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  • FC Union Frankfurt, 17. Juli 2008

     
    „Sind die alle schon Erwachsen zur Welt gekommen?“

    Ronny Pesch, alias ‚Der_Pate’ gehört seit September 2006 unserem Forum an und bereichert dieses seither mit Beiträgen zu den unteren Ligen in Brandenburg. Der 30-Jährige steht für den Post SV 1928 Frankfurt auf dem Platz und betreut zudem seit eineinhalb Jahren die F-Jugend des Vereins, mit der er in diesem Sommer in die E-Jugend nachrückte. Wie er zum Fußball kam und was er ‚seinen’ Kindern vermitteln möchte, kann im Folgenden nachgelesen werden.

    Ronny, wie und durch wen bist Du überhaupt zum Fußball gekommen?

    Ach das ist schon lange her, ich war glaube sieben Jahre alt und habe aus Lust immer auf dem Hof ‚Einbutten und Zielschiessen auf die Teppichklopfstange’ gespielt.

    Was konntest Du aus der Anfangszeit mitnehmen und welche Persönlichkeiten haben Dich am Stärksten geprägt?

    Dass das Training im Verein nicht ausreicht, man sollte auch in seiner Freizeit nach der Schule immer wieder üben. Persönlich hat mich mein Sportlehrer Herr Wruck geprägt (ehemaliger Spieler des FC Vorwärst Frankfurt), hinzu kommt Hardy Duckert (FC Vorwärst Frankfurt) der mich ebenfalls geprägt hat und bei mir auf dem Hof gewohnt hat.

    Für welchen Verein schlägt Dein Herz und warum - was verbindet Dich mit Deinem Verein, wie und wann wurdest Du Fan?

    In erster Linie schlägt mein Herz für meinen Heimatverein, der mich fast immer unterstützt in der täglichen Arbeit als Übungsleiter. Mich verbindet mit dem Verein, das familiäre und seriöse Umfeld.

    Seit wann bist Du in Deinem Verein als Trainer tätig, für welche Mannschaft bist Du zuständig und was waren die Gründe, die dazu geführt haben, das Amt zu übernehmen?

    Übungsleiter bin ich seit eineinhalb Jahren und ich trainiere eine F-Jugend-Mannschaft, die in der nächsten Saison im E-Jugendbereich spielen wird. Ich wollte schon lange Trainer werden und die erste Gelegenheit die sich bei uns im Kreis bot, nutzte ich sofort, um meine FÜ-C-Lizenz zu machen. Es gibt eigentlich viele Gründe, jedoch der Hauptgrund ist und war, immer mehr Vereine verschwinden von der Landkarte oder schließen sich mit anderen Vereinen zusammen, weil Sie es versäumt haben, den Nachwuchs zu fördern und das soll uns nicht passieren.

    Könntest Du Deine fußballerische Laufbahn bis zu Deiner jetzigen Tätigkeit beschreiben und gab es in den Jahren besondere Erlebnisse, an die Du Dich immer wieder gern erinnerst?

    Ich erinnere mich gerne an die Zeit, wo man noch Fußball immer und überall spielen durfte, denn wenn ich meinen ‚Kindern’ heute sage, „Ihr müsst in jeder freien Minute Euch den Ball nehmen und mit dem Vollspann bzw. mit der Innenseite gegen eine Wand schießen“, dann sagen fast alle: „Trainer, die Erwachsenen meckern aber dann“, da frage ich mich dann: „sind die alle schon Erwachsen zur Welt gekommen?“ Viele schöne Fußballplätze wurden bei uns geschlossen oder werden gar nicht mehr gepflegt, weil die Kommune kein Geld dafür hat.

    Gab es über die Jahre gesehen auch Dinge, die Du im Nachhinein anders machen würdest und wenn ja, was?

    Ja, in meiner Jugend habe ich wahrscheinlich alle Sportarten betrieben, die es so gibt. Im Nachhinein hätte ich beim Fußball bleiben sollen.

    Was ist das für ein Gefühl an der Seitenlinie, wenn man als Trainer in der Verantwortung steht, aber nicht direkt ins Geschehen eingreifen kann?

    Es ist Grausam, da man ja von draußen alles viel besser sieht und dieses sofort abstellen möchte. Manchmal rede ich einfach zuviel! Die Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen machen.

    Was möchtest Du Deinen Spielern gerne vermitteln, auf was legst Du besonderen Wert?

    Jetzt am Anfang ihrer ‚Fußballkarriere’ ist mir wichtig, dass sie Grundlagen erlernen wie z.B. Vollspannstoß recht – links, Innenseitstoß recht – links, Ballgewöhnung und Ballan-und mitnahme. Die Kinder sollen einfach Spaß am Fußball haben.

    Wie klappt bei Euch die Zusammenarbeit innerhalb des Vereins, gibt es auch Probleme?

    Die Zusammenarbeit im Verein ist gut, es gibt immer mal Probleme, aber die löst man mit einem Gespräch und dann ist alles wieder gut.

    Wie sieht Euer Verhältnis zu anderen Vereinen und den Verbänden aus?

    Unser Verhältnis zu anderen Vereinen ist sehr gut, wir haben einen sehr guten Ruf in der Umgebung und sind gern gesehene Gäste. Mit dem Verband haben wir auch kein Problem.

    Wie ist Dein Verhältnis zu den Anhängern des Vereins und haben diese Verständnis für Deine Arbeit und Deine Entscheidungen?

    Wir sind ein recht kleiner Verein und unsere Fans kann man an vier oder fünf Händen abzählen, da kennt man sich untereinander.

    Was lief in der abgelaufenen Saison gut, was hätte besser klappen können und was nimmst Du für Dich ganz persönlich mit?

    Meine Mannschaft hat sich weiterentwickelt, instinktiv wird jetzt auch mal mit dem schwachen Fuß gespielt oder sie machen eine Finte und freuen sich darüber. Das zeigt mir, dass sie Spaß an dem haben, was sie machen. Für die neue Saison nehme ich mir persönlich vor, die knappe Trainingzeit noch besser zu planen und auf das schon Erlernte aufzubauen.

    Wie soll es in der nächsten Saison weitergehen, was darf man von Euch erwarten?

    Für die erste Saison im E-Juniorenbereich ist es erst einmal wichtig, das System ein Torwart und sieben Feldspieler zu verinnerlichen, da wir bisher nur Eins zu Vier auf Viertel-Feld gespielt haben. Weiter wollen wir versuchen, uns gegen die ein Jahr älteren durchzusetzen und den einen oder anderen Sieg einzufahren.

    Was sind Deine Ziele für die Zukunft, was willst Du unbedingt noch erreichen?

    Mein Ziel ist es mit meiner Mannschaft irgendwann einmal im Land spielen zu können, so dass sie sich weiterentwickeln. Ziel ist es von mir, dass die Kinder Fußball spielen und nicht Fußball dröschen, dann kommt der Rest von ganz allein.

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    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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