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Kennst du den Platz, wo die Sonne stets lacht? - Chemie und seine Fans, Band 2 - ein besonderes Kapitel Ostfußball
Die 524 Seiten starke Fortsetzung über die Fankultur eines der populärsten und am fanatischsten verehrten Fußballclubs der ehemaligen DDR.
  • SC Rot-Weiss Essen, 12. Oktober 2017

     
    Bolzplatz-Paten mit Finale an der Schillerwiese

    Am Mittwoch, 11. Oktober, weihten die Projektpartner von Grüne Hauptstadt 2017, Jugendhilfe Essen, Essener Chancen, Rot-Weiss Essen und ‚1.000 Herzen für Essen‘ den vierten und letzten Bolzplatz dieses Jahres ein. Prominente Paten waren die Essener Fußballlegende Dirk ‚Putsche‘ Helmig sowie DFB-Manager Oliver Bierhoff, der Videogrüße von der Nationalmannschaftsreise schickte. Bierhoff ist nicht der einzige, der mit der Sportanlage im Stadtwald besondere Erinnerungen verbindet.

    „Schon mit zweieinhalb Jahren habe ich auf der Schillerwiese mit der Familie rumgekickt, gegen den Lederball getreten und mich gewundert, dass er so schwer ist“, geht Bierhoff in der Videobotschaft zurück an die frühesten Anfänge seiner Karriere. Nachdem der DFB-Manager von der ESG 99/06 zu ETB Schwarz-Weiß Essen wechselte, sei die Mannschaft beim Training leider nicht in den ‚Affenkäfig‘ gegangen, sondern in den benachbarten Stadtwald, um Kondition zu bolzen. „Ich wäre natürlich jetzt viel lieber bei euch und würde mit den Bolzplatz-Paten kicken und Spaß haben“, lässt der Golden-Goal-Torschütze wissen. Den Anstoß für die letzte Runde des Jugendturniers musste stattdessen der zweite Schillerwiesen-Pate, Dirk Helmig, alleine vornehmen. Acht Mannschaften – sechs Jungen- und zwei Mädchenteams – gingen diesmal an den Start.

    „Hier entstehen Freundschaften!“

    Bolzplatz-Pate Helmig hatte gleich eine Anekdote zur Anlage im Stadtwald auf Lager: Noch in der Zeit als Trainer von Schwarz-Weiß Essen musste Helmig mit seiner Mannschaft an die Schillerwiese ausweichen, weil die Plätze am Uhlenkrug gesperrt waren. Das Team hatte keine zwanzig Minuten auf dem damals holprigen, mit Steinen übersäten Geläuf gekickt, als an der Seitenlinie plötzlich eine größere Gruppe ihre Aufwärmübungen beginnt. Kurz danach kommt die klare Ansage: „Runter jetzt! Das ist unser Platz! Wir spielen hier seit zwanzig Jahren!“ Es gab wenigstens eine Gnadenfrist: „Wir durften eine Viertelstunde weitertrainieren“, lacht Fußballlegende Helmig. Der sportliche Faktor ist für ihn nicht alleiniger Mehrwert der Affenkäfige: „Bolzplätze sind absolut wichtig, weil hier neue Kontakte und Freundschaften entstehen.“

    Dass Anlagen wie die Schillerwiese Anlaufpunkt für junge Menschen sind, bestätigt Marc Habermann aus der mobilen Jugendarbeit der Jugendhilfe Essen: „Jugendliche halten sich nicht nur in Parks und auf Spielplätzen auf, sondern auch auf solchen Sportanlagen. Es ist wichtig, diese Orte der Jugendkultur zu etablieren, damit wir unsere Arbeit mit den jungen Menschen vertiefen, ihr einen neuen Anschub geben können.“ Diesen Erfolg kann Prof. Dr. Michael Welling, 1. Vorsitzender von Rot-Weiss Essen und Essener Chancen, nur bestätigen: „Das Zusammenspiel der Projektpartner ist eine besondere Sache. Gemeinsam haben wir es tatsächlich geschafft, stadtweit für das Thema zu sensibilisieren und Akzeptanz zu schaffen.“

