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  • VfL Halle 96, 07. November 2011

     

    Ein nicht gegebener Elfmeter und Edri machen beim FC Carl Zeiss Jena II den Unterschied


    Von:  Stephan R.T.

    Sie trog dann am Ende doch etwas, die paradiesische Atmosphäre im ‚Paradies‘ am Fuße der Jenenser Kernberge. Denn die angedachte Punkteernte für die Blau-Roten vom VfL Halle 96 fiel aus, trotz engagierter Leistung und besten Rahmenbedingungen. Schmerzlich musste man auf Seiten der Trothaer zur Kenntnis nehmen, dass eben Wille nicht immer genügt, um einen spielstarken Kontrahenten zu bezwingen. Allein das Eckenverhältnis von 7:0 für die Gastgeber vom FC Carl Zeiss Jena II zeugt bereits davon, woran es bei 96 haperte.

    Man konnte sich kaum nennenswerte Chancen erarbeiten. Und eine dieser wenigen Gelegenheiten zum eigenen Torerfolg nahm den ‚Zoologen‘ Spielleiter Lutz Rosenkranz (Plauen), welcher ein deutlich sichtbares Foulspiel an Georg Ströhl im 16er der Jenaer nicht ahndete. Benito Baez Ayala spielt Ströhl im Strafraum an, welcher von einem Jenenser von hinten von den Füßen geholt wird (35.). Für alle Anwesenden glatter Strafstoß. Dass der fällige Pfiff dann ausblieb, erfuhr Aufklärung nach dem Spiel. Laut Aussage eines Assistenten, hatte Rosenkranz die Szene aufgrund großer Entfernung wohl nicht richtig sehen können und da kein Signal von der Linie kam, weiterspielen lassen. Bitter für die Nordhallenser, denn hier wäre der Ausgleich vor der Pause durchaus möglich gewesen.

    Die Reserve des FC Carl Zeiss Jena ging früh in Führung. Eine Flanke von der linken Außenbahn erreicht den völlig blank stehenden Shlomo Edri und der kann aus Nahdistanz ungehindert die Kugel im oberen Toreck platzieren (13.). Im Gegenzug ist es Rene Beßler, welcher nach Einwurf das kurze untere Toreck anvisiert, aber an Patrick Siefkes im FCCZ-Tor scheitert (14.). Der quirlige Edri mit der nächsten Chance der Gastgeber. An der Strafraumgrenze angespielt, zieht der Israeli von halblinks ab, der Ball streicht am zweiten Pfosten knapp vorbei (27.). Deutlicher verfehlt das Spielgerät sein Ziel bei einem Freistoß durch Ströhl aus gut zwanzig Meter Torentfernung (32.). Wenig später die eingangs geschilderte Szene. In deren Gegenzug wird der zweitligaerfahrenen Björn Lindemann (VfL Osnabrück) durch Edri in Szene gesetzt und scheitert aus knapp 14 Metern, Mittelstürmerposition, einigermaßen kläglich (36.).

    96-Coach Lars Holtmann will zu Beginn der zweiten Halbzeit die Offensive verstärken und bringt den vormals erkrankten Nico Stein in das Spiel. Am Ende sollte diese Maßnahme allerdings nicht den erhofften Erfolg bringen, welches aber nicht am Spieler selbst, sondern an einem wiederum frühen Treffer für Jena lag. Einen weiten Abschlag von Siefkes nimmt Edri auf der linken Außenbahn an, zieht mit Ball am Fuß in den 16er, umspielt dabei drei 96er und vollendet zum 2:0 (54.). Nur zehn Minuten später dann die endgültige Entscheidung. Edri und Lindemann inszenieren den Angriff über die halbrechte Außenbahn. Lindemann spielt den finalen Ball auf Marlon Krause und der hat keine Mühe den Ball im leeren Tor unterzubringen (64.).

    Vom Anstoßpunkt weg marschierte der VfL Halle 96 in Richtung Tor des Gastgebers. Steve Braun spielt Ströhl den Ball in den Lauf und wieder kommt es zum Körperkontakt im Strafraum, diesmal jedoch mit einem Unterschied, Rosenkranz zeigt auf den Punkt (65.). Den fälligen Strafstoß verwandelt Stein sicher (66.). 96 war weiter bemüht, hier eventuell doch noch etwas zu ziehen. Mehr als eine weitere Gelegenheit durch Ströhl, welcher durch Siefkes und einen Zeiss-Verteidiger geblockt wird, sprang nicht mehr heraus (83.).

    Aufgrund der Spielanteile ein nicht unverdienter Sieg der Jenenser, aber die Spekulation um die Auswirkung eines gegebenen und verwandelten Strafstoßes im ersten Spielabschnitt blieben trotzdem ein Thema.

    FC Carl Zeiss Jena II: Siefkes – Reetz (85. Gennermann), A. Schmidt, Häußler, Röppnack – Krause, Zolinski (75. Grabinski) – Pabst (56. Hort), Lindemann, Brinkmann, Edri

    VfL Halle 96: Hartleib – Karau, Sund, Quidzinski, Huth – Rode (46. Stein), Nowoisky (77. Allert) – Beßler (68. Neigenfink), Baez-Ayala – Braun, Ströhl

    Zuschauer: 85
    Tore: 1:0 Edri (13.), 2:0 Edri (54.), 3:0 Krause (64.), 3:1 Stein (65./FE)

    Andreas Jahnecke

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    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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