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  • SpVgg 1949 Hösbach-Bahnhof, 09. April 2013

    Die Reserve des TSV Olympia Eisenbach bezwungen

    Heute sollte dann Frauchen wieder nach Hause kommen. Endlich (ist die Zeit der telefonischen Instruktionen abgelaufen). Meister Propper am Freitag also gehörig unter Druck und ich gebe zu: ich habe vor lauter Anstrengung mit freiem Oberkörper geputzt. Noch ein Spielchen zum Absch(l)uss, was samstags ja manchmal gar nicht so leicht zu finden ist. 17-Uhr-Spiele fielen aufgrund der Uhrzeit schon mal direkt flach, so dass ich entweder nach Gießen oder Aschaffenburg fahren musste, um zumindest zeitlich gut im Soll zu sein. Was tut man nicht alles für die Kreisli…..ääääh… die Liebe? Hm, nach Gießen hatte ich nicht so die rechte Lust, immer dieselben Strecken. Fahre ich lieber mal wieder nach Aschaffenburg, da bin ich nicht so oft. 14 Uhr die Zweite, 16 Uhr die Erste, nehme ich eben zeitbedingt die Zweite. Ist ja eh alles egal.

    Bin dann erst in der S-Bahn aus aktuellem Anlass von meinem ‚Ich fahre über Mainkur-Plan‘ abgewichen und mein Glück über Offenbach probiert, was letztendlich die Warterei aber nur nach Aschaffenburg verlegte, da ich in Hanau den Regionalexpress um fünf Sekunden verpasste. Egal, gehe ich eben bissel in die Fußgängerzone und bin dann doch erst 21 Minuten vor Kickoff da. Es ist ja – wie gesagt – eh alles egal. Dann war ich aber doch irgendwann dort, nachdem ich – wir sind ja schließlich in Bayern – selbst auf einer Vier-Minuten-Strecke noch kontrolliert wurde.

    Es gibt in Hösbach übrigens auch noch einen Lokalrivalen, nämlich den FC Hösbach. Dessen Anlage befindet sich aber nicht im Stadtteil Bahnhof, sondern genauer gesagt auf der anderen Seite des (Hösbacher) Bahnhofs. „Servus“ und „Grüß Gott“ hieß es dann um 13.53 Uhr auf dem etwas eigenwilligen Platz. Sieht zwar nach mehr aus bzw. könnte man mehr daraus machen, aber faktisch geht doch nicht so viel hier rein, denn der Graswall ist viel zu steil für Zuschauer und hinter dem einen Tor kann man im Grunde auch nur ansatzweise stehen. Aber die Lage war mit dem Flüsschen nebenan doch recht exponiert und es lagen auch schon diverse ‚Köcher‘ bereit, um im Bedarfsfall den Ball aus dem Wasser zu fischen. Und das kann ich schon mal vorweg nehmen: der Bedarfsfall trat mit vier bis fünf Mal ziemlich häufig ein. Pro Halbzeit wohlgemerkt… Jedoch beschlich mich der Gedanke, dass ich hier doch schon mal war und mir dämmerte dann auch wieso. Hab vor mehr als zehn Jahren sagen wir mal längere Zeit in AB ‚zu tun gehabt‘ und da war die oben entlang führende Landstraße genau meine Strecke zum Solarium in Haibach. Seinerzeit bin ich da am Platz mal ausgestiegen und hab vielleicht eine viertel Stunde auf der Leitplanke gesessen und einem Spiel beigewohnt. Na da bin ich aber froh, dass das nicht gezählt hat, sonst wäre ich jetzt ziemlich angeschissen gewesen.

    Somit wurde ich erst heute Zeuge eine einseitigen Spiels der SpVgg Hösbach-Bahnhof 1949 II gegen den TSV Olympia Eisenbach II (Kreisliga B, Aschaffenburg Gruppe 4, ca. 29 Zuschauer) zwischen 22 Germanen (glaube ich zumindest), das genau deswegen so unterhaltsam war, weil es über weite Strecken so einseitig war. Die Gäste bekamen selten einen Stich und auf der anderen Seite verbolzten die ‚Bahnhöfer‘ allerbeste Gelegenheiten, dass es nur so krachte. In der zehnten Minute fand selbst ein Elfer sein Ziel nicht, in der 29. Minute dann doch das extrem überfällige 1:0. „Schieß doch e mol oaner de Ball hinei“ rief der Trainer irgendwann… wenn sich das alles mal nicht rächt. In der 53. Minute dann 2:0, woraufhin ich mal erstmalig probiert habe, wie das ist, bei einem Spiel Musik zu hören. War zwar Silbermond und die mag ich ja, aber irgendwie bekommt man dann ja gar nix mehr vom Spiel mit. Nee, das ist nix. Nachlässig wurden die Gäste jetzt wieder ins Spiel gebracht, 2:1 (61.), was dann wohl der erneute Weckruf war. Mein Highlight war dann aber nicht das 3:1 (72.), sondern die Szene in der 80. Minute, als Herr Schu an den Ball kam. Da ist mir so ein Kullerteil doch etwas über den Schu(h) gerutscht und meine Retoure landete so dermaßen schnurstracks im Bach, dass man mir fast schon Absicht unterstellen konnte. Da haben sich die vor mir aufwärmenden Spieler der ersten Mannschaft doch gut bepisst und ich freue mich, dass ich auf diesem Wege etwas zur gute Laune beitragen dufte, die ihnen später (0:3 gegen Kickers Würzburg II) vermutlich wieder abhanden gekommen sein dürfte.

    Der DB-Automat in Hösbach (wohl nicht nur der) für eher ungeübte ‚Ab-und-zu-Fahrer‘ sicher ‚etwas‘ fies gemacht, denn da kann man eigentlich – als Oma, Opa, wer auch immer – nur draufzahlen. Hab mir dann aus Bahncard, Monatskarte und Tarifgrenze was zusammen gebastelt, aber so viel Muße investiert sicherlich nicht jeder. Sonnenscheindauer über den Tag verteilt heute übrigens exakt null Sekunden, aber zumindest für mich ging sie dann gegen halb Sieben auf, als Frau Schu den Satz „ich habe wohl ein etwas anderes Sauberkeitsempfinden als du“ verlautbaren ließ. Zu Hause isses doch einfach am Schönsten. Und da ich ja bekanntlich nur ein ‚Extrem-kurz-Reisender‘ bin, haben wir dann am Abend mal die vier Stunden Reportage über echte ‚Extremreisende‘ geguckt. Wenn ich groß bin, fange ich dann unterwegs vielleicht auch damit an, mal lebendige Frösche zu futtern oder Ratten über dem Feuer zu grillen, bevor ich dann an denen rum nage. Bis dahin komme ich aber mit den Menüvorschlägen meiner Kühltasche aber auch ganz gut zu recht glaube ich.

    amaschu.de

    Geschrieben von:  Werner G.

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