    „Geht raus und spielt Fußball!“

    Auch Ralph Kindel, Projektleiter Grüne Hauptstadt 2017, ist zufrieden mit der Zusammenarbeit der Partner: „Die Bolzplatz-Paten sind eine der schönsten Aktionen der Grünen Hauptstadt. Es ist einfach wunderbar, dass es uns gelungen ist, über das gesamte Stadtgebiet verteilt Sportanlagen zu eröffnen.“ Sein Appell an die Jugendlichen: „Los, geht raus und spielt Fußball!“ Dr. Oliver Bruder, Chefarzt des Contilia Herz- und Gefäßzentrums, hat seine eigene Geschichte an der Schillerwiese: Er spielte hier regelmäßig während seines Studiums. Seine Sozialinitiative ‚1.000 Herzen für Essen‘ ist mit dem ersten Durchlauf genauso glücklich: „Wir haben jetzt Bolzplätze in verschiedenen Stadtteilen und sprechen damit ganz unterschiedliche Jugendgruppen an.“ Gerade der Ausdauer- und Gesundheitsaspekt überzeugt den Mediziner von der geräumigen Anlage: „Hier kann man richtig schön kicken!“

    Die Aktion an der Schillerwiese war der Abschluss für 2017, doch schon jetzt ist klar, dass die Bolzplatz-Paten im nächsten Jahr wieder am Start sind: „Die Bolzplatz-Paten sind ein tolles Gemeinschaftsprojekt und eine echte Teamleistung. Umso mehr freut es mich, dass Projekt und Paten dem heutigen Nachwuchs etwas zurückgeben, allen voran den Spaß am Sport“, lobt Oberbürgermeister Thomas Kufen den Einsatz aller Beteiligten.

    Fan-Hinweise zum Heimspiel gegen den FC Viktoria Köln

    Am Freitag, den 13. Oktober, kommt Viktoria Köln im Rahmen des 13. Spieltags an die Hafenstraße. Spielbeginn der Flutlichtpartie ist 19.30 Uhr.

    Geöffnet werden die Sparkassentribüne, die Rahn-Tribüne, die WAZ-Westkurve, sowie der Gästeblock G3 der Gottschalk-Tribüne. Daher bleibt der äußere Ring des Stadions geschlossen. Die Gästefans erreichen den Stadionzugang der Gottschalk-Tribüne über die Straße Sulterkamp.

    Die Tore des Stadions öffnen 90 Minuten vor Anpfiff. Der rot-weisse Fanshop ist von 12 Uhr bis Spielbeginn geöffnet, sowie ab Abpfiff bis ca. 45 Minuten nach Spielende. Die Ausgabe der kurzen fuffzehn erfolgt am Spieltag kostenlos an allen geöffneten Kassenhäuschen. Die Infokasse befindet sich am Spieltag im Kassenhäuschen W1-W3. Dort steht auch eine Online-Kasse zur Verfügung, die im Sitzplatzbereich eine genaue Ticketauswahl ermöglicht. Außerdem gibt es dort auch die Möglichkeit Tickets für die Auswärtsspiele gegen ETB SW Essen und sowie Alemannia Aachen zu erwerben.

    Parkausweise sind am Spieltag ab 18 Uhr ausschließlich beim rot-weissen Partner MHL an der Hafenstraße 215 zum Preis von sieben Euro erhältlich.

    Rot-Weiss Essen weist außerdem darauf hin, dass das Mitführen von Rucksäcken und Taschen, deren Größe das DIN A 4-Format überschreiten, sowie von Schirmen und Stöcken (Stöcke für Gehbehinderte ausgenommen) ins Stadion Essen nicht gestattet ist. Da keine Lagerung der Gegenstände vor Ort möglich ist, wird empfohlen auf die Mitnahme zu verzichten.

    Susanne Dodt

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    Geschrieben von:  Stephan R.T.

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