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  • Kieler SV Holstein, 28. Januar 2008

     
    „Die Fans hier sind hungrig“

    Peter Schyrba liegt nach der Hinrunde mit dem Kieler SV Holstein mit deutlichen Abstand zu den Nicht-Aufstiegsplätzen auf Platz eins der Oberliga Nord. Der Innenverteidiger kam zur laufenden Saison vom griechischen Zweitligisten Panseraikos Serras und spielte zuvor bei Preußen Münster und beim MSV Duisburg. die-fans.de sprach mit dem 27-Jährigen über seine Zeit in Griechenland und seine zukünftigen Ziele.

    Herr Schyrba, wie groß ist der Ärger über das abgesagte Spiel gegen den FC St. Pauli?

    Es ist natürlich schade, dass das Spiel abgesagt wurde, weil man die Chance gehabt hätte, sich mit einer Mannschaft aus der zweiten Bundesliga zu messen. Vielleicht gibt es ja einen Nachholtermin in der Sommervorbereitung oder sogar zu einem früheren Termin. Die Fans verdienen es die Kultkicker aus Hamburg live im Kieler Stadion zu erleben, denn die Fans hier sind hungrig. Dass hat man ja gegen den Hamburger SV im DFB-Pokal gesehen, dass Profi-Mannschaften in Kiel gern gesehene Gäste sind.

    Fünf Punkte Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz. Den Aufstieg in die Regionalliga wird sich Kiel nicht mehr wegnehmen lassen, oder?

    Auch wenn sich das wie eine Floskel anhört, wir müssen wirklich von Spiel zu Spiel denken. Warum? Weil jede Mannschaft gegen uns alles, aber wirklich alles gibt. Wir bemerken dieses Verhalten auf dem Platz. Wenn Sie zu uns kommen, dann ist das für die gegnerische Mannschaft das ‚Spiel des Jahres’. Deswegen müssen wir höllisch aufpassen, bodenständig bleiben und von Spiel zu Spiel denken. Wir haben eine sehr gute Mannschaftsmischung aus jung und alt, die wirklich eine Zukunft hat, wenn wir so konzentriert weiterarbeiteten. Natürlich haben wir ein Ziel und ohne Ziel findet man bekanntlich nicht den Weg. Und das Ziel heißt ganz klar Regionalliga.

    Wieso sind Sie nicht beim griechischen Zweitligisten Panseraikos Serras geblieben und was gibt es für Unterschiede zwischen dem deutschen und dem griechischen Fußball?

    Wir wollten in die Super League (1. Liga) aufsteigen, Panseraikos Serras ist eine Traditionsmannschaft in Griechenland. Leider haben wir den Aufstieg nicht geschafft. Ich habe 30 Saisonspiele absolviert, hatte die Möglichkeit dort zu bleiben, aber Peter Vollmann (Anm.d.Red.: Trainer von Holstein Kiel) hatte bereits im März mit meinem Berater Wassily Krastanas Kontakt aufgenommen und ich habe auch in den vielen Telefonaten auch gemerkt, dass Kiel mich unbedingt haben wollte und das wir alle zusammen als Team langfristig was aufbauen möchten. Aus diesem Grunde kam der Abschied aus Griechenland zustande.

    Natürlich haben wir hier in Deutschland andere Platzverhältnisse, andere Grundvorrausetzungen, die im Profifußball unheimlich wichtig sind, aber es war eine tolle Erfahrung, die wirklich mir keiner mehr wegnehmen kann. Da erscheinen tagtäglich 15 Sportzeitungen und berichten über den griechischen Fußball.

    Wieso konnten Sie sich beim MSV Duisburg nicht durchsetzen?

    Zu der Zeit habe ich das Abitur absolviert und hatte auch nicht die Chance an jedem Training teilzunehmen. Natürlich gehört auch ein bisschen Glück dazu. Anschließend musste ich zur Bundeswehr und hatte somit leider die Wintervorbereitung fast komplett verpasst. Aber die drei Jahre in der Lizenzspielerabteilung waren eine tolle Erfahrung.

    Haben oder hatten Sie eigentlich immer Kontakt zu Fans des jeweiligen Vereins oder gehen Sie eher auf Distanz?

    Der Kontakt zu den Fans war immer da, da ich vom Charakter her ein recht offener Mensch bin und so von meiner Familie erzogen wurde. Aber auch in schlechten Zeiten muss man sich mit den Fans beschäftigen, das halte ich für sehr wichtig.

    Welche Ziele haben Sie für die Zukunft und haben Sie schon eine Vorstellung, was Sie nach Ihrer Fußballkarriere machen wollen?

    Das größte Ziel aus sportlicher Sicht ist, mit Holstein Kiel erfolgreiche Jahre zu haben, aber nach meiner Fußballkarriere werde ich im Fußball sicher in einer anderen Tätigkeit unterwegs sein, weil ich mit damit aufgewachsen bin. Private Ziele: Natürlich eine Familie!

    Wie wäre Ihr Leben verlaufen, wenn Sie kein Fußballer geworden wären? Was würden Sie heute machen?

    Dann wäre ich Sportjournalist. Ich hatte ein mehrmonatiges Praktikum in der Sportredaktion einer großen Verlagszeitung, das war sehr interessant. Ich könnte neidisch auf Ihren Job sein. (lacht)

    Vielen Dank für das Gespräch.

    Geschrieben von:  Eodin

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