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  • DFB, 13. Mai 2020

     
    Den Breitensport nachhaltig fördern

    Von:  Stephan R.T.

    Ganz gleich, dass jeder Fußballfan in Deutschland sicherlich den ein oder anderen Profiverein unterstützt: der Breitensport und Amateursport muss nachhaltig gefördert werden. Denn die finanzielle Diskrepanz zwischen dem Profisport und der Basis scheint immer weiter auseinander zu gehen. Während es in den Profiligen um Millionenbeträge geht, haben viele Amateurvereine nicht nur in der jetzigen Zeit echte finanzielle Sorgen. Wenn hier keine Hilfe aus der Politik oder Wirtschaft kommt, kann es ganz schnell vorbei sein mit der Sportlichkeit auf dem Bolzplatz. Ein Überblick.

    Die Sponsorensuche wird schwieriger

    Nicht nur, dass die Anzahl an Sportvereinen immer größer wird. Denn die Menge an Vereinen, die in der lokalen Wirtschaft nach Sponsoren Ausschau hält, nimmt ebenfalls zu. Zwar können nicht alle Unternehmen immer für alle Vereine da sein, aber die Hürden diesbezüglich sind nicht hausgemacht. Denn Amateurvereine unterhalb der 3.Liga beklagen jetzt schon finanzielle Unausgeglichenheit. Kosten für Stadion, Spieler, Sicherheitskonzepte – all dies nimmt jede Menge Platz auf der Sollseite ein. Auf der Habenseite stehen aber lediglich Einnahmen aus Eintrittskarten und Merchandise, denn Spielerverkäufe generieren hier kein Plus. Zu wenig, um langfristig am Leben zu bleiben.

    Tag der Amateure

    Allerdings haben DFL und DFB bereits erste Schritte unternommen, um auch dem Amateursport in Deutschland ein wenig unter die Arme zu greifen. So gibt es zumindest einmal pro Jahr den ‚Tag der Amateure‘. Hier werden dann die jeweiligen Landespokalfinals live im TV und Internet übertragen, damit mehr und mehr Industrien Interesse daran bekommen, auch regionale Vereine vor Ort zu unterstützen. Unternehmen wie Comeon beispielsweise sind hier aktiv und machen Werbung vor Ort. Das hilft dabei, auch durch eine vermehrte digitale Präsenz auf die eigenen Missstände aufmerksam zu machen. Auf Dauer aber muss ein neues Konzept her.

    Patenvereine als Lösung?

    Bestrebungen, durch strategische Partnerschaften zwischen Profivereinen und Amateuren für einen regen Austausch zu sorgen, erscheint auf den ersten Blick nur einseitig. Denn der Profifußball scheint nur wenig Interesse daran zu haben, die Basis zu stärken. Dabei wäre es besonders mit Blick auf die Nachwuchsförderung sehr wichtig, in allen Regionen stark verankert zu sein. Besonders die aktuelle Lage hat gezeigt, wie angreifbar der Fußball in Deutschland doch sein kann. Wenn sogar Vereine wie Werder Bremen beispielsweise finanziell am Hungertuch nagen und der Karlsruher SC überlegt, Insolvenz anmelden zu müssen. Die sind keine hervorragenden Referenzen dafür, dass der Fußball hierzulande auf gesunden Beinen steht. Ob dies in Zukunft dafür sorgen wird, dass es eine europäische Superliga gibt, in der dann beispielsweise nur Bayern, Leipzig und Dortmund spielen und alle anderen Vereine in der Existenzlosigkeit enden, ist noch offen. Enge Kooperation zwischen Vereinen können eventuell dabei helfen, aktuelle finanzielle Sorgen zu überbrücken und zu zeigen, dass es am Ende des Tages nicht immer nur um Geld und Kommerz geht.

    Zusammengefasst: wir alle freuen uns darauf, dass Fußball bald wieder losgeht. Unter welchen Bedingungen und mit welcher neuen Realität wir uns auseinandersetzen müssen, bleibt abzuwarten. Es ist aber möglich und eher wahrscheinlich, dass besonders die Amateure am Ende hier den Preis für die bisherige Misswirtschaft zahlen müssen.

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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