringen, wo eine Sensation gegen Real Madrid nur knapp verpasst wurde.

    In der Folgezeit kamen und gingen einige namhafte Spieler, wie André Schürrle oder Julian Draxler, die die hohen Erwartungen aber nie erfüllen konnten und so ging es in der Bundesliga wieder bergab. Während der letzten beiden Spielzeiten hat der VfL den Tiefpunkt erreicht, konnte man doch erst in den Relegationsspielen gegen Eintracht Braunschweig bzw. Holstein Kiel den Klassenerhalt sicherstellen. Die gute Nachricht für alle Wölfe-Fans: am Tiefpunkt dieser gut zwanzigjährigen Achterbahnfahrt kann es jetzt eigentlich nur wieder bergauf gehen.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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