TSG Balingen, 09. August 2011
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Nur wenige Tage nach dem geglückten Oberliga-Auftakt (2:1 gegen Hollenbach) steht die TSG Balingen vor dem ersten Kracher: In der zweiten WFV-Pokalrunde gastiert am heutigen Dienstag (18 Uhr) der Drittligist und Werder Bremen-Bezwinger 1. FC Heidenheim im Au-Stadion.
Die Vorfreude ist riesig, die Spannung gewaltig: Mit dem 1. FC Heidenheim empfängt die TSG Balingen am Dienstag die württembergische Nummer zwei (hinter Bundesliga-Tabellenführer VfB Stuttgart) zu einem Pflichtspiel. „Eine tolle Sache“, findet Trainer Karsten Maier. Heidenheim legte mit sieben Zählern aus drei Spielen einen Klasse-Start hin, ist punktgleich mit Primus Jahn Regensburg Tabellenzweiter in der 3. Liga. Zudem gelang vor kurzem im DFB-Pokal ein 2:1-Sieg gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen.
Nach dem 2:1 (2:0) am ersten Oberliga-Spieltag gegen den FSV Hollenbach kann die TSG dem Pokalduell recht entspannt entgegensehen. Zumal der Oberligist ja nichts zu verlieren hat. Zweimal treffsicher war am ersten Spieltag Kapitän Manuel Pflumm, der gleich zwei Strafstöße sicher verwandelte.
Für das Auftaktspiel bezeichnend war zum einen die gegenüber der Vorsaison verbesserte Spielkultur der Gastgeber, zum anderen die Härte, die der Gegner ins Spiel brachte. Insofern war es verwunderlich, dass Schiri Klopfer (Nomen est omen?) zwar ausschließlich Gelbe Karten für den Gast, jedoch keinen Feldverweis aussprach. Unglücklich für den Referee: Unter den Besuchern befanden sich 25 Schiri-Beobachter der Oberliga Baden-Württemberg, die in Balingen eine Tagung abhielten.
„Das Ergebnis geht in Ordnung“, befand TSG-Coach Karsten Maier in der Pressekonferenz. Nun freue man sich riesig aufs WFV-Pokal-Zweitrundenspiel gegen den ambitionierten 1. FC Heidenheim. Zuletzt gelang dem FCH, der am Samstag gleich zwei Späher nach Balingen schickte, vor 6.200 Zuschauern ein verdientes 3:2 gegen den Chemnitzer FC.
Für Statistik-Fans zwei interessante Zahlen: Der von Karsten Maier gegen Hollenbach aufgebotene Kader wies ein Durchschnittsalter von 20,6 Jahren auf. Der Gesamtkader ist 22,6 Jahre jung.
Dankeschön aus Stuttgart
Das Freundschaftsspiel gegen den aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter VfB Stuttgart am 1. Juli (0:4) wirkt weiterhin nach: VfB-Direktor Jochen Schneider bedankte sich dieser Tage in einem sehr freundlich gehaltenen Schreiben für die hervorragende Organisation jener Partie, die 3.000 Zuschauer angelockt hatte. Als Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit sicherte Schneider der TSG 50 Freikarten für das Stuttgarter Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Augsburg Mitte November zu. Die Tickets erhält nach interner Rücksprache die Nachwuchsabteilung um Jugendleiter Michael Supper und Jugendkoordinator Nico Willig.
Ralph Conzelmann
Geschrieben von: Stephan R.T.
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