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  • FC Bayern München, 26. Juli 2019

     
    Skurriler Aberglaube im deutschen Fußball

    Von:  Stephan R.T.

    Im Fußball leben Fans so richtig mit. Hier gibt es oft kein Halten und wenn die eigene Mannschaft den Sieg einkassiert, laufen dem einen oder anderen sogar Tränen über die Wangen. Während der Sieg eine reinste Freude ist, kommen viele mit einer Niederlage nur schwer klar. Da wird sofort Schiebung ausgerufen oder dem anderen Team pures Glück zugesprochen. Das Glück und der Zufall sowieso bei jedem sportlichen Wettkampf mit im Spiel ist, bestreiten nicht einmal die Profis. Doch sie gehen noch einen Schritt weiter. Oftmals glaubt man fest daran, dass kleine Glücksrituale die Siegeschancen verbessern. Wir haben uns daher die witzigsten abergläubischen Rituale und Theorien im deutschen und im internationalen Fußball angesehen!


    Photo by Alexas Fotos; CC0 Public Domain

    Ist der Bayern-Dusel echt?

    Ein besonderer Mythos teilt schon seit den 70er Jahren die Gemüter der deutschen Fußballfans. Nachdem sich der Verein FC Bayern München über viele Jahre als besonders starker Favorit herausgestellt hat und fast die Hälfte aller Meisterschaften in fast 60 Jahren gewinnen konnte, glaubten Fans der gegnerischen Mannschaften an ein unfaires Spiel. Sie bekundeten den sogenannten ‚Bayer-Dusel‘, ein Phänomen das laut ihnen so viel bedeutet wie: Die Bayern haben einfach immer Glück. Die Bayern nahmen es locker und nannten sie schlechte Verlierer. Tatsächlich konnte man ein anderes Phänomen nachweisen und zwar den ‚Bayer-Bonus‘. Statistisch fielen Schiedsrichterentscheidungen nämlich viel öfter zu Gunsten der Bayern aus. Hier könnte man natürlich auch argumentieren, dass die Bayern einfach fairer spielen und daher zu Recht mehr positive Entscheidungen verdienen. Die Frage konnte aber bis 2015 nie ganz geklärt werden. Dann wurde jedoch die Torlinientechnik Hawkeye eingeführt, ein System aus sechs bis acht Kameras pro Torraum, das aus Highspeed-Aufnahmen genau errechnen kann, ob ein Tor zählt oder nicht. Somit sich zumindest alle Entscheidungen der Schiedsrichter im Torbereich abgesichert und mit Beweisen unterstützt. Dass die Bayern seit 2015 jede Bundesliga für sich entscheiden konnten, tut den Bayern-Fans natürlich gut. Jetzt haben sie den Beweis: Die Bayern sind einfach gut!


    Photo by flooy; CC0 Public Domain

    Der Fußballaberglaube in Deutschland

    Viele deutsche Fußballspieler haben ihre eigenen Rituale und Glücksbringer, die bei keinem Spiel fehlen dürfen. Der Stürmer Mario Gomez soll angeblich seit ganzen 20 Jahren dieselben Schienbeinschoner verwenden. Ohne sie geht er nicht auf das Spielfeld. Ob sie im Glück gebracht haben, ist fraglich, doch mit Sicherheit hat ihm das Ritual mehr Selbstbewusstsein am Rasen vermittelt. Auch die Schienbeinschoner von Bastian Schweinsteiger sollen noch aus der Zeit vor seiner Profikarriere stammen. Auch wenn es um die Trikots geht, denken viele Spieler abergläubisch. Die Rückennummer 13 wird hier als besonderer Glücksbringer gesehen, da sie bereits von erfolgreichen Spielern wie Gerd Müller, Thomas Müller und Michael Ballack getragen wurde. Interessant ist, dass viele Kulturen die Nummer 13 als Unglücksnummer gesehen wird, weshalb es sogar Fluglinien gibt, die in ihren Maschinen keine Sitzreihe mit der Nummer 13 haben. Auch bei den Schuhgrößen setzen viele auf falsche Nummern. Thomas Müller soll tatsächlich Schuhe getragen haben die bis zu drei Nummern zu groß waren. Er hatte das Gefühl, dass er in ihnen besser spielen konnte.

    Die internationalen Profis ziehen mit

    Witzige Rituale gibt es natürlich nicht nur in Deutschland, denn viele Länder sind grundsätzlich sehr viel abergläubischer als die Deutschen. Fußball-Star Christiano Ronaldo soll zum Beispiel jedes Fußballfeld mit dem rechten Fuß zuerst betreten. Er hat die Floskel „mit dem linken Fuß aufgestanden“ wohl etwas zu wörtlich genommen. Der Portugiese ist außerdem für seinen Frisurenwechsel in der Halbzeit bekannt, der ihm frischen Wind für die neue Spielhälfte geben soll. Ein besonders liebenswürdiges Ritual erfand der französische Spieler Laurent Blanc. Er küsste vor jedem Spiel die Glatze seines Mitspielers, dem Torwart Fabien Barthez, um eine erfolgreiche Spielzeit einzuleiten. Auch interessant: Der Spieler Diego Maradona durfte auf Anweisung seines Trainers während der WM kein Hühnerfleisch essen, da dieses Unglück bringen soll. Seiner Leistung nach zu urteilen, ging die Rechnung auf!

    Der Aberglaube im Fußball scheint oftmals grenzenlos. Sowohl Fans als auch Spieler lieben ihre kleinen Rituale und Glücksbringer. Ob sie tatsächlich Glück bringen oder den Fußballern einfach Stärke und Selbstbewusstsein vermitteln, ist dabei eigentlich unwichtig. Denn eines scheint wahr zu sein: Für viele hilft es tatsächlich!

    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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