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  • SG Roggendorf 96, 13. April 2014

    Keine Chance beim Rostocker FC


    Inspiriert durch den bedingslosen Einsatz, den die Rautenträger von der SG Roggendorf 96 letzten Sonntag zuhause bei dem unglücklichen 3:4 gegen den Grimmener SV an den Tag legten, machte sich eine kleine Roggendorfer Invasion in Richtung Rostock auf. An der moralischen Unterstützung durch den eigenen Anhang lag es also nicht, dass man aber erneut das ungeliebte Auswärtsgesicht der Lau-Schützlinge erlebte, die ohne wirkliche Chance beim gastgebenden Rostocker FC blieben und eine 0:6-Klatsche kassierten.

    Von Beginn an agierten die Lau-Schützlinge vor knapp 250 Zuschauern vorsichtig und eher zurückhaltend, schienen nicht wirklich an sich und eine Chance beim bislang zweitbesten Rückrundenteam zu glauben. Die Abwehr war ständig in Alarmbereitschaft bei den Angriffen der schnellen Stürmer der Hansestädter, die zeitweise den gesamten Abwehrblock der 96er schwindelig zu spielen schienen. So auch in der 18. Minute als mehrere Verteidiger den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekamen und der quirlige Dos Santos aus kurzer Distanz Torsteher Johannes Sander keine Chance ließ. Drei Minuten später dann die erste Chance im Spiel für die SG Roggendorf 96, als Robert Schwarz aus 18 Metern Entfernung einen Freistoß nur knapp über das Tor jagte. In der 29. Minute wieder totale Konfusion in der Roggendorfer Abwehr, Sander kann den Ball nicht festhalten, der Rostocker FC vergibt aber diese Großchance zum 2:0.In der 33. Minute dann schon der erste Wechsel bei 96, Lau musste den nach einer gelben Karte gelb-rot-gefährdeten Mario Rindt durch Youngster Freddy Kähler ersetzen. In der 37. Minute knallt Benjamin Schwarcke nach einem Freistoß von Nick Penk den Ball an den Pfosten, die SGR wittert so etwas wie Morgenluft. Doch mit einem Doppelschlag fällt die Vorentscheidung, alleine vor Sander versenkt Siegmund den Ball humorlos im Netz. In der 44. Minute verwandelt Kambs einen unnötig verursachten Foulelfmeter zum 3:0.

    Zu Beginn der zweiten Hälfte kommen die Schlossparkkicker augenscheinlich besser ins Spiel, doch der an diesem Tag famos aufspielende Dos Santos beseitigt mit seinem zweiten Treffer in der 66. Minute die letzten Zweifel am Heimerfolg. Nach einem Foul von Schwarcke kassiert dieser eine gelbe Karte und die SGR durch den daraus resultierenden Freistoß das fünfte Gegentor. Paul Hagemeister fälscht den Ball unhaltbar in das eigene Tor ab. In der 80. Minute erneut Unstimmigkeiten in der Defensive, Siegmund nutzt die Gelegenheit zum 6:0-Endstand. Negativer Höhepunkt des Spieles war dann die rote Karte für Rostocks Wullwage, der SGR-Spielmacher Toni Holland von hinten umsenste und frühzeitig zum Duschen musste (87.).

    Alles in allem auch in dieser Höhe eine verdiente Niederlage, zu groß ist derzeit die Diskrepanz zwischen grandios umkämpften Heimspielen und vorzeitig aufgegebenen Auswärtsauftritten. Bei der Pressekonferenz zollte RFC-Übungsleiter Jan Kistenmacher aber dem gesamten SGR-Team samt Umfeld höchsten Respekt für den mutigen Schritt, in die Verbandsliga zu gehen, und dieses kompromisslos trotz aller Widrigkeiten durchzustehen. Solche Auswärtsspiele, wie dieses bei dem wirklich sympathischen Verein am Damerower Weg in Rostock, sind dann auch Werte, unabhängig von Ergebnissen, die das Ziel Verbandsliga für die SG Roggendorf 96 lohnenswert gemacht haben.

    SG Roggendorf 96: Sander – Späth, Martensen, Schulz, Hagemeister (89. Pätsch), Rindt (33. Kähler) – Penk (Kirey), Schwarcke, Schwarz – Holland, Militz

    Rostocker FC: Brencic – Bockholdt, Ben-Cadi (67. Nerius), Meschter, Haase, Henning (64. Wullwaage), Kambs, Siegmund, Dos Santos, Schleese (75. Wießmann), Rosenkranz

    Schiedsrichter: Schwager

    Geschrieben von:  DerEwigGestrige

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