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  • VfR 1896 Mannheim, 22. März 2010

     
    Rasenspieler lassen Punkte liegen

    Der VfR Mannheim hat im Derby beim SV 98 Schwetzingen zwei Punkte leichtfertig verschenkt. Trotz drückender Überlegenheit über fast die gesamte Spieldauer und etlicher Chancen mussten sich die Rasenspieler am Ende mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben.

    Dabei lief zunächst alles wie am Schnürchen. Einen scharf getretenen Freistoß von Matteo Monetta kann SV-Keeper Sinan Bal nicht festhalten und Saimir Kasemi staubt zum 0:1 ab (8.). Nur Sekunden später scheitert Ali Özgün am diesmal glänzend parierenden Schwetzinger Schlussmann (9.). Fast mit dem Halbzeitpfiff hielt erneut Sinan Bal seine Truppe im Spiel, als er nach einer klasse Aktion von Richard Wegmann dessen Schuss abwehren und das 0:2 verhindern kann (45.).

    In der zweiten Hälfte zogen sich die Mannheimer zunächst etwas zurück und ließen den Gastgebern zu viele Freiräume. Dass Daniel Bauer in der 55. Minute aus zwei Metern per Kopf nur den Pfosten trifft, dazu gehörte schon eine stolze Portion Glück.

    Und auf der anderen Seite? Da hieß das Duell weiterhin VfR-Offensive gegen Sinan Bal. Diesmal scheiterte Matteo Monetta, der sich die Ecke aussuchen, doch Bal einfach nicht überwinden kann (70.). Dass beim Schwetzinger Keeper Genie und Wahnsinn jedoch ganz nah beieinander liegen, wusste man nicht erst seit dem Hinspiel, als er mit einer Roten Karte nach dem Schlusspfiff für Aufsehen sorgte. Diesmal suchte er die Diskussion mit Matteo Monetta, der nach einem vermeintlichen Foul im Strafraum noch am Boden lag. Dass der Ball jedoch rechtsaußen noch im Spiel war, Nicolas Manu den Überblick behielt und zum 0:2 ins leere Tor einschob, das bemerkte Bal erst als die Kugel bereits im Netz zappelte (75.). Eine wirklich kuriose Situation, die aus Sicht des VfR leider nicht die letzte sein sollte.

    Nachdem in der Schlussphase der eingewechselte Nelson Nsowah einen weitere hochkarätige Chance vergeben hatte (86.), nahm das Drama seinen Lauf. Ein hoher Ball, eigentlich ungefährlich, kommt in den Strafraum der Rasenspieler und Victor Oppong fälscht diesen unglücklich ins eigene Tor ab (90.). Der Anschlusstreffer zum 1:2. Als dann der Schiedsrichter überraschenderweise eine Nachspielzeit von vier Minuten anzeigte, war klar, der Sieg stand auf Messers Schneide.

    Erneut kam ein langer Ball in den VfR-Strafraum, dieser landete für den SV 98 goldrichtig bei Sascha Braun, der die Kugel über VfR-Torwart Mario Miltner hinweg zum 2:2 einköpfte (94.). Der Schock war danach nicht nur den blau-weiß-roten Akteuren auf dem Platz buchstäblich ins Gesicht geschrieben, auch die 150 VfR-Fans konnten es nicht fassen.

    Die Zeit des Nachtrauerns ist jedoch bekanntlich kurz, denn schon am kommenden Samstag kommt es zum nächsten Derby. Dann gastiert mit dem TSV Amicitia Viernheim ein direkter Konkurrent im Kampf um Platz 2 im Rhein-Neckar-Stadion.

    Sven Wolf

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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