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  • SV Grün-Weiß Schwepnitz, 21. April 2008

    Kreispokalfinale erreicht

    Der 20. April 2008, für die meisten Menschen ein ganz normaler Sonntag. Doch für wenigstens 500 (Referenz Ottendorf 72 zahlende) zuschauende Leute im fußballverrückten Schwepnitz doch ein besonderer Tag. Sowohl in emotionaler wie ergebnistechnischer Hinsicht erlebten die Anwesenden eine wilde Fahrt der Gefühle, die nichts für schwache Nerven war. Keiner der Zuschauer dürfte das Kommen bereut haben und sicher haben wir wieder einige Fans hinzu gewonnen.

    Schon vor Spielbeginn war bei Akteuren wie auch Fans die angespannte Atmosphäre zu spüren. Gänsehautfeeling angesichts der Bedeutung des Spiels sowie der Megakulisse. Die Schwepnitzer UC`s machten schon vor Spielbeginn auf Bannern klar, was sie von den mafiösen Geschäftsgebaren der Kreisstädter hielten. Und so begann dann das Spiel, wo es auf den Rängen zu Beginn sehr ruhig zuging. Unseren Jungs merkte man die Nervosität deutlich an, die Gäste ließen den Ball dagegen routiniert und gekonnt laufen, man war sich der Favoritenrolle ziemlich sicher. Aber auch arrogante Manieren wie ständiges Schauspielern und versteckte Nickligkeiten beherrschten die Mannen aus Kamenz. Dort waren zwar Brühl (gesperrt) und Prasse nicht dabei, aber mit Bezirksligaspieler Hesse hatte man adäquaten Ersatz gefunden. Schwepnitz war natürlich bedacht, hinten sicher zu stehen, was im Großen und Ganzen gut gelang, auch wenn es hin und wieder etwas brenzlig wurde. Doch bei den nicht schlechten Fernschüssen war Keeper Wackernagel auf dem Posten. Nach ca. zehn Minuten trauten sich die Grünhemden erstmals in Richtung Kamenzer Kasten und nach einer Unpässlichkeit des gegnerischen Abwehrmannes stand Wießner auf einmal frei vor dem Tor. Die bis dato Dickste. Doch der Stürmer trifft nur den Torhüter. Diese Möglichkeit sollte auch das Drehbuch der ersten Hälfte beschreiben. Kamenz zwar mit der etwas besseren Spielanlage, doch die Grün-Weißen immer wieder mit sauberen Kontern, wobei die Defensive der Gäste, wo mit Hommel ein weiterer Bezirksligaspieler mitwirkte, doch mit einigen Problemen zu kämpfen hatte.

    Vor allem über den rechten Flügel kamen die Schwepnitzer in Form von Wießner und Tranitz immer wieder zu Möglichkeiten, die zwar rar gesät, aber immer gefährlich wirkten. So auch in Minute 23, als Tranitz rechts die Grundlinie abfährt und scharf nach innen gibt. Die Lessingstädter mit einer nicht wirklich überzeugenden Abwehraktion direkt vor den Schlappen von Zschiesche. Aus zwanzig Metern war es ein schönes Pfund in die linke Ecke von Gästekeeper Glöckner, der ohne Chance, das überraschende und doch verdiente 1:0 hinnehmen musste. Nun tobte die Masse und wollte mehr. Das schien ohne Frage möglich, so hätte allein Wießner in der ersten Hälfte bei drei großen Möglichkeiten für eine Vorentscheidung sorgen können. Dann pfiff der über weite Strecken, vornehmlich der ersten Hälfte, gut agierende Schieri aus Hermsdorf zur Pause.

    Wer nun dachte, die Rot-Weißen setzen nun in den zweiten 45 Minuten zum Sturmlauf an, sah sich getäuscht. Schwepnitz wurde eher noch sicherer, vor allem die Chancen zum längst fälligen 2:0 häuften sich. So verzogen bzw. hielt der Schlussmann der Gäste mehrfach, namentlich sündigten da Tranitz, Wießner und Bosdorf mehrfach. Ein Handicap hatten die Einheimischen Mitte der zweiten Hälfte außerdem zu verkraften, als Bürger D. mit Oberschenkelproblemen ausschied. Doch Wolf ersetzte ihn auf der wichtigen Liberoposition tadellos.

    So neigte sich die Partie dem Ende zu. Und die letzten Minuten wurden noch mal auf den Rängen und dem Platz turbulent. Die Kamenzer nun immer wieder mit gefährlichen weiten Bällen setzten alles auf eine Karte, da half mehrmals Glück und Können unserer starken Abwehr oder eben unsere Torhüter war auf dem Posten. Aber auch Schwepnitz mit der großen Chance, doch der Freistoss von Tranitz kickt nur den Pfosten. Immer wieder Theatralik und versteckte Fouls bei den Akteuren, Schwepnitz ziemlich platt und der Pfeifenmann lässt ewig lang nachspielen. Das ging allen Beteiligten an die Nerven, doch nun war wie insgesamt in der zweiten Hälfte der Mob da und unterstützte die Mannschaft, so wie man es nur von Schwepnitz und eben nur von Schwepnitz kennt.

    Dann war es endlich geschafft, der Schieri pfiff ab, man steht im Finale. Fans auf den Traversen und Spieler auf dem Platz lagen sich in den Armen, manche waren zu Tränen gerührt angesichts des größten Erfolges der letzten Jahre. Alle feierten noch Stunden nach dem Spiel zusammen. Das war ganz großer Sport unserer Mannschaft und der Zuschauer. Jeder Spieler unseres Vereins ging bis zur Leistungsgrenze und somit ist der Sieg vollauf verdient. Jeder, der an diesem Tag nicht dabei war, hat was verpasst, aber selbst Schuld. Somit fiebern wir alle gemeinsam dem Finale entgegen, drücken unseren A-Junioren die Daumen, auf das sie selbiges erreichen und werden alle versuchen, sowohl was die Mannschaftsleistung betrifft als auch den Support der Fans, es dem heutigen Sonntag, diesen denkwürdigen 20. April 2008, wenigsten gleich zu tun und möglichst gar zu toppen. Auf geht’s, Chemiker - lasst uns gemeinsam diesen Traum wahr werden lassen!

    Zu den Fotos vom Spiel

    Geschrieben von:  ChemieProfessor

